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Ocs Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung
Iohann Ii nn ChurfürstLrnsten zuwachsen
und mehr hinaus nehmen/auch nur noch jüngst- ^
hin eine Universität Hieselbst anzurichten die und seinen bruder Heryog Albrechten umsreyheit erhalten haben. 55200 goldguloen Hungarijch auff wiederkauf2 Das Fürstenthum Schweidnjy an verhandelt/ und zwar mit K. Matthiaßen mden Böhmischen gräntzen / welches der Cron Böhmen conlem. Hernach ist es samt Pri-Böhmen unmittelbar unterworffen ist. Die bus und Naumburg/ wie auch denen herr-vornehmsten örter sind Schweidnitz/ Serie- schafften Sora»/ Storkau und peskow/gau/ Rejchenbach/Landshut/und die Abtey welche beeden letzteren von dem Herrn von Bie-Grißa. ^ ^ . berstein erkaufft worden / A. 15^4 zwischenz Das Fürstenthmn Jauer/auch anBöh- Churfürst Friedrichen und Hertzog Johann-men und Ober-Lausitz gelegen/ welches eben- sen/so wohl Hertzog Georgen zu Sachsenmäßig unter das Ober-amtgehöret/und wa- also getheilet/ daß derjenige theil/ soren diese beyden Fürstenthümer vorzeiten dem Sagan/ Pribus/ Naumburg und Sorau be-erstgebohrnen söhne eines Königes in Böhmen käme/ dem andern/ welchemStorkau undPes-ausgefttzt. A. 1Z45 vermahlete sich Kayftr kau zufiele/25020 fl. Rheinisch an golde herausCarl i v mit Hcrtzogs Heinrich n zu Jauer ein- geben sollen. Es hat aber Churfürst Johanntziger tochter und erbin ; dahero esnachmals Friedrich seinen antheil in dem Schma-ka!-nebst dem Fürstenlhum Schweidnitz/ als letzt-- dischen kriege dem König Ferdinanden auffge-gedachtes Hertzogs bruder Boleslaus lv samt schrieben/ und mit Hertzog Moritzen hatte sichseiner Gemahlin ohne leibes-erben mit tode ab- der König verglichen/daß alle des Churfürstengegangen war/der Cron Böhmen einverleibet Böhmische lehn dem Könige und der Cronivurde. Die besten stadte sind Jauer/Lem. Böhmen zu gute erobert und gelassen werden
berg/Hirschberg/Liebenthal/Greifenberg/ solten. Also ist auch solch stück Böhmischer
Bunge!/ u. a. m. lehn an das Ertzchauß Oesterreich kommen/ und
4 Das Fürstenthum Lignig / welches/ Hertzog Moritz hat A. 1548 König Ferdman-als höchstgedachter letzte Hertzog A. 1675 in sei- denl seinen antheil gegen empfangung desner sagend verblühete/ der Crone Böhmen darauf haffcenden wiederkauff- schillmgs gut-anheim fiel / und sind dessen stadte Lignig/ willig abgetreten. Bald hernach wurde esGoldberg und N)o!stadt. , von der Böhmischen reaierung Chur-Fürst Ge-
5 vas Fürsteuthum Brieg/ welches der orge Friedrichen zu Brandenburg A. 155zOder-strom befeuchtet/ darinnen die stadte verpfändet/und von demBischoffe zu Breßmu/Brieg/ Ola??/ allwo. der Königl. Polnische Balthasar?? von prommg/ A.i>s8 ander-Pnny Jacob (ein Gemahl der Pfaltz - Gra- weit eingelosct / welcher nach seinem A.issi er-fin^edwigElisabethett Aumlieu/der Römi- folgeten absterben selbiges seinen? vektcr/Sey-schen Kayftrin stau schwester/ die ihme A. 1651 ftied von prou???itz / hinterließ. Als abervermahlet wurde) rettn.ret/ Niintsch und dieser gleichfalls mittode abgieng/gediehe dasPieschen. ^ Fürstenthum wieder an die Crone Böhmen/
6 Das Fürstenthmn N)olau an der bey welcher es auch bliebe/bißA. FerdinandOder/ allwo die stadte tBolau/und Steinau/ 11 stinen General/AlbrechtvonMallenstcin/nebst der Abtey Leubus. Diese beyde letzt- A. 1628 damit belehnete / nach dessen blutigemgenannte Fürstenthümer gelangeten nach ab- tode es A. 1634 der Crone wiederum heimfiel;sterben Hertzog George IBillhelms A. 1675 woraufes A.1646 vom König Ferdmanden Mebenfalls an das hauß Oesterreich wegen des dem Fürsten von Lobkowtg käufflichen über-Königreichs^Böhmen. lassen worden / dessen ältester und regierender
7 vas Fürstenthmn Oelß/ welches der Herr söhn es auch noch anitzo besitzet. DieSchlesischenlmiedesHoch-Fürstlichen hau- vornehmsten stadte sind Sagan/als die Jürstüses Wurtemberg zugehöret / seitdem mit Her- residentz-stadt/ und pribus.
tzog Carl Friedrichen/ als dem letzten seines iv Das Fürstenchum Cross n / welchesZeschlechts / zu Münsterberg und Oelß an die Marek Brandenburg grantzet. Esder mannliche stamm dieses Hauses A. 1647 ab- hatte aber der letzte Hertzog dieses Fürsten-gegangen/ und diese lander obgedachter Massen thums aus Schlesischem stamme/ Heinrichsdurch heyrath an das Hochfürstl. hauß Wür- Churfürst ^lberei tochter zurtemberg gelanget.^ Seine stadte sind Oelß/ Gemahlin/ welche er zur erbin einsetzte/ undBernstadt und Juliusburg. Diese Her- hierdurch verursachte / daß nach ihrem A.isioHöge sind der Evangelischen religio« zugethan/ erfolgten todes -fall sothanes Fürstenchum an
überlasten wurde. Und schriebe sich Churfürst
Ulrich/das gantze land geerbet. Joachim 11 zu erst einen Herzogen zu Cwst
8 Das Fürstenthum Glogau/an den sen. Seine stadte sind Crossen/Lüttichau
Polnischen grantzen und ander Oder gelegen/ und Sommerfeld / wie auch Bobersberg.
gehöret unmittelbar unter die Cron Böhmen/ Das ChurhaußBrandenburg suchte in Schle-
darinnen die stadte Groß-Glogau / welches fien noch mehr zu -icguir/ren/ und machte itzt-
eine gute grantz-ftstung gegen Polen ist, hochgedachler Churfürst mit ch-rtzog Fricdri-
Sprocmu, xmirhcn/Grunbcrg/u, a. m. chen von der Ligniz eine erbverbrüderung,
s Das FursienchumSagan, welches ge- weiche aber ».Ferdinand I aus iehns-herr-
gcn morgen,mit Groß-Glogau, gegen abend licher macht hinwiederum übern Haussen
aber an die Nieder-Lausitz grantzet. Die- warff.
ses Fürstenthum wurde Si> 147^ durch Hergog Hiernechst sind auch in Nieder-Schlcsim
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