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von dem ftcycn Staate zu Venedig.
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camelen zu lande gebracht/ nach Venedig/ alsdashaupt-magazindesgesamten Europa/ver-schicket worden. So hat der berühmte Vslcuz6e<Zama unter Röttig iLnmnuels von Por-tugal! höchster survrität/ zu ende des funffze-henden kscuji,mittel gefunden/ solche waarenmifwenigern kosten über meer/ um das clebuollaLstisrsncz herum/in Europa zu bringen.Welche neue fahrt denen Venetianern jährlichüber neun biß zehen millioneu an intradenentzogen. Dennvocmahls stutlde es in ihrerwillkühr/ die waaren nach belieben zu taxi-ren/ welches sie seither wohl unterwegen las-sen müssen. Durch die erfindung der neuenwelt aber hat ihnen der berühmte GenueserChristoph Kolumbus mehr geschadet als dergantze Genuesische Frey-Staat in allen krie-gen/die mit Venedig geführet worden. Anitzohandeln sie noch mehrentheils mit ihren kost-baren zeugen und andern waaren nachTeutschland und Constantinopel. Hiernechstclebitiren sie ihre schönen stiege! undcrystallen-Zlaser in Teutschland/ Italien und Spanien/wiewol selbige auch an andern orten ziemlichnachgemachet werden. Ihre flore und gülde-ne stücke aber werden in Franckreich/wie auchanderwerts verführet/auch ihre spitzen fast über-all/ ausser in Franckreich / allwo sie verbotenseynd. Sonsten dienet zur beförderung dercommercien der äi eiro,darein die han-dels-leme ihr geld der Republiquein tlepoNrc,gegebenhaben/und welches ihnen zu sonderba-rer bequemlichkeit dienet: Denn ohne daß eineintziger thaler gezehlet wird / geschehen stetsgrosse auszahlungen/indem die nahmen nur beydem banco geändert/ und die capitis einemtheilab-dem andern aberzugefchrieben werden:Dergantze sond oder schätz aber ist auf fünffMillionen ducati gestellet/also daß über diese sum-mekeine weitere espitZlien angenommen wer-den.
Uber die Verwaltung der kmsncez sind drey-l^beraussfehere Louvernarori clelk Lnrrare ge-nannt/ verordnet/ welche nicht nur über alleZeld-einnahme und ausgäbe aufflicht tragen/sondern auch mit denen Staats-pächten be-schäfftiget sind / und die deshalber benöthigteVerordnungen unter der cbre6Non deszu thun haben. An diesen sind alle
technungs- führer/ die drey General-einneh-tner/die man (^amerlengbi Ni commune nen-net/und die Unter-camerlmge oder ein-tiehmere in den städten gewiesen/ und müssenMda ihre rechnungen juMKciren. Man haltdiesen der iederzeit mit alten Sensro-
ren von bewahrter treue/und grossem verstan-dein haußhaltungs-sachen / besetzet wird/vorZncorruptidel und ohn einigen geitz und pri-vat-Mterelle ; inmassen sie auch solches in derthat also erweisen.
M Die macht und kwfste/ womit der Dnrch-lauchtigste Staat die Provintzien/Jnsulen :md' stadte in schuldigem restecr und gchossam echält/
^min'lkkz.tion der
Staat zu rvasser und lande. Daher auchoben auff der stiege in des Doge palast zweygrosse lnarmotsteinerne stsruen des blsmz undd!leptuni (opv; Ssnlovini) zu sehen sind^Mtte Haupt-Hnndlmm»
Die orcimsr.mNitz zu lande ist/ so viel dieDl'emilt'tzinfanterie betrifft/ bey die 8OOOO mann starck'"^''und von unterschiedlicher gattung. Das ei-ne Orpo nennet man Lei-niäs, welches derausschuß deslandes von lerra yerms und beyZ4 biß isOOO mann starck ist/ und zwar aus bau-ten bestehet/jedoch aber auch den Staat zursriedens-zeit wenig kostet : denn es bekommenNur die Ossärer etwas weniges von solde /die gemeinen lassen sich mit kleinen fteyheitenbegnügen; gleichwohl ist diese militz zuverläßiggnug/ die unterthanen des Staats in denschrancken der gebühr/ und die benachbartenPotentaten in der furcht zu erhalten/ in demman dieser leute iederzeit bey einem geschwin-den auffgebot mächtig seyn kan. Zn kriegs-zeiten pflegt man sich ihrer etwa zu bcwahrungder bagage/ und anderer nothdurssen/ nichtaber zum fechten zu gebrauchen. Die andereart abe: der infanterie/espelem genannt/ist von ^besserer conl'icjerarion.und in die besten festun-gen des landet ausgetheilet/ davon stehen zwocompagnien zu Venedig/ als garden des Pa-lazzo und der «n 8. ^srco. Die caval-lerie betreffend/ die man auss sOOO pferdeschätzet/ davon werden iederzeit funffzehen com-pagnien auff l'erra kerms unterhalten/ jedezu SO cüraßierer-reutern/ darunter auch frem-de Nationes sind/die übrigen sind lÜ3pe!ettt,reueer/ welche man auch Ltrsriorj nennet/undalle aus des Staats unterthanen geworbenwerden. DieMorlsKen sind eine saust / so zureden/ voller leute/ welche sich der Türckischensclaverey entzogen / und der Repudlique/durch cormnuirliche excuruonen in die Türcki-schen lande/ gute dienste thun. Werden sie zu-rück getrieben/ so wissen sie sich in die gebürgeund felsen zu verkriechen / da man sie nicht fin-den kan. Ihnen wird in kriegs- zeiten vorieden eingebrachten Türcken- kopff ein Tecckmgegeben.
Sonst erhalt auch der Staat etwa funff-zig Officierex/ jenseit des gebürges gebürtig/gegen gewisse penllones; diese nennet manLonäuiti, und pflegt sie nach gelegenheit der zei-ten zu verstärcken; offt trägt man ihnen diegubernementer der festungen inDalmatien auf/einigen giebt man auch compagnien/ nachdemsie sich verdient machen. ' .
Die Haupt - festungen/ welche der Staat.Dle vestuHin Italien hat/ sind diese: Crema/Bergamo/KiMs.Brescia/ Peschiera/ Chiozza/ und PalmaNuova/ im kriuli^ welche letztere eine der be-sten in Europa ist/ sie hat 9 bollwercke/iZ Ca-valiers commandiren die gantze campagne/die Wassergraben sind auffzc) schritt breit/ und12 tieff. Die bollwercke sind stets mit ioc>guten canonen versehen/und stehen derer nochüber sOo im zeughause fertig. Das zeughaußzu Venedig soll Waffen und zeug gnug vorwOOOO mann haben/ und auff dem saal desennNglic» (jj Oisci in dem palast sind auch wohlvor IOOO mann gewehr auffeilende fälle fer-tig/die mousqueten aber iederzeit geladen/undwerden sie alle sechs monate abgeschossen undanders geladen. Mit diesem gewehr sind ineiner halben stunde wOo mann zu wassnemDieses kleine zeughauß ist zum schütz des Do-ge und der 5en»wren/wider aufflauffund ver-ölt 2 räche-