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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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719
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von dem Groß-Hertzogthum zu Flormtz.

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laßigkeit des Cardinals Cortonsnsls. als Päbst- cilco I von seinem getreuen Rath ^xm'cololichen (Zudsrnatonz j die Mediceer aus haß ge- (ZuiccisrUim beweglich widerrathcn/ worübergen den Pabst verjaget/ und deren wapen an er aber in Unglück kam. Daher x^nci.eol.allen orten/ auch in der kirchen äell' /wnonciatz als er A. W87 von einer vergiffteten torte/ wel-ftlbstzerschlagen/und dem Pabstmehr Verdruß/ che seinembruder zugedachtwar/ mit tode ab-als die gefängniß in der Engelsburg / verursa- gangen/ im regiment der fürtrefflichsten landechet/einen solchen rcspect nach sich gezogen/daß in Italien stinzweyter bruderFcrdmandus/sich niemand regen dorffen/ob schon dieser Fürst Cardinal von Hetrumen / nach abgelegtemsehr übel haushielte. Endlich fiel doch die ty- geistlichen Purpur lücceMret hat. Zum auden-ranney so unerträglich / daß des Hertzogs eige- cken solches Cardinalats hat er ins l^r^numncr Agnat Laurentius / welcher des Pctri kran- zwo silberne stiulen/ iede 120 marck schwer/ver-cisci ^eäices söhn/ und also von der andern kinie ehret/ auch hat er die dritte citadelle zu Florentzgewesen seyn muß/ sich auf anstifften pbüippi erbauet/ und sich in seinem gantzen lande derStro^l wider ihn verschworen/und ihnA.isz? Spansschen besatzung entlediget. Mitseinerin seinem Hause/ indem er vorgab/wie er ihm da Gemahlin Fr. Christinen/ Heryog Carls meine galante dame zuführen wolte / erstochen Lotharingen tochter/ hat er unter andern er-hat. Glcichwol ist dieser nächste Agnat theils zeuget Herrn Costnun, li und vierdten Groß-üus eigener furcht / theils wegen des verübten Hertzog/einen Gemahl der Ery-Heryogin inmords/nichtzurluccellion gekommen/ sondern Oesterreich/MarienMagöalenen/Rapserhat viebneht flüchtig herum vagiren und endlich Ferdimmdens li frau schwejker / welcher A.durch eines mörders Hand seinen geist aufgeben 1629 dem Herrn Vater im regiment nachgefol-müssen. Indessen hatte der ermordete Ale- get/und hernach A. 1621 die schuld der natur be-^ander eine wichtige citadelle zu Florentz er- zahlet. Sein Herr söhn und nachfahret in derbauet/ auch waren die vornehmsten familien in regierung / Herr Ferdinand ist ist stimt seinerder stadt gedemüchiget/und Kaystr Carl v schü- Gemahlin Fr. ViÄoria Kovore-i, Friedrichs deshcte das Medieeische hauß/daher die Florenti- letzten Hertzogs zu Urbmo tochter/ gestgnet ge-ner alte Nepttblieanische gedancken fahren las- weftn mit zween söhnen/ Herrn Cosnw ttl undsen musten. Also haben die Herren Ackw und Herrn ^nceicv Ui »eeruri^. Er stunde demvierziger zu Floreny den prinyen Coß- Hertzog zu Parma wider Pabst Urbauum Vtilwum/H.Johannem/eines tapffern Generals/ in der streitigkeit wegen des Hertzogthums Ca-und Fr.Marien Salviaten/einer fürtrefflichkn lkro bey / und starb A. 1670 den 4 Mali mit 59Matronen söhn/ (dessen Ober-alter Herr vater/ jähren/ im funffzigsten jähre seiner regierung.H. ^.orenzo t^eUices, des Johannis HurieM) In der regierung hatte er zum Luccellvrn den .

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Seine ersteverrichmng war diese / daß er den aufressen fast durch gantz Europa bekandtge-abacsagten ftind des Mediceischen geschlech- macht. Dero Gemahlin ist Fr. Margare-ts/ nemlich ?itip'go 5tro2?i, nebst IZ andern tha ^oupse/ Hertzog Gastonis Johannseines anhanges enthaupten / und noch eine Vapnsta zu Orleans hinterlassen«: Fr. toch-eitadclle zu Florentz erbauen ließ. Diesen hat ter / angetrauet A. 1661 / mit welcher er gezeu-

hernach Pabstl'ius V A.^zum Groß-Her- get

yog von Floreny creiret/ wie bald hernach i Den DnrchZauchtlgsten Erb-priny/Derokm-

mflmchrernangezeiget werden soll. ZurGe- Herrn Ferdinand ni. geb. 9 Aug. i66z/wel-mahlin hatte er sich obhochgedacbte numchr cher sich A. 1689 mit Prineeßin OtolanraBea-verwittibte Gemahlin/ die Princeßin Marga- trice ausBayern vennahlet/von derstlben aberretben/ erwehlet / konte sie aber nicht erheben/ noch keinen leibes-erben gesehen,denn der Pabst warb dieselbe vor seinen Ne- 2 Fr. Anne Maria ^.ouxse / geb. n Aug.

Voten o^vium ?Zrnese. Dargegen aber l66s/dieA-t69l S. ietzt-regierenden Chur-vermahltt sich Hertzog Cosmus/ :nit einra- Fürstlichen Durch!, zu Pfaltz Gemahlin wor-thung des KaystrS / die princeßin Eleono- den.

ram/ H. petn äe loleäo. damahligen Viee-Ke z Herrn Johann Gaston / geb. 2-4 Majtnt Napoli/ tochter; welche der Kayserlichen 1671/ welcher A. 1697 des letzten Hertzogs zuMajestät auch mit blut-freundschassc verwandt Sachstn-Lauenburg Fr. tochter / und pfaly-war. Er verließ A. 1574 drey söhne/ deren grafPhilipp N)tlheln,s zu Neuburg Fr.der älteste Herr Frany ! Groß-Heryog/gc- rvittbe/Anna MariaFrancisca/zur Gemah-bohren A. rs4l/ dem Herrn vater in der regie- lin erwehlet hat / aber gleichfalls mit derselben

in einer unfruchtbaren ehe lebet/ und ist esmerckwürdig/ daß alle drey Groß - Herhoglichekinder mit keinem ehe - fegen erfreuet worden.

Sonst hat höchstgedachter itzt - regierenderHbrtzog eine nicht allzu vergnügte ehe

rung gefolget/ und mit seiner erster» GemahlinFr. Johannen/RapserFerdinandens l Fr.tochcer/zwo tochter/ nahmemlich princeßinEleonoren Heryogs Vmcenyen zu Man-tna; und Princeßin Marien/ Aönig Hen-richs -vin Frankreich Gemahlin/erzeuget, mitstinerGemahlingeführet/welchesilutauchVa: der zwemen / nemlich Blanca Capella/ vielleicht zu der obgemeldten reist in fremde lan-einer Staats-tochter der Republique Vene- der veranlasset; ininasstn denn stibige/als die

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