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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
628
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DesEuropäischenHcrolds vkrdte Hsupt-Hüttdiung

verschlossn / und alles volck über einen häuf- lichen Primat fürnehmlich auff obangezeigtes

fen excommuniciret werden müßeN; fundamenl der Würdigkeit und plXceliLntz i)er

vilk Durch Ein kluger kunstgriff der Romischen poli- stadt Rom; tttit der zeit aber/ und nachdem

Lät'de'öÄiü dieser/ daß das ittteresse dce die Pabste die ^xwmüta LxNeopi Oecumem-

Nchell^n,' gesammten Gerssligkeit hohen und lue- ciuNdcapitiZ vlsibllis öc mfMblllzLccieslXzu süh-

lercsse. drigen Landes aufs eine wundersame art ren angefangen/ haben siedle/ ihrer meynung

dermaßen einförnüg und universal war/ nach/ dem Apostel Petro von dem HErrn

daß ieder durch beförderung seines vortheils Christo allein anvertraute Himmelschlüssel Schlei

auch zugleich eines andern und das gemeine oder die gewalt zu losen und zu binden/ Hun-S-Pm-^

intereste der Clerisey beobachten und fördern mel und Hölle auszutheilen/ sich eintzig undal-für

muste/ und auff des Römischen stuhls lein hinausgenommen/ und aus der affectiven

nentz so leicht keiner von der untergebenen Stadthalcerschajst Christi viel zu ihrer erhö-

Gcistligkeit jaloux werden/ Neuerungen anrieh- hung gereichige cuMetzuentten tormiret/ und zu

ten/und den respect desselben'verringern kon- verüben begonnen, llnd stießet daher der^ .

te. Vielmehr arbeitete manniglich an die- volle strohm aller pabstlichen Regalien/

fem grossen bau desto fleißiger/ ie gewiss'rer zumahl aber der höchsten geistlichen ge.ckung.

der belohnung vom Hofe aus/ auch im gegen- richtbarkejc / welche das darbey waNcnde

theil des falles / welchen er mit umkehrung große interesse auch auffdie weltlichen Handel

des Pabstlichen thrsnes zu gewarten hatte/ proroZiret/ die exemrion der geistlichen per-

verstchert war. sonen und guter von aller weltlichen

/x Durch Damit auch die hochachtbarkeie des obrigkeitlichen gewale/ und schuldigen pr-e-

des geistlichen standes desto eher erzielet und Hey- Nationen / der darauff erfolgten oberbormä-

Kes- ^ ^ behalten werden mochte/ hat man den gottes- sigkeitüber die Artz^und Vischösse /Aeb-

dtenss nüt dergrösten maZniüceny/ pracht te und immeäiute Prälaten/ und deren ju-

und herrllgkeit /so wohl was die Personen der nsciicNion> über die übrige unter ihnen stehende

Priester und deren hohenpriesterlichen kostbaren Geistligkeit; die translationes der Bischöffe

ornat/ als die bekieidung der kirchen - capellen von einem Bistthum zum andern / erzwingung

Und altäre betrifft/ angeordnet und viele ans des summentt naebtZtts an den stuhl zu Rom/

dem Juden - und Heydcnthume auffgewärmte desgleichen die inveliiwren und conlirmationes

ceremonicn eingeführet/ die leute mit schönen aller geistlichen würden und amter / conleri.

musicalischen er findungen zur kirchen und zu rung der Pallien/ die /Winten und dergleichen

mehrern clevotMu gezogen^ welches auch schon dinge Mehr.

im vierdten seculo sich so ungewöhnlich anließ/ Im achten seculo thate der Schottischedaß ein heydnischer Bürgermeister zum Rö- münch Wanfried/ der sich hernach LonUa-chcrMim,>ecmischen Bischoff sagte: Macht mich zum cium nannte/ dem Pabstthum dadurch einen ^Prälaten allhier/ so will ich alsbald ein hochersprießlichen dienst / nicht sowohl/ daß erchrist werden : Denn es hatte Valen- die christliche Religion in vielen Provintzitntinian die Hoheit und dignität accordiret/ Teutschlandes zu pflantzen/ und die von ihmso muste also auch der Staat höher gesühret erbauten kirchen an lehr und disciplin zu ver-werten. Weil nun die bösen exempel andern bessern bemühet war; sondern daß er diebald zur nachfolge dienen/ so wurden die Ori- religion und kirchen-- ceremonicn nach dem lkvloentalischen Prälaten dadurch veranlasset/eben des Nomischen stuhls einzuricyten/ und sol-dergleicheN zu thum cher gestalt zur Pabstlichen souverainite hmLatttnische Die LNtejmsche spräche/ so eintzig und a!- und wieder den grund mit Zu legen sich befliße.

Ut die ei- ^ür beym gottesvienste zu gebrauchen/ist ein Damit er nun zu seinen expeäitionen destsmehrmgkeir der band/ wodurch in allen orten der kirchen ei? ansehen haben möchte/ reichte ihm der Pabftkirchen. nigkeit erhalten wird. ^ den bischoff-stab / und endlich den titul eines-r^ios.a Zu behaupmng derer ans denen Pabstlichen ErH-Blschoffs zu Mamy / verordnete ihn^st^^j.'dr-z^tioneUerdichteten glaubens-artickul/ und zum vicano; mit der vollmacht und gewalt'i^.uonen erklarung der H. schrifft/ wurde die von 'dbo- eonciiia zu beruffen/ an denen örtern/ die er be-ms ^uino, petro I^ombsräo und andern 8cbo^ kehret/ Bischöffeein-und abzusetzen/und der-lsMci; nach der heydmschen Philosophen er- gleichen PabstlicheRegalien mehr zu verüben,findungen neu ausgearbeitete 'l NeoloZis n bols- Es käme ihm und seinem hohen Herrn Com-ics mit solchem ajzplsulu angenommen / daß mittenten zu statten ' daß Rönig Carlemanttman Nicht nur die NuMosos ^NeolvAlX mehr zuLoilsonsden 8oni5scium ersuchte/ die kirchendarauff als auffdie bibel und pmxm der er- in seinem Königreiche zu v-tmrcn und diesten kirchen wiest / sondern auch den erstge- distiplin einzurichten: denn dadurch bekäme dernannten schul-lehrer/ seiner dem Pabstchume Römische stuhl ein starck pr^uä-cium undgethanen sürtresslichen dienste halber / Do- a^tum ^olleNönum vor sich; inmassen LonNs-ökorem 8ersj)Mcrrm und ^nZellcUm nannte / ja ciiiz in Frankreich und Teutschland 8)moc!o8ihn selbst csnonisirte. hielte/ und denensttben als t.Egatn8iecUz kv-In denen ersten toculiz, und da das Pabst- manT pr^Nämte / auch zu wege brachte/ daß inthum noch jung war/ rühmettn sich die Bi- dein ersten LoncUm die Geistlichen den Ro- .

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