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von dem Königreiche Hungarn.
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mancherlei) pr^texw gefunden / unter welchender Neichs-genossin freyheit gedruckst/und diögemüther zur Verbitterung angereitzet worden.Inmasien sie denn vor einen hierzu dienfamenund machtigen herrschungs-vortheil und ge-heimniß gehalten/ den zunder des mißverneh-mens unter die Stande auszustreuen / und diegeschicktesten gemüther / nach unterschied derfast ungleichen liebe/zur freyheit abwendig/undmit jedermanniglich desto füglicher sich unter-?würffig zu machen. Wobey es über dennochNicht verblieben/ sondern man hat aus unzeiti-ger begierde zu herrschen sich bemühet / durchsthr beschwerliche wege und eine unglaublichehartigkeit/gleich als wenn alle riegel der treuund endlichen angelobniß durchbrochen waren/gegen alle des Königreichs Stande empfindlichzu wüten; alles bloß zu dem ende / daß manmittels langsamer kunst-griffe/und im fall dieseden stich nicht halten wolten/ durch offenbargewaltthätigkeit des Königreichs sreyheitenund gerechtßme übern Haussen werffen möchte»Daher dann entweder durch des erzürntenGOTTes Verhängnis / oder weil sonst diesemblühendenKönigreiche seinrermiaus katali», oderdie von oben herab bestimmte zeit nahe gewesen/geschehen/daß die jenigen / welche ihren gehor-sam deck eingebohrnen rechtmäßigen Landes-Fürsten entzogen/ auch keinen fremden Herrnleiden mögen.
Zu diesem ungemach ist die Verachtung derReichs-Stande und des Adels noch kommen/welche man von allen würden und wichtigen eh-ren-ämtern/wiewohl wider des Reichs gesetze /allmählich ausgeschlossen und entsetzet/und die-selbe der herrschenden ungewöhnlichen begier-de der fremden übergeben: Wodurch bey rag-lich zunehmenden beschimpfungen und anwach-sender gewalt/ der Staat des Ungerlandes da-hin verfallen/ daß man das fast verblichene bildder alten freyheit nicht mehr erkennen können.Was vormahln hochansehnlich und fürtreff-lich gewesen/ lag ttu in der Verachtung gleich-sam zertreten darnieder. Und muste die beysolchen umständen verzagte tugend zuschauen/wie man ihren weg zum untergange bahnete.Da halff weder bitten noch stehen; man moch-te sich auss die Königliche parole und die gesetzedes Reichs beruffen / so war es doch verge-bens. Der Wille spielete meister über die ver-ttunfft; man that und vollzöge/ was mannach anleitung einer aufgeblasenen gewalt wol-le; die klage hörete man bißweilen zum scheinMit an / wiese aber mit nichtigen und leerenWorten ab/lachte auch wohl und spottete darü-ber. Der ehrgeitz hatte samt den traurigenÜbungen der tyranney bey denen Konigl. Amt-leuten und Gewalthabern dermassen überhandgenommen/ daß diejenigen/ welche GOtt mitzeitlichen gittern gesegnet/ ihnen als verdächti-ge und dem gemeinen wesen schädliche leute vor-kamen. Drum suchten sie die leichtfertigstenfimen und hilpersgriffe geld zu gewinnen/ unddielemeumihregüter zubringen ; nur damitdiese blut-igel ihren geldgeitz stillen möchten/ alswelchen es gleich galt/ ob Ungarn bliebe oder zugründe gienge/wenn nur die einkünffte derkamcker/ welche nunckehro zu einem berühm-ten Magazin des gewaltsamen raubs und pla-
ckerey-vorraths worden wat/ erhöhet und ver-bessrt würden.
Die wahren benennungen eines jeden dingeswaren längst verrussen; und muste das gnadehelssen/wann man eines andern güter zum loh-ne der verratherey verschenckte. Diß hielteman vor freygebigkeit/wann man unter unacht-gebohrne leute der arm n unschuldig - vertriebe-nen cinwshnev ver.assenfchafft austheilete.Denen mifielhatern begnadigung zu gönnen/hatte den schönen mm der barmhertzigkeit»Gesetze/ rechte/ gerichte/ und mit einem worte /göttliche und menschliche dinge/ja alles besaßendie Teutschett; in dem Reiche hergegen wararmuth/schaden/schimpf und allenthalben einabscheulicher anblick.
Indem nun die lebhasste und der knechtschafftungewohnte gemüther durch diese und andereunsägliche lasten und beschimpffungen allzusehrbedränget wurden/hat sich ihre allzugrofie ge-dult in eine räche verwandelt/ und zu rechtmäßi-gen zugelassenen gegen-Mitteln zu schreiten ver-anlasset/ in vernünfftigerancrinnerung/daßsiedurchfreyewähl nicht einen Herrn/ sonderneinen König aufden thron gesetzet/ dessen eigen-willige und ungemestene regietungs- cm ausdierechtebahn der Reichs-gesetze zu mäßigen undzu bringen sey. Das rettungs-mittel suchtöman im kriege; die geschwinde eckpörungen/die allgemeine furcht / die noch übrige freyheitgar zu verlieren machten eine einmüthige Ver-bindung/und die gerechtsacke befugniß der fa-che munterte diese edle Nation dahin auf/ daß siedie so nöthige als gerechte waffen ergriffen/ unddie fast erstorbene freyheit nach innhalt des vomKönig Andrea Ii. zugenahmt dem von Je-rusalem/ausgelassenen Decretszudem ansehndes vorigen wolstandes wieder aufzufecheln be-mühet waren. ^ .
Der erste/ welcher die schwülstige herr-schungs-gewalt angriffe/war dergroßmüthigeyeld StephanBocLap/ ein mann sowohlvon fürtrefflichen gemüths-gaben und klugheit/als ein berühmter soldat/den mau schon höherals eine privat-person geachtet/ da er noch imprivat-stande lebte. Dieser hat/ aus verbitte^rltng über das eriidtene unrecht/zwar mit wenisger ruannschafft/ doch grossem und unerschrocke-nem gemüthe/sich der wütenden macht emgegettgestellt/einen theil der Kayserl. armee geschla-gen/ verjaget/ und den ersten sieg erhalten/ undalso dem Königreiche und der gantzen Welt sei-ne progressiv dargethan / daß er auch damitverdienet / von den gesamten HungarischenReichs - Ständen ein Fürst in Hungarn undSiebenbürgen ausgeruffen und erkieset zü wer-den; sintemal dieser tapffere retter der freyheitdieses edle kleinod nicht nur aus dem staube unddergrufft/ zu seinem unsterblichen nachrühme/wieder aufgewecket/ sondern auch dein damah-ligen Könige Rudolphen bem Zweytett / unddejsin Nachfolgern/ eine solche maße der regie-rung fürgeschrieben/ daß sie über die von denReichs-gesehen gezogene schnür nicht schreitenund ihre gewalt weiter/ als sichs gebühret/ nichterstrecken dürffen. Und dieses war das mit-tel/ wodurch der gemeinen ruhe und öffentlichenWohlfahrt des Vaterlandes mercklich geholffenzu seyn schiene; da man nemlich unter sehr statt-lichen