54» Des Europäischen Herolds dritte Haupt-Handlung
reich errichtete armMumm bey dem besttzungs- die stete nicht ausrotten mögen / sondern es hatund andern rechten befestiget. sich dieselbe heimlich mit macht ausgebreitet/
Das Armi- Hergegen aber wurde der Staat inner- und dem Staat seither nicht wenig schwäche zu-AtatlMe lich durch das Arminianische Unwesen sehr gezogen. ^
verunruhiget. Derursprung desselben rüh- Diests ist noch merckwurdig/daß dte Gene-Staatmin-ret etwan daher/ daß die Darnevejdische ral-Staaten die der V.ömgin LLlisabech^o^ncmche Printzen beschuldiget / er und eheniahls verpfändete städte und posten m
sein anhang suchten die landes - regierung in in Seeland wieder emgeiöset / und hat dar.""'einen Püncipat zu verandern / es wäre von mit die alMentz eines König!. Englischen Ji-m-priny Wilhelms zeiten heimlich hieran ge- llci in der Staaten vergaderung aufgehö-arbeitet/und numehro/da bey währendem krie- ret. S^st aber hat Römg Jacob mit et-ge des Oranischen und Nafftuisichen hau- lichen Niederländischen kaufflemen/ welche die
ses autoritär zu größern flor gediehen / dahin Englischen müntzen wider verbot aus dem Rei-
fortgerücket worden/ daß wann nicht der gros- che überschictt / sehr hart verfahren / und sie
se eyfer der vor den Staat wohlgesinnten das um 190000 pfund sterlings^oder 760000 Kö-
srmMinum heraus gezwungen/ stlbige die sou- nigs - thaler gestrafft/ darüber mancher arm
verainitat würcklich affectiret haben würde, worden.
Hergegen beschuldigten die Printzischen jene/ Der dritte ?erio(lu8 fangt sich mit dem DM...
sie liebten die alte stlaverey/ wollen lieber 1621 jähre an / da man sich nach ausgangob-lVchtdG
Spanisch als frey/ und auffrichtig Calvinisch ermeldten waffen - Stillstandes zum krieg^ Twu.
seyn/welches nicht nur die austrliche sitten und wider Spanien rüsteye. Und in diesem
westn/ sondern auch die stete des ^rwinlani?mi, jähre starb Römg Phttlpp lii in Spanien/
welches vor eine mittel - partey zwischen Cal- seinen Herrn söhn Ronrg Philippen i v zum
vinisten und Catholischen gehalten wurde/ be- Reichs-nachfolgcr verlastende.Es beschloß auch
zeigte / als welcher sie alle beygethan wären. Lry Heryog Albertus bald darauffsein le-
v. Jacob ^rminms hatte in wahrender pro- den zu Brüssel und behielte dessen frau wittwe
teilte rbeologic^ zu Leyden von der gnaden- die Infantil? IjsibeUa das regiment. Die
wähl und dergleichen articuln etwas gelinder/ Verfolgung des kriegs aber wurde dem Gene-
als andere Reformirten/ gelehret/ dessen mei- ral Spinola aussgetragen/ welcher A. 1622
nung anitzt A. ?6iO nach dessen tode ein ande- aus der Pfaltz mit einer sieghafften armee an-
rer prot«l!or auch daselbst/ nahmens ^nciicus marchine/ weil man seiner aufKayserlicher sei-
Qumsru8, rcfurirte/ und so wohl bey dem ten nach erhaltung der fchlacht auffdem weissen
Kei io, als zumahl dem gemeinen manne/ durch dergemicht sonderlich mehr nothig harte / und
gantz Holland starcken beyfall fände z da her- Bergen opSoon? wie ein morgen-brodt weg-
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Pritlh Mo.' erwachsen sind, printz Moriy schlug sich die Mauritius - schanye am Vos - meer mitMnde/die er zur Goinaristen partey/ und als der pöbel zu list ein; und bemächtigten sich endlich im sol-ider dämpf -Alckmar/Utrecht Heyden/Amsterdam und genden i62ssten jähre der sestung Bredaanderswo auflänffe erregte/ bediente er sich der durch langwürige belagerung und Hunger. Dieoccallon, seinen bisherigen Verfolgern eines an- Holländer aber wurden durch zwey tapfferezuhangen/ließ die haupter desselben/ nemlich den aus Deutschland verdamme Generale/ nemlichVON (L>ldenbarneveld / tiui;0oem Lrorlum , GrasLrnsten von Mansftld / und HeryogAdolfen von der Male / Rumold ttuZsrde- Christiane,? zu Braunschweig vcrstaräet/vom und andere mehr gesangen nehmen/die Ar- und Printz Moritz eroberte Cleve/ Monöel-minianisten ihrer obrigkeitlichen ämter emst- berg und Goch: Auf Antwerpen abertzen/ hergegen die kt^moullranren darzu glückte ihm sein anschlug; darüber/wie auch die kumw ihmbefordern. Dem ersten wurde sein proeeß im viele heimliche Nachstellung der Arminianer/drey und siebenzigsten jähre seines alters nm undsonderlich der Barneveidischen söhne / er in M M-dem schwerdte gemacht/ungeachtet viele Konige eine melancholische kranckheit verfiele /und den ^"ch.
und Fürsten vor dieses sürtrcfflichen greisstnleben >n>er eäirten; und wollen einige vor ge-wiß behaupten / daß Printz Moritz denselbenmehr aus einer privat-rache/weil er seinem vor-haben/ um die oberherrsc!>asst über die vereinig
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. g Aprilis A. 1625 zu grossem leidwestn des.Staats abstürbe. Ihme folgte in denen hohenchargen stin Herr bruder pnny ^ek?richFriedrich/Gras zu Hassan / welcher A. 1626
^ .. - .. .. ^ - die stadt Oldenstel/und das folgende jähr die
ten Niederlanden zu erlangen/htnderllch gewe- G^i! einnähme.
ftn, als daß^er eines wahrhafftcn Verbrechens Bißh-r halten die Holländer sich um dieMder dm (Staat hatte können überführet wer- coniinercien mif die Niest - Indlfchei, kü-
aber durch list seines weibes in einer büchiheraus gebracht. Andere hat man aus dem lan-de geschasset. Oedenberg aber
Dordrecht gehaltenen 7^-.. des leh- Spanischen fl!ber -flötte auf/ und erobertere ön enttich verdammet wurde / so hat man doch mit derselben bey zc> Millionen. Zu lande er-oberte
oder oe roäciS log t3nrc>5, sunt der stadt83jvar»l-emit grvssr beute zu behaupten. Man silien m/
- / . . peil dleSpa«
, - -— Pastete det'mfchej.M
Hollandische Admiral/Peter perrciu^Heitt/der flotte.