Druckschrift 
Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
721
Einzelbild herunterladen
 

' .A

'.'> ^ w ..

ü

^>7'^

""»k°--.5»

«!»

"'Ä?5

U.

<LU,»W

--'7:->^7?W

Ättzl»

^ ^ '

.> «il,

'l-

^ ««

'"

' -'.' '^ÄW«l

^.'^-:iA«MMSlÄW

. . .'>.-MVri''c^a'

1'T'Ä

A

'' ' ?LÄD

»v b'

v/

'i»«

' AM

I.

-M-

^ 7^'j«i

'-> <s>^7

-"^ ll'

' / .>-', >>>', .,?!?'

. A.«^i.F.

von dem Greß - Hertzogthum Florenz

«»

beste/ sonderlich wie man sie zu Siena redet; ncr eoronce roKratT; und drohet am ende mit

wiewohl die Florentinische pronunciation sthr göttlicher und der Apostel Petri und Pauli un-.

unangenehm ist; dahero das sprichwort ent- gnade allen/ die dieftn bricf anfechten würdem

standen um die beste Ztaliänische spräche an- Diese bedrohung hat glcichwol RayserMa--

zudeuten: Lingua i'oicanÄ in bocca K.0M2N3: pimilian sehr wenig geaä)tet/ daß er vielmehr

Die Toscanische spräche in einem Römi- solche Lotion vor ungültig und dein heil»

fchen knunde. Der verstand derinnwobner kölnischen Reich pr^iuäicirlich. ermeffen/

dieser landschafften hat vorzeiten verursachet/ und durch seinen Abgesandten Hey der den 5

daß die Römer ihre kinder erst in Toscamen/ Martii ^70 vommica i^re in der capelle 5.

damit sie in der spräche/ religion und lehr mög- bixtt Zu Rom angestellten solennen M2UZur2tionz.len einen gliten ansang machen/ daraufin Grie- dem Pabste/ denen Cardinälen / dem neuenchenland/die Griechische spräche und Philoso- Groß-Hertzogund andern fürnehmen anwe-

phie zustudiren/ verschicket haben. senden ins gesichte widersprechen lasten mit fol-

EMchkitl.'A L0Z^81'I1'U1'I()dIdes Größter-- genden formslien: (^uanaoguiäem slorentia Lc

des Gro^ tzogthttMs belangend/ so hat zwar Pabst Pius 8en3(IamerT sunt Kom3ni lmperii,negue zotestj»

^ 'Aklchog Loünum I ZU ^loueny und Aiena/ neczue äebet eirca timlum Ouciz slorentirü Lliczuiäi

