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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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539
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V6tt dem Frey-Staate der vereinigten Niederlande.

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Krintz Mo- in grosseres ansehen, priny Moriy hat- Durch seinen Herrn sohn/den Infanten phi--Äk. ^ ^ eroberung der vestung Nreda A. 1590 ljppen/getrauete erö nicht zu heben. Also be-den ansang zu conqueften gemacht/ und bemach- fahl er dieses grosse werck höchstgedachtem Car-tigte sich tn abwestn des Hel'tzogs aller örter/ dinal/ der sich in seiner 26 jahrigen löblittentz inwelche jenftit Rheins die Spanier innen hat- Spanien um diese Cron wohl verdientgemachtten. Nicht weniger bemächtigte sich diestr hatte. Man achgmrte ihm dieNiederlan'tapfere Held A. 7591 auch der stadte und sestnn- de/wie oberwehnt/ zum heprath-gut / dergen Ulltphen/Vcventer/Hülst / undA.iM Hoffnung/ es würden die vereinigten Provin-^Iienmgen/ Steenwick / Dtmarsten/ und hlen die neue regierung mehr resti^ölirm / sichCoeverden. ferner A.is9zGertruydenberg/ mit den übrigen Provintzien wieder versöhnen/und A. 1594 Groningen / womit diffeit Rheins und unter ein hauvt zustimmen kommen,die vereinigten Provintzien auch in sicherheit Es war aber diese Motion mit dem rekr-gesetzet wurden» DieSpanische macht bekam vsr beschehen/ daß/ wenn diese ehe unstncht-dadurch einen ziemlichen stoß/.daß König Hen- bar seyn würde/(welches man daher vor ge-rich tv auff den thron käme/ und sich beyder- wiß hielte / weil die Princeßin schon zwei) undley rengionen in gleichen schütz zu nehmen/ mit- dreyßig jähr alt / und durch meckcamenra zuinhin einen gemeinen gehorsam zu wege zu drin- kinder-haben etwas untüchtig gemacht war)gen / beflisse/ wodurch die Liga gantz zemen- solten die lande/nach beiderseits Zürstli-Gsten ai-net wurde. Mit diesem neuen nachbar cher ehgatten absterben/wieder Zurück anStaaten in genauere aülautz/ Spanien kommen. Man meynce/ es könteAMich. und hatten zwar hierdurch einen grossen vor- nickt fehlen/ Holland/ welches durch den Ver-theil / noch mehr auffnehmen aber durch den rumänischen mit Frankreich geschlossenentod des I)ucil cii k>ZfMZ, welcher A. Is92 unter frieden am schütze bloß/ würde die gegenwartder zurüstung seines andern zugs in Franck- eines natürlichen Erb-Herrn/der zumahl ausreich/ zu Arras frühzeitigen todes verfahren/ dem hauß Oesterreich / und also ein Teutscherund eine grosse Zlottc, auch die kriegs - ersah- wäre/vor etwas sonderbares achten / sich auchrenheit und ci-lcjplin minus grab genommen, durch die höfflichkeit der Jnfantin gewinnenDenn man hat nach der zeit unter dem lmerim;- lassen. Widrigen falls könte ein repmirlicher(Zouverncm-mt Grast" Peter Ernstens von friede ohne Spaniens äisrepmAtion geschlossenMansfeld/ und des b)on peciro äe Qu?msnn, werden/oder da auch dieses fehlen solte / könteGrasen von Fuentcs / von nichts als Verlust der neue Regent den krieg fortsetzen; es lieffeder stadte und festungen/auch vieler lander und nun damit wohl oder übel / so hätte doch dieleute / und von mancherlei) revoken unter der Cron Spanien keine schände davon.

Spanischen armee gehöret. Mit diesem vorhaben schickte der König 2staber anH

Mertzog A. 159z kam Ery-Heryog Ernst zu Oe- den Cardinal in diese lande; welcher sich auchNÄwie-

chanischer ^erreich nach Antwerpen das General-Gou- durch eroberung der ftstung Hülst zu erst liZnz- der zu ges

Sömmeur. vernement der Spanischen Niederlanden an- Nrte. Weil aber die Wechsel nicht recht folgen

zutreten; weil er aber bey Hofe viel feinde/ und wollen/ konte er eben weiter nicht viel ausrich-

im land nicht wenig Verachtung fände / starb er ten/ bekam dargegen bey ^cmrnkout A. 1597 ei--

^ . vor kummer A. 1595. An seine statt wurde ne starcke schlappe von Printz Moritzen / wel-

lobe aber - ^eryog Albrecht zu Oesterreich / eher auch in eben diesem jähre Mors / Groll/

MMogCardinal und Vice.kö in Portugal! / zum Drefort/Enschede/TAngen/Oldenziel/ und

rM. General-Gouverneur verordnet / der auch A. zusammen 9 stadte/fünss schlößer/z Grafschaff-

1596 ins land käme. Mit der armee/ so ihm ten und so viel Herrlichkeiten eingenommen,

mitfolgte / und aus Teutschen und Jtaliänern Weil nun ein jähr hernach als A. 1598 der Ao-

bestunde/gienge das absehen dahin / den letzten mg Philippus starb / und der Cardinal der

versuch der Spanischen macht zu thun/ und ent- Heyrath halber in Spanien reisen muste/ gcrie-

weder die General-Staaten zur raisoo und ge- then die vorhabende grosse Ostiems ins stes

horsam zu zwingen/oder doch unterm blossen de- cken. Die vereinigten Staaten hergegen

gen einen bessern frieden zu erwerben. Das blieben in ihrer resoZmion, bey einer sreyen Re-

geheimde iment mochte auch dieses gewesen publique sich zu befestigen/ desto unverrückter/

styn/daß man ihm die Inkantin Ilsbeliam clarsm nach dem ihnen unter dem tapssern Feldhcrrn/

Lußemsm vermählen/zur mitgifft die gesamten priny Moritzen/nicht nur ein sieg über den

Niederlande samt Burgund zueignen/und ge- andern zu theil; sondern auch der hazm-d aufHMMe

legenheit suchen wollen/die vereinigten Provin- eigene anstult in Ost-Indien zu segeln zum „mme" ctta

Den schleck-^en wieder mit den andern zusammen zu bin- glücke wurde. Worzu einen unbeschreib!i-m Türckey

w zustand den. König Philipp II in Spanien sähe sein chen vortheil brachte/ daß der Türckische Ray.

Ä mm "^gehend alter und abnehmende machtvorau- ftr der Nation in allen seinen.landen die

burchverän- gen/die grossen äeüein5 der fünfften Vtonarchie coinincrcien vcrstattete.

Äuan^ waren gewaltig unterbrochen/ der anschlug auf A. 1599 tr^nskerirten die vereinigten Staaten

ittGrn. Engetland mißlungen/die flotte ruiniret/der an- den krieg inF!andern/und nchmGrafL.udwig

schlag von der heiligen Liga zerschmoltzen/ sie- von Nassau Machtendonck vorher mit list;

ben der Niederländischen Provintzien verloh- printzMorly aber das von demSpanisFeld-

ren / und zehen derselben hatte er noch mit dem Oberstenvon ?r-,ncesco volMeriäo^kcjmlran-

schwerdt durch fast unerschwingliche kosten zu ren inArragonien/erbautervrt 8r.^n6res8, des-

rnsintelliretu Suchte darneben im alter ruhe/ chen die schantze Ll-eveccxur mit accord ein/ nicht

und mit obgedachten bcyden Croncn frieden, weniger einige andere fortrollen in Flandern/

Äon seinen ungehorsamen unterthanen der- worauferdiestadtNieuportbelagerte/welche

gleichen zu fachen / war stiner Hoheit zu nahe. Ertz-Hertzog Albrecht entsetzen wolle/ darüber

Dritte Haupt-HandttM. Vvy^ kam