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Des Europäischen Herolds vierdte Haupt-Handlung
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aber der ^rancilcanorum Lonventualiuin
zum General - Vibrio des Rittör - Ordens/welcher die gewalt haben solte/entweder selbst/oder durch LommiKänoz. die er selbsten verord-nen kan/Ritter zu schlagen.
II Vie Gitter des heil. Geistes in 8axizKU Rom. Diese sind entweder um das jähr»198 oder i2Oi entstanden/ und haben von demHospital des heil.Geistes an der kirche s.^aria in«Lxia jhrebenennung überkommen. Ihre ge-ßübde bestehen in der keuschheit/ armuth/ ge-horsam und dienste der armen / dahero sie ingedachtem berühmten Hospital vor die kran-ken/ pilgrimme/ hauß-arme und fremdlingesorge tragen/ und dagegen jährlich überIOOO0O golo-gülden einkünffte haben. IhrOrdens-Vorsteher wird ?rXLepwr genannt.Sie tragen ein weisses zwölffeckigtes Patri-archen-creutz auf ihrem schwachen geistlichenKleide / und folgen der regul 8. ^uZuttini.
III Die Ritter von S. Maria zu ^oret-to/ welche Pabst 8ixtu8 v um das'jähris8?Sestifftet/und war ihr Ordens-zeichen das mut-eer-Gottes-bildzu Loretto.
IV Die Ritter von der Älie erkennenPabst pZulum in vor ihren stiffter/ welcher de-ren 50 verordnete/ ihnen Vüerbo zur residentzbestimmete/ und ihnen das in itztgedachter stadtbesinnliche mutter-GOttes - bild aä (^uercumauf einer / auf der andern feite aber eine großehimmelblaue lilie in einem güldenen ftide zumOrdens-zeichen gab.
V Die Ritter des Herrn zuRon:/ welche Pabst Sannes xxil A. 1320zu Avignon gestifftet/ worauf PabstPaulus vnachgehende diesenOrden erneuret hat.
Hiernechst haben auch die Malteser - Rit-ter ihre eigene Nation in Italien/deren Groß-kriorzu Romrelläiret.
Ursachen/ N)nrum der pabst keine gemahlitt neh-«urum der ,nett darf/ darüber wird verschiedentlich raiso-devmthet- niret. Gumahl würde ein großer train undprach.t eines so großen ftauen-zimmers/als diesrau Pabstin seyn müste / der gravitat diesesHofes wenig figur und opmion zur Heiligkeitgegeben haben/ zumahldie weltglauben sollen/der pabst führe ein engtisch leben/ undwisse von keinen fleischlichen lüften. Sowäre der Päbstlichen macht dadurch auch ei-tle große schwäche zugezogen worden: denn einHerr/ der Gemahlin und kinder hat / dencktnatürlicher weise auf deren standmäßige Ver-sorgung/ darüber der gemeine Staats-nutzofft mercklich leidet. Welches man au demAlexandro vi und Paulo m befindet/die ihrenbastarten so viel gegeben / daß es der stuhl zuRom noch nicht verschmertzen kan. Vielleichthat man auch besorget/es mögte ein beweibterPabst das Pabstthum erblich machen/undauf seine äelcenäentz bringen/welches aber derMonarchie bald eine andere gestalt zugezogenhaben würde. Denn die umerthancn diesesvermählten Herrn/ das ist/die Cletifty/ wür-den bald ein exempel daran genommen / undsich aufs kinder-zeugen gelegt haben/ wel-ches der kirchen interesse zu bodengeworffenhätte.
Von der päbstlichen capelle ist folgen-des qnzumercken/ daß der Pabst funff ftüh-
und zehn vcspex-ämtern/ wie auch vierzigsolennen messen beizuwohnen pflegt. Am
Christ-tage/ aufOstern und S. Peters-tagemuß er das hohe amt selbst halten/ zc> mes-sen verrichten die Cardinäle/und sieben dersel-ben die Patriarchen/ Ertz-und Bischoffe.Bey einer Päbstlichen celebrirung ist merck-würdig/ daß der heilige vater das evangeliumin Latein-und Griechischer spräche verliefet/ unddaß er das heilige abendmahl nicht beym altar/sondern auf seinem thron / und zwar die Hostievom Lubäiscono, den kelch aber von einemCardinal annehme.
So offt sich der Pabst dahin begeben will/müssen ihme die Cardinäle aufwarten/ und ihnzur Omera allwo ihn: der pontilica!. Ha-bit angeleget wird / und ferner in der proces.5ion, dabey viel geist-und weltliche/ adelicheund andere bedienten sich definden/ zur capellebegleiten. Und wird der Pabst von zwölff?a!zfremeri in rochen langen rocken auf einerbühne getragen. Uber dem Haupte desselbenwird das cscciamoicke oder schirm von weis-sen pfauen-federn vonzween perfonen geführet.Zur feite gehen der Kammermeisterund Ober-schencke. Diese proceMoa gehet zwischen derauf beyden feiten mit Helleparten auswarten-den Schweitzer - garde. Wenn er die beneck-öiion mheilet/ fället das volck aufdie knie/ dieCardinäle aber beugen sich etwas zur erden/und ist iederman entblößet. Beym eintritt indie capelle w irdder Pabst aufstinen thron er-haben/ mit dem hand-kuße von den Cardinä-le» beehret/ und setzet sich ieder an seinen ort;außer die zween Cardinale/ welche aufwartenund zu beyden feiten stehen / das pluviale oderHandtuch und die mütze und baret dem Pabsteabnehmen/ und wieder aufsetzen/so offt es vonnöthen/ wiewohl auch diestn Cardinäle» dassitzen unverwehrt. Die Gesandten aber undFürsten müssen allezeit stehend bleiben.
_ Nach dem ceremonicl/welchesPabst.sulm5 II Am verA. 1504 reguliret / sollen die gekrönten häu-pter und FürftLn folgenden rang bcobach-N-ten/^ die Römische RapserlicheMajessat/2 der Römische V»önig/z der KöniginFrankreich/ welcher sich zwar weigert/ demRömischen König den rang zu.lassen: alleinder caluz hat sich in zweyen Leculis nicht ereig-net/ wird auch so bald nicht vorkommen / undda die Gesandten conein-nren solten/ würdendie Frantzosen nicht weichen / zumahl sie demKayserlichen al psro oder gleich tractiret wer-den. Daher der Pabst/ wenn er messe hält/beyden zugleich das rauchfaß pl-gckemiren läst/und auch Heyden zugleich audientz ertheilet. 4der König in Spanien eompetirct mit Aranck-reich/ und kommt dessen Gesindter deßhalbevnicht zur capelle. Denn es hat weder der Kay-ser noch die Cron Spanien den Pabst in ent-scheidung dieser pra-cedentz-chche zum richter lei-den wollen/daher sich auch in dergleichen dar-nach keines weges geachtet/ was er verordnet.
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nenl! ersuchte/ er wolle isich inerörterung derpl-XLeäsntz^streitigkeit zwischen dem Frantzöi-schen und Spanischen Botfchaffter nach demPäbstlichen rezkuttu!: vichttn/ sy sab der Kay-
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