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Des Europäischen Herolds Myte Harept-Handlung
stellen zu Cracau /ohne mannes-erben ver-storben/hat er einen reichthum / dem reichenRömer crasso gleich/hinterlassen: denn er hatauff seine kosten auff lebens - zeiten/ bey allenseldzügen des Königreichs einige regimen-ter gesteklet/ und seine üäeicommiss-erben dahinverbunden / daß sie stets 620 bewaffnete reuterin dem lager der Polnischen Republic wider diefeinde des Russenlandes unterhalten solten.A. 1631 verließ der Bischoff von Krakau/Hr.Andreas ^.ipsky/9OOOOO Polnische güldenbaar geld/ ausser dem mehr als Fürstl. hauß-rathe. Und soll der Hertzog Lubomirskijährliches einkommen an 4OOOOO gülden ge-nossen haben; welches sich nicht zu verwundern/wenn man erweget / daß einiger polnischenMagnaten lande sich aus 20 biß zc> meilenerstrecken/und IOO/2OO/ZOO und mehr dörffer/2o ja gar zc)städtlein begreiffen/ und eine an-sehnliche mannschafft zu pferd und fuß ins feldsteilen können. In Groß - Polen sind Land-. Herren/ welche auf ihren gütern 30000 schafeüberwintert. Die bürger in städten habenvon der Handlung mit allerhand getreide/ Honig/ochsen/Pferden/peltereien/an mardern und zo-beln/ wachst/ hanff/ flachst/ leder/ potasche/ stütz/Wüllen lacken/seidenen zeugen/tapeten/ holtze/metallen / und vielfaltiger hier unbenahmtevwaare/ihren guten gewinn: Daher auch einegrosse zusammenkaufst der Handels-leute vonallerhand Nationen zu Danyig / Thorn/Elbingen / Milda/ Ianislow/ L.ublin/Marschau und Crakau verspüret wird. Diebauren aber last man nicht zu vielem schmeerekommen.
^ Das innerliche interesse des Rönig-
wtnesse dn reichs Polen erfodert: Daß der König den
Cron. ^lv^l und Magnaten nicht offönci.re / so vielmöglich/ Höflichkeit und glimpfgebrauche/ undmit ihnen/ zumal aber den Reichs-5enstoren/ inguter imslljgsn.tz lebe/ alle jalousien und Wider-spenstigkeiten/ da sich deren ereignen/in zeitendurch klügliche gegen-mittel breche und dampffe/die?s6ta Lonvenrs, Reichs-gesetze und vecretilQomitiorum unverbrüchlich halte/die gewissens-freyheit unbeeinträchtiget lasse/die Cosaken beygutem willen und in der conjuoHion erhalte/unddie innerliche Reichs-ruhe/ recht und gerechtig-keit/friede und schütz vor allen dingen zu conkr-v^en trachte.
Aas äussert. Das äußerliche interesse bestehet auf
Staats-ab, dem respect und verhalten gegen die mächtigeanbenachbarte Potentzen. Der gefahrlichstenachbar ist die Ottomanmsche Pforte/ wel-che Polen nicht viel zu irrmren Ursache hat.Denn es ist dieser seind an macht stärcker / undkan Polen / wenn es nicht von fremder hülsteunterstützet wird / und die Cofaken bey sich hat/gefährlich heimsuchen. Zwar gehet die Pol-nische Cavallerie der Türckischen wol gleich/aber gegen die Janitscharen hat Polen keinegenügsame Infanterie zu stellen. Vor allendingen aber zu verwehren/daß die Cosaken dieTürcklsche lande mit rauberey nicht placken/undzu einlullen und rev-mxc Ursache geben. Nun-mehro dienet dieses der Republic Polen zumsonderbaren vortheil wider den benachbartenerbftind/daß derselbe diefestung Caminiec wie-derum abtreten müssen/ als wodurch die vor?
mahls bedrängte Ukraine nebst den angrantzewden Provintzien in ziemliche sicherheit gesetzetworden. Oesterreich und Moscau köntendurch äiverkones wider den erbfeind etwasthun/ aber jenes will den Hund nicht beißen/und dieses verlangt von Türckischen landennichts mehr zu gewinnen / hat auch nunmehronach geschlossenem frieden nicht ursach um derCron Polen willen zubrechen / und gehet nur6e5en6ve. Es hat zwarMostau sich bey letztemUrcken-kriege zur otfenllv- alliantz wider diePforte mit Polen bequemt / aber den allenthal-den erforderten gebührenden eifer nicht spührenlassen: denn wann man die von GOtt verliehe-nen kräffte recht angewendet hätte/würde es un-schwer gewesen styn/nicht nur die Fürsten vonMoldau undWallachepunterPolnische äe-votlon zu bringen/und sie zur Vormauer widergemeldte Pforte zu conkirmren / sondern auchden Tartarn und Türcken biß in Thraciengrossen abbruch zu thun. Es mangelte aberauch in Polen selbst an denen Mitteln und rech-
tem Vorsätze / der Turckischen macht wehe zu
thun/wie oben angemercket worden. Moscauhat mit Ihrer König!. Maj. gegen Schwedendie waffen ergriffen/und wiewol es anfänglichbey Narva eine ziemliche Niederlage gelitten/ sohat es sich doch nachgehends / als sich dieSchwedische macht meistentheils in Polen ge-zogen/ durch sengen und brennen/und eroberungeiniger örter in Liefland nachdrücklich gerochen.Indessen dörffe beygelegenheit derCzaarwoidahin trachten / wie er dem Königreiche mehrland und leute/ zumahl Vünaburg / polozkound witepski / welche Moscau in dem A. 1667getroffenen stillskande zurück lassen müsten/ wie-der rsumren möchte. Sonst ist wo! nicht zuleugnen /daß Polen bep dein ruin der Mo-scowttischen macht ein groß inceresse hat;aber darzu zu contribuixen und den säbel deß-halber auszuziehen/ hat es keine sparen; / nachden Maximen des Staats.
Mit den Rohmen hat Polen hiebevor sol-che Mißverständnisse gehabt/ daß man zur re-gul gesetzt - Der Rohmen aufnehmen se?der Polen Untergang UNd vice Verla. Jtzoaber leben beede Nanones in gutem Verständ-nisse/ nachdem das Ertz - hauß Oesterreich sichmit Polen in nachbarlichem vertrauen undfreundschast zu erhalten beflissen ist. Dahin sinddie dann und wann/ und noch jüngst mit KönigMichaelen /so wohlKönigJohannßen und deritzigen Käyserl. Maj. als Könige in Böhmen/auffgerichtete reffeÄive ehe.und hülffs-ak-lianlzien gemeynet gewesen. Mit denen Un-garn hat die Nation ein ewiges bündnißund Vereinigung auffgerichtet/und nun durchviel lecvla ziemlicher Massen unterhalten: dennPolen liegt daran gar viel/daß der TürckeOber-Ungarn nicht wegnehme/ und sich ih-nen auch dißfalls nähere; welches aber auchnunmehr nicht so leicht geschehen kan/ nachdemder Käyser Siebenbürgen in seiner ckvorionund gantzHungarn und angräntzende darzu ge-hörige Königreiche guten tbeils unter seinemzepter hat. Denen Teutschen trauet leicht-lich kein Pole recht/ denn sie stehen inder opi-man. die Fürstendes Reichs streben nach ih-ren Palatinaten/ und bey itzigem regimenk
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