zurKöniglichen würde zu erheben/ sich unter- innovan cit52 volun^em c.XsareX ^lsjesstis'fangen; nachdem aber Kayser t^aximiiianus!l alio^uin enim perünebit Ula res rnanisüumsich wider dieses vorhaben zeitig movirte/ und kchusäeln ^jeÜZt-z vrXjuclicium, Ltgue itä tsn-mit diesen Worten: d^on Uadct Italia KeAem niL c^usm non sacstz bzlseditur öc viribus omnlbus äe«<^XiLrem,dieunbefugmß dieser elevztivn Zu vev' liltuetur; d. i. ^achdeln Aouentz und ^ie^stehen gab / muste sich zwar der Pabst beschei- ?m des heil. Rom. Reichs cigenthum un!>den/und davon abstehen; er schickte abet kammet-gütecsind/undalsoohneRaxserl».gleichwol dem Hertzog durch seinen Gesandten/ Maj. emwlüigung bcy der mvettitur eznesden LiZnore ^icbsele Lancllo ^ vermittelst einet Aergogs daselbst nichts verändert wer-ausführlichen Bulla/den titu! eines Qr^uOucÄ den kau: als wird dieser neurung aufsoder Groß Herzogs in Heerurien/ und erhub kräsftigste widersprochen / und der gangeihn damit zu einer solchen mgnität / welche wo- 26W5 vor nun und nichtig erkläret» Gestaltder ftither noch vormahls in Europa verliehen denn Zugleich auch eine solenne schrifftllche Kay-worden. Denn was das Hertzogthum -^it-- serliche prot^non eingewendet worden / mitLauen/dessen Regenten sich auch Grost-Hergo- dem anhang/ wenn der Pabst mit eingriffen inge geschrieben/ betrifft/so ist demselben dieser die Kaystrlichen kelervs^ fortfahren wölke/^barüÄer von keinem Kayser mheilet/ sondern Kayserl. Maj. sich lnit^ den: schwerdt bey ihremeigenmächtiger weise nach den; cpempel des reffet maiuleuiren würden. Es hat aber vorGroß - Fürsten in Moscan angenommen und dieses mahl solch widersprechen nichts geholffen;vingefuhret worden. Die gclegenheit zu die- denn der Pabst wolte sein unterfangen vor kei->ser erhöhung des Hauses ^leäices gab der M- neu fehler paßiren lassen/als er sich denn auch insehen Hertzog (^smo l und /ckpbvmb!!Hertzog derBulla auf die exempel der Päbste / seinerzu >locleu3 entstandene plXceäentz-streit/dahero vorfahren/ ^leXauäri.!!, Innocentu ttl und ttc>-vbgedachter Pabst/solche coutrvvsrs zu endigen/ uooii ili, welche die Croneu von portugalk/weil er die Königi. würde nicht ertheilen könte/ Bulgarey und 'Zrrlnnd vergeben / bezogen/in der mittc l-straste blieb / und Losmum 5 zum und es gegen den Kaystr zu behaupten getraue-Groß-Hertzog machte / ihme auch eine Crone te: Daher und weil die Reichs-Slände durchmit dieser überschrifft ertheiiete: ?ius V.?.ivs.ob diese Neuerung sich heffng omb^irten/ deveximiam ciile^ionem eack.c>IicsLRollZioniL^r?eci. Kayser HeHog Lolmmn als feinen UNd destz)uum(zuo ^utririX NuNium 6c>n3vit° Reichs Vasallen vor den Reichs-Hofrath citi-5Whalt des In dein G roß-Hcrtzoglichen viplomsts oder ret/und desten AbgeordnetemJohann Baptlsta^briefs.^ gnaden-brief erhebet der Pabst aufs nachdrück- ^oncmv eine harte propolmon thun lasten ;lichste des durchlauchtigen Hauses ivlsclices für- gleichwol hat die nahe schwägerschafft/ indem

siuhs/^die auftichtung

S. Stephani/ die wunderbare gute GOTTes der maße/dnß er ihn von dein Reich recogno-

in erhöhung der kleckceorum zuin Fürstenthum lciren und zu lehn tragen solte. Znmaffett

über Zloreutz/ und des neuen Groß-Hertzogs über solcher Verleihung ein ausführliches viplo.

unvergleichlich kluge und gerechte regierung/ ma ertheilet worden. Hat also diese Kayferlk-

dcsten grosse macht zu waffer und zu lande/ che conKrmZtivn das Groß-Hertzogthum m

reichthiuner und schätze/viele Stiffts-undan- Brunen zur rechten corMsntz gebracht/ und

dere kirchen/ und Acadennen; nicht weniger verursachet/ daß darbey die nachkommen biß-

deffen alliantzen und genaue verwandniße mit anhero unverrückt bestehen können. Uder die- ess

Kayscrlichcr Maj und andern christlichen- ses hat der Kayser A.l^ dem Groß - Hertzog/ Komst o?s«

uigen und groffen Potentaten:c. und verleihet wie odgedacht / das prXäicat Kegis he't.

ihm allepi^cminentzien und Privilegien/ wel- oderRönigllcheHoheit/Zusammtdem tracta-

che ein souveraincr Herr in der welt haben ment/ so ein gekröntes Haupt dem andern geben

und gemessen soll und kan; schencket ihme ob- last/ accordiret/ deme auch der Pabstliche und

gedachter mästen eine königliche Crone/wel- Frantzöische Hofnachgefolget.che aus lauter spitzen bestehet / und nur eine er- Was maffen düs Höchfürstliche hanstäehabenelilie vornanderstirne hat/ aufart ej- die drey Haupt-städte.oder vjel!achr.-)/n^e^Niexdpe Haupt - HandlMj - ^)v y y