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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
312
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ZIS

DcsEuropäischenHcroldsMyte Haupt-Handlung

5''

preißwürdige König vor gute kriegs - und civil- Niederlage. Mit dem Groß -Zursten in Mo-<!iicip !ln gehalten/und wie viel löbliche thaten scau/Rneeß Nasilio'IWanowLy AuLLy/ be-er verrichtet/davon wird zum thei! unten mel- kam der König dahero krieg / weil er sich desdung geschehen. Ihm gibt Joachim l^llorius schimpffes und blut-bads / welches dem Deme-imPolnischenklorvdaslob: daßerimThri- crioworigem Groß-Fürsten/( den man insgc-stenthum und kirchen-sache»z mehr als ein mein vor einen betrieger hielte) bey seinem mitPri-'ster: Im gemeinen wesen mehr als des Moxwoden in Sendomir Georgein Ronig : Vey der justiy mehr als ein Mniszeck tochter Marina A. 1606 den 17 MajiRechts-Gelehrter: Ini Rathe mehr als gehaltenen beylager/