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vondcinFrcy-Staatc zu Gcnff.
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heitundrespect auffeinmal)! entzogen/und sichjn eine vermeinte freyheit unter faveur derFrantzöischen und Schweitzerischen alliantzversetzet hätten. Auff diesen gründen ruhendie thatligkeiten/ welche das Fürstl. hauß inden jähren 1561/78/75/82/89/1602 und 1609/ja auch noch 1647 durch anHaltung eines Mi-nisters und citation etlicher untmhancn nacherckamber^ verüben lassen. Was aber die Ab-geordnetederstadt bcy der nach erfolgtem Ver-vianischen frieden A. C. 1559 zu ^ermanczangestellten <^onferentz/und seither anderswodargegen vorgestellet/ solches ist beym Herrn«Zs i'Kou im t2s buche seiner Historien ausführ-lich zu befinden. Als A. 1687 die Cron Franck-reich durch das Parlement zu vyon die geist-lichen nach Geneve gehörigen intraden desländleins von c^ex reumren ließe / ombrZZ.rtesich der Staat sehr dargegen/in Meinung/derHertzog zu Savoyen habe seine ansorderun-gen/ die auff 9 biß 10 Millionen angeschlagenwurden/ an Franckreich cediret/ dessen effect dieconiilcAtion der^exer gefalle wären / beschwer-te sich dannenhero bey der SchweitzeristhenVersammlung zu Ober-Baden/mit anfüh-ren/was Massen sie dieses ländlein von demCanton Bern/der es A.lsz6 erobert/rechtmä-sig erlangt/ und ihnen eine ruhige possell' inverschiedenen tra<^3tibu8 puklici« zugestanden/sonderlich in dem kecessäe A. 1564 zu t.sus3Nnegemacht/ welcher A. 1589 bekräfftiget worden.Die Camons Zürch und Bern nahmen sichihrer an/ schickten zween vspurirten an denFrantzöischen Hof/ man wslte ihnen aber nichtzulassen/ sich vor dem Könige zu decken. Da-her sie aber auch keine audientz nahmen/ nochdas gewöhnliche geschencke aLccptirten / son-dern beßere zeiten und conjun^uren erwarte-ten/ wie auch hernach in dem Kayserlichen undSavoyischen kriege erfolget.
Unter allen desseins aber/welche die Hertzo-^ge von Savoyen gegen Geneve vorgenom-men/ ist die so genante Llcaiaäe oder das lei-eerskeigen am denckwürdigsten / welcheskürtzlicd auff folgenden umständen beruhet.Unerachtet der A. 1598 zu Vervins/ wie auchder A. i6oi zu Lion geschlossene friede denGenffern eine erwünschte ruhe versprochenhatte / über dieses auch Hertzog Carl Ema-nuel des i Gouverneur von Savoyen und Ge-neral Lieutenant Albigni/im nahmen S. Kö-nig!. Hoheit zweymahl an den Magistrat zuGeneve schrieb/ und selbigen aller nachbar-.liehen freundschafft versicherte; so machte dochgedachter Albigni nebst dem Gouverneur vonLonne, Krun3ulieu genannt/ denn Decembr.2t. 1602 einen heimlichen ansHlag auf diesestadt/ und gelangete mit ungefähr 1200 mannein wenig vor Mitternacht vor dem stadtgra-ben an/ da denn ihr eiftr so groß war/ daß vie-le aus dieser mannschasst sich/ nach abgelegterbeichte und empsangung des abendmahls/ ver-schworen/ entweder die stadt zu ersteigen/ oderdas leben zu verlieren. Hierauff stieg Lru°
nsulieu mit denen hierzu auffeine besondere artzugerichteten leitcrn voran in den graben/ undeinige andere waghälße folgeten ihm hurtignach/ da sich immittelst die übrige mannschasstauffdem vor dem neuen thor befindlichen platz/?l3in - ?3l3i5 genannt / in ordnung stelleten.Nachdem sie nun die leitern an die maurengelchnet hatten / fieng Lrun3uUeu nebst denHertzhafftesten an / in die höhe zu steigen/ undäibigm stunde nebst einem Jesuiten unten ander leiter/ welche den steigenden einen muthzusprachen. Diese aber wurden nicht wenigstutzig/ da sie / abgeredeter maßen/ niemandoben auf der mauer sahen/ der ihnen die Handreichen wolte. Als sie nun auf jener jeite wie-derum hinunter gestiegen waren/ giengen etli-che von ihrenOfficirern in oer stadt herum/zurecoAnoscirm/ da immittelst 2OO mann hinaufgeklettert waren / wobey sich auch diejenigenbefanden/welche zangen/nagel/ pctarden/ undandere benöthigte dinge bey sich hatten. Jeden-noch konte dieses alles nicht so stille zugehen/ daßnicht eine schildwache ungefähr etwas rauschenhören/ welche den Corpora! rief und lärmenmachte. Weil sich aber örunauUeu vor starckgenug hielte/öffentlich zu agiren/ so fasteteer den schluß an vier orten zugleich anzufallen/und einepetarde an das neue thor zubringen/sich hierdurch so wohl den rückweg zu bahnen/als auch dem auffdem lUam - ?3t3l5 stehendensuccurs den eingang zu eröffnen. Ehe manaber die petarde anschrauben konte/ hatte einsoldate von der garnison allbereit das schutz-gatter niedergelassen/ und immittelst erschalle-ten die stürm - glocken durch die gantze stadt/dergestalt / daß sich iederman zur gegenwehrermunterte/und die verwegenen steiger nachihren leitern zurück zu lausten nöthigte. Alleindiese waren schon durch die canonen von einembollwerck niedergeschossen worden/ welches ver-ursachte/ daß die stürmenden mehr als 200mannverlohren / indem in der stadt67/ indemgraben aber ungefehr izo ums leben kamen/undiz gefangen wurden; dahingegen dieGenfferihrer ftits auch 17 todten zähleten. Hierauf ließderMagistrat zu Geneve noch selbigen tages einurthei! über die 15 gefangenen aussprechen / ver-möge dessen selbige umfuhr nach Mittage aufeinem bollwercke aufgehanget wurden. Die 67in der stadt gefundene todten cörper aber/ wel-che meistentheils Officirer gewesen waren/wur-den in die Kbone geschmissen / und die köpffe aufgedachtes bollwerck gestecket.Denen 17 vor dasVaterland gestorbenen richtete man an der aus-sersten mauer der kirche 8. LervM eine grab-schrifft aus/und hielte ein öffentliches danck-fest/welches noch biß auf den heutigen tag jährlichgefeyret wird. An dem orte aber / wo die Sa-voyer die stadt bestiegen/ist hernach mit Hollan-dischem gelde ein treffliches bollwerck/ welchesman!e Luttion cle Nollanäe nennet/ erbauet/ unddaran diese Worte: Lx ^lunittcsntia illuttrilL»
Lc LrXpot. Orttinum ?oecler3ti öelgii einge-
hauen worden.
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