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von dem Frey-Staate der vereinigten Niederlande.
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MD-Mische
mee von mehr als 30000 mann auffs land zustellen.
Der General-Gouverneur zu Batavia/unddie ihme zur Haupt - regierung zugeordneteRät he/ führen das Gouveruo über alle ande-re Gouverneurs/ so auff denen küsten hin undwieder reliäiren; und verwalten die hohe machtund ober -gewalt an statt der General verei-nigten geoctroyrten Niederländischen Ost-In-dischen compagnie in Indien.
Der mehrere nutzen / welchen diese compa-gnie vor sich bracht/ ist die conquestirung sovieler bequemerörter unterwegs auff Verfahrtnach Indien/ zumahs in Africa/ allwo sie sichvor wind und wetter zu verbergen/und erfri-schung zu nehmen / nicht minder auch der hand-de> geniessenkönnen. Ferner ist es ein grosses/Mwo--daß ausser dem reichen prosit/ welchen dies«' compagnie aus Hranckreich/Spanien/ Ita-lien / dem Mittelländischen meer undTeutschland ziehet/sie auch zur meiste:schafftder gesummten Nordischen Handlung«?Europa/ als in Mossau/ Polen/ Pom-mern/ Schweden/Danemarck / und dergantzen baltischen see empor geholffen/ undmit dem specerey - Handel der orten destomehr thut/ dieweil dieser lande einwohnersolche waaren vor das delicateste und beste hal-ten.
Die West-Indianische compagnie ist et-was später/ nemlich erst nach ausgang deszwölff-jahrigen Spanischen stillstandest. 1621auffgerichtet worden; und zwar anfangs mitso grossem glück und gewinst/ daß nicht nurder Admiral Peter Hain die Spanische gold-und silber-flotte ertappet und gebeutet/sondernauch mit der Spanier und Portugiesen gros-sem Verlust unter priny Maurigcn vonNassausast gantzBrasilien eingenommen/und das Gouvernement und Staat der com-pagnie nach dem epempel des Ost-Indianischenausskernam'ouco geleget und wohl eingerichtetworden. Diese West-Indianische compa-gnie war bereits t. 1607 auffs tapet kommen/indem ein kauffmann von Antwerpen/ welchersich in Amsterdam niedergelassen/ nachdem eraus Brabant der religio:? wegen verjagt wor-den/ nahmens Wilhelm Usseliux/ den kauff-leuten den gantzen Handel in America offenbar-te/ und ihnen hierzu eine begierde erweckte/ wel-che aber wiederum erloschen/biß solches vorha-ben in obgedachtem jähre zum stände kommen.Der erste kbnä dieser gesellschafft erstreckte sichauff 8o tonnen goldes/ und würde ohnzwei-Uachen ih-fentlich nechst GOTT eine weit grössere macht"r schwächt.cmf America zu er?verben gewesen seyn/ ?vannder eigennutz und dieallzugrosse austheilungenan die participanten die macht der compagnienicht geschwächet/ und man sich mit mehrerkriegs-macht zu waffr und lande / so wohlwider die Spanier und Portugiesen/als auchdie rebellischen Brasilianer/ versehen hätte.Allein/ well die sscietät mehr auffHand-lung und gewinn als conquesse»? undZwang der wilden bedacht gewesen/ her-gcgenzu wenig volck und kriegs-schiffe unter-halten/ ist das ansehen der compagnie in diesenlanden sehr gefallen/und fast gantz Brasilien/wie auch der saltz- Handel auff West-In-
dien verlohren gegangen. Das wenige/ wasnoch an conquesten übrig/ ist oben berühretworden.
Die 8urir,2mische Kolonie haben dieSeelan- Die Surf,der erstlich den Engelländern durch die waffen "«"nisch^genommen/und bey den Staaten von Seeland "A. 1682 der West-Indianischen compagnie voreine gewisse summe geldes übergeben/ biß sol-che Laiomenach der zeit in drei) theile abgeson-dert worden/ darvon der eine theil der stadtAmsterdam/ verändere der West-Indiani-schen compagnie/und der dritte dem HerrnV2N Lommeisäyk zukömmt. Es hat auch die-se compagnie ihre gewisse Ls^intbebbers oderVlieäiore8/ wie auch einen präsenten/ Vice-?rXiiäenten / schreibet' und Wey rechenmei-ster.
Die Grönlandsfahrer haben auch eine be- Grönkands-sondere gesellschafft oder Moscopey/ und wie- kahrer.wohl andern mehr nach Grönland zu fahrenerlaubet ist/ so darffdoch niemand/als die erst-gemeldten / daselbst landen. Diese bringenjährlich eine grosse menge wallfische/aus wel-chen sie tran kochen/ und ist der nützlichste un-ter allen fischen derjenige/ welchen die Hollän-der Lrsnä-b^ nennen.
Hierauss folget die fahrt aussder Mit-Straßen-,telländtfchen see/ welche schiffleute die 8traat-fahrer.V33rcler5, oder straßenfahrer/ genenner wer-den. Dieses seynd meist grosse zum kriegewohlgerüstete schiffe/ welche ihren lauff durchdie straße oder das 8tretco äi Libraltar nach al-len Jtaliänischen Häfen/ ?vie auch nach Smir-na und andern Barbarischen und Türckischenörtern nehmen: Daher solche fahrt nechst derO^-Jndianischen compagnie vor die allerzu-traglichste zu halten ist. Die waaren/ welchesie von dar abholen/ sind reis/ kümmel/ lein/feigen/ rosinen/ mandeln/wein/ öl/ gra-nat-und andere apfel/cartun/ feide/ stoffe,
Türcktsch garn u. d. g. Diese Handlung istso wichtig/ daß zu Amsterdam derhalben eineKamer V3N clireätie ist aufgerichtet unter demnahmen der vireAorn von der ^.evantischenHandlung und schiffahrt auf der Mittel-ländischen see. Auch ist zu Constantinopelein Ambassadeur/zu Smirna aber und an an-dern orten seynd Lonluls bestellet/in ihrer Hand-lung und gerechtigkeit nicht verkürtzet zu wer-den.
Die Mossovitische fahrt äuf Archangel Moscoviti-bringet jährlich eine grosse anzahl schiffe dahin ^ fth«.mit vielem geld/tuchern/wein/heringen/pa-pier/ bieber-fellen u. d. g. Dargegen brin-gen sie zurücke sau-borsten/ elends-häute/bely-werck/hanff/ juchten/ talck/ hau te/ ca-bliau/pot-asche/gesalyenen und geräucher-ten lachs/wachs und andere waaren mehr.
Die Spanische und portugiesische Spanischefahrt ist bißhero nicht minder coniläemble gewe- g^Msen/indem die vereinigten Niederlande dadurch fahrt,mit angenehmen weinen/confituren/ citro-nen/pon?eranyen/Sinesischen apffeln/ fei-gen/rosinen/saly/ wolle/ und vornehmlichmit Indianischem siiber / hauten/ spece-rexen und dergleichen versehen werden.
Die Zrany - fahrer bringen an statt der^utz-fah- ^waaren/ so sie in Franckreich geführet/dargegenwein/saly/papiep/castanien/und allerhand
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