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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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374
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DesEuropöiscken Herolds zweyte Haupt-Handlung

As K.Ladislausvi A .I458/ mitten unter der mehr als 30000 menschen in dienstbarkett hm-zuschickung zu seinem mit der Königlich-Iran- weg / verheerete auch noch über dieses DazientzöischenPrinceßin Magdalena vorhabenden mit feuer und schwerdt. Hierauft starb K.

beylager/ noch jung verstorben/ wurde der Graf Matthias den 4 April A1490 am Schla-

K.MttlMvon Blstricien/Matthias Hmmiades/ob- ge. .

gedachtes jobsnojz Corvinlsohn/ zum thron er- Sein Nachfolger/ Uladislaus li,KonlgTa-K.M^.Haben-Dieser hatte wegen eines an GraffUl- simirsin Polen söhn/ und Rönig mVoh-^s".richenvon Cilien begangenen mordseine zeit- men/versprach desverstorbenenMatthias so-lang zu Prag in gefänglicher hafft gesessen/ und niglicher wittib die ehe / und kam damit zumsich nun mit 60000 ducaten/ die der Bischoff throne : Jedoch/ als er dasjenige erlangetzu Wardein hergeschossen/losgekaufft. Ihm hatte / was er gesuchet/ so wolte er von seinem

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Vergleicht machteKayserFriedrich lii .als nahester stamm-te? Fnedrn erbe Ladislai / das Reich ckipunrlich ; ließ aberchen m. diesen streit zum vergleich kommen/ kraffc des-sen der Kayser die schlöffer VorsteinundRo-beldorff auff lebzeiten / seine nachkommenaber bis auff Wiederlösung in der summa von

versprechen das wenigste wissen/ also daß dieKönigin Beatrix genöthiger wurde/ ihre übri-ge lebens-zeit im Königreich Neapolis zuzu-bringen. Aaxser Maximilian i bemächtig-te sich dazumal semer erblande hinwieder/trie-be die Hungarn aus Wien/ eroberte auch viel

4OOooUngarischer vollwichtiger ducaten beste- feste örter in Hungarn. Nachdem er nun

hend/ desgleichen den titu! eines Königs in Un- revevZe hatte/ ließ er es mit Uladislao zum frie-

garn fortführen/ den König Matthiam zum den kommen/ krasst dessen Desprin und ande-

wahl-sohn annehmen und achten / dieser her- re örter wieder zurück gegeben/ und die expe-

gegen den Kayser als einen vater in der titu- Äantz aussdie Cron/ aufsin fall/da Uladis-

latur und sonsten verehren/ das Königreich laus ohne erben abgehen solte/ A.Maxi-

Hungarn und die Kävscrlichen erb-lande in ei- milianen und dessen erben versichert wur-

nem unzertrennlichen bündniß und obn^lioa de. Welche conäitiones die Nation anfangs

zu murueben schütz gegen die Türcken und an- durchaus nicht verwiegen wslte. Zur zeit

dere feinde beständig bleiben solte. Jnglei- seines regiments wütete Hungarn aberms!

chen wolte der Kayser die Königliche Crone/ wider sein eigen eingeweide/ und führete ein

welche dieKönigin Elisabeth und der König La- theil das andere ausdie blut-banck/ indem die

dislaus dem Kayser zu treuen Händen anver- eine partey/ nemtich die von dem Cardinal 'i^o-

trauet/ hinwiederum nach Oedenburg im na- m i, Ertz-Bischoffen zu Gran/ unter der cruci^a

wen desKönigs liefern lassen/auch Verzicht thun aufgewiegelte bauren / in die 40000 mann zu-

auff alle dißfalls habende anspräche; daher stimmen brachten/viele fürnehme leute hinrich-

nicht gegründet zu seyn scheinet/ daß ingemein teten/und sich noch einen König/ nahmens Ge-

geglaubetwird/KönigMatthias habedieCrone orgen seckler genannt/ wegen seiner geburt

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mit 60000 ducaten lößen mussen.Hauptsachlich und bisherigen General wider die Turcken /

aber wurde xacllclret/ daß/ wann der damah- wahleten; welcher aber nach verlohrner schlacht

lige König ohne männliche leibes-erben abster- einen bösen lohn bekam / indem er erschrecklich

den wurde / der Kayser / oder nach ihm dessen durch die hencker gemartert/ und mit einer glü-

herr sohn/ welchem der Herr vater das König- endenCrone/throne undzepter hingerichtet/auch

reich bescheiden würde/ oder wann deren mehr von seinem zu solchem ende ausgehungerten bru-

wären/ welchen die Stände erwählen wollen/ der und cameraden halb gebraten gefressen /

die völlige Reichs - Verwaltung überkommen / und sein blut gesoffen wurde. Es hatten zwar

und derselbige gewöhnlicher weise gekrönet wer- die Hungarn / weil sie unter diesem Könige so

den solte. Wie solches alles aus dem hierü- viel unruhe ausstehen müssen/ AisOs eine abre-

ber aussgerichteten erb-vergleich zu ersehen. de unter sich/ krasst deren sie hinführe keinen

/ u t Dieser-Höchstlöbliche König Matthias hat in ausländer zu ihrem Aönige erwählen wol-

re 6zigsten jähren dem Turcken ten/gemacht. Allein die Verlobung der Prin-

grolstn widerstandgethan. Wider die Voh- ceßin Annen an Oesterreich oder Ertz -Hertzo-

men und Mähren hat er glücklich gekrieget/ gen Ferdinanden / und des Cron Printzen an

und A. 1469 zu Olmüy die Crone dadurch die Oesterreichische Princeßiu Marien/verrück-

erlanget. Ungarn war noch nicht mit ihm stl- te dessm clfcäi; und käme also nacb vlaMsiZj

Dessen tapft

die en^e und dahin gebracht/ daß er sich durch zeitige frucht ohne haut gebohren/ im ze-

die nachtliche ftucht iä! vjxen müssen. Die re- henden jähr ein Aönig / i»n funsszehenden

x,3r»tur und befestigung der gräntz-vestung Ao- bärtig und ein bräutigam / im achtzehen-

morra hatman ihme zu dancken. A. 147z den aber schon grau worden / und im

kam es zwischen Polen und Ungarn/ der wich- zwanzigsten umkommen. Und seine Frau

tigen prXrenliOncu halber/ zur rupmr, endlich Mutter in der geburt/ die in beywesen etlicher '

aber auch wiederum zur Vereinigung. Auch Magnaten geschehen muste/aus Verwahrlosung

kam der König mit dem Kayser zu Unfrieden/ der mgrronen/und da sie allzu schamhafftig war/

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zog daher in Oesterreich/ hausete gar übel/ dengeist aufgeben muste. Der Franciscaner-nahin ncbens vielen schlöstern/ stadten und ve- mönch/?aulu5 lomorseus, Bisthoff zu Lvlo^a,

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alt Elsenburg in Steuermarck/ und führte niedergesäbelt hatten. Darüber fiel der Sul-

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