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von dem Frey- Staate der vereinigten Niederlande.
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M-Htttzos Alenge/ demselben das General-GöuvernoMatthias auffzutragen/ der es auch angenommen/sichnach Brabant begeben/und sich den Printzenvon Oranien als einen General-Lieutenantzuordnen lassen- Der eik-A der neuen lan-des-regierung war dieser/ daß man den von?uaa vor feind erklärete / und die Jesuiter/welche die neue eydes-form anzunehmen ver-weigerten/aus Antwerpen/ Oornick/ Brüg-ge und Mastricht vertriebe/ und hcrgegenhin und wieder die freye Übung der religio» zu-ließe. von luan berieff die vor 7 monatenaus dem Niederlande gezogene Spanier/ demLcliÄo per^stuo zu Mder/aus Italien zurück/und wurde von Hertzog ?llexandern vonpar-ma so tapser als glücklich leconäiret, Es er-klärete auch der Dabst einen heiligen zug wi-der die Niederlander. Darauff erfolgte dieA. 1578 bey (-emblours gehaltene schlecht/ da-rinnen die Staaten geschlagen wurden / undZv sahnen/ 4standarten/ nebst der gantzen ar-tillerie verlohren. Der obsiegende von suanverfolgte seine victorie und eroberte Nivelle/Phillppeviüe/ Limburg / Zelckenbnrg/L.öwen/ Binch und andere gute platze mehrin Brabant und Hennegöw. Sein eyfer vordie Römisch-Catholische religion war auch sogroß/ daß er ein crucifixin seine sahnen mah-len ließ/ mit der überschriffc: In diesem zei-chen Hab ich die Türcken überwunden/undin diesem zeichen will ich auch die keyerüberwinden. Hergegenkam die stadt Am-sterdam an die General - Staaten. InFvießland haben sich auch empörungen ent-sponnen/ zumahlen zwischen den Ommelandenund Groningen ; und eroberte der Stadt-halter von Over-Iße!/ Gras von Renne-berg /die stadte Rempen und Oeventer.
Es hatte sich kurtz nach verlohrner schlachtbey Gemblours begeben/daß der vuc 6' /^Zen-70a, König Henrichs m in Franckreich Hr.bru-der krsllc»l'cuz ttercules, denen Staaten seinenbeystand samt allen Mitteln angeboten ; weilnun die ombrsge gegen den Printzen und Psaltz-grafCasimir« durch die mit Engelland gemach-te alliantz sehr wuchse/und von dem Ertz-Hertzo-geMatthiakeine Hoffnung war/ dem wercke al-lein gewachsen zu seyn/ beschleunigten die Wal-lonische Provintzien den accord mit dem Her-tzoge desto mehr/ und wurde ihme der prachtige^^'" titul eines beschütz ers der Niederlande wi-M krore der unbilligen gewalt der ausländer bey^ü °l ->umhs geleget : Darauf er sich auch in person genBergen im Hennegöw begäbe. Zu der zeitwar der Staaten lager auf ^c-Ovo zu pferdeund4OOOO zu fuß geschätzt/der feind hergegenetwa zvOOo zu fuß und 6OO0 zu pferde starck/und wurden bey R.simensnt und anderswo blu-tige scharmützel gehalten; auch von den Fran-tzosen Binch und Maubeuge eingenommen.Weil es aber den Staaten zeitlich an gelde fth-lete/und die Wallonischen Provintzien mit dencontributionen zurück hielten/die Teutschen oh-ne geld nicht fechten wolten/ und aus diesen undandern Ursachen der PfaltzgrafCasimir mit sei-nem corpo von 15000 zu roß und fuß/ anstattdaß er gegen das lager ziehen sollen/ nach Gentmarchirte/daher die öMrermen zwischen denenMitten und den Staaten zunahmen/die inner-
liche unruhen und argwöhn sich auch mehrersausbreiteten/ worzu die religions -zwistigkeitzwischen denen von Gent / und denen Walloni-schen platzen auch noch kam/und die Qäwn derMalcontenten mit grösserem eyfer wassnete:So wurde der vuc ä' /^njou 6c des ^ivieo^
spiels bald müde/danckee seine militz / welche ab. ^die Wallonen annahmen/ noch in diesem jähreab/und wüste man also nicht/wer koch oder kellerwar.
Indessen kam von ssian bey der Spanischenregierung in verdacht / als ob er selbstenzu den Niederlanden hätte. Andere gabenihm schuld/er habe mit der gefangenen Schott-ländischen Königin Maria eine gefährliche cor-ressonäence angefangen/und wiede: andere ma-wohneten/ daß zwischen ihm und der Königs«
Elisabeth in Engelland eine Heyrath unter Hän-den seye. Nicht lange hernach starb er in obge-dachtem jähre 1578 vor Namm / entweder ausbekümmerniß/oder an der pest/ oder aber vonvergissteten stiefeln/welche ihm/ dem vorgebennach/aus Spanien waren zugeschickt worden/als er das zzste jahrsseines alters erreichet. Er ouc c,--hatte aber zum LuccelZorn hscherwchnten v^cäs Parma, welcher vor allen andern Guberna-Goiwerö^torn einen hochberühmten nahmen durch die"^'viele feld-schlachten und belagerungen gemacht/und dem die Cron Spanien zu dancken / daßder größte theil der Niederländischenprovintzien wieder zum gehorsam ge-bracht worden. Zu erlangung vieler machtund einer so hohen reputation/ war ihm die-x „erennung der Catholischen und Reformirten GenrischeStaaten überaus vortraglich / erwusteselbigeauch mit dem argwöhn und verdacht/welchen erden Malcontenten über des Printzen von Ora-nien/und des Pfaltzgrafen mit der Königin Eli-sabeth geschlossenen genauen alliantz/ und daherrührenden mcnees, ins hertze pflantzen ließe /künstlich zu unterhalten: Denn es wurde denenWallonischen Provintzien weiß gemacht/ obwolte Oranien und der Pfaltzgras nicht nur al-lenthalben die religion äiwern/ sondern auch dielande selbst unter sich theilen / und eigenen ge-fallens regieren / welches jenen unerträglicher/als die bisherige Spanische regierung fürkame.
Ob nun wohl die General- Staaten A. 1578 diefreyheit und rolerance beyder religionen be-schlossen/welches der reltgions-friede genennetwurde; so fand derselbe doch keinen durchge-henden beyfall/ sondern verursachte / daß sich diedritte partey hervor that/welche diepartey derMalcontenten genennet wurde.
Desto leichter war es nun die Provintzienättoiz, Hennegau und N)elsch- Flandern sche ProvttämitdemRönig wieder zu versöhnen/ und^^m sich»es dahin zu richten / daß diese WallonischeStaaten die übrige ausallerhand weise zu ver-folgen ansiengen; nachdem vorhero die Herrenl.sk4otte,Gouverneur zuGravelinge/undtigny sich mit einander verglichen/ des Pfaltz-grafen cavallerie mit manier aus dem lande ge-schaffet/und einige wichtige örter/darunter Ma-stricht/erobert hatten.
Als nun die Wallonische Provintzien/ oderdie so genannte Maleontenten/von der Genera-lität der Staaten abgefallen/und die wieder-kunfft der fremden trouppen verlangeten/hielten
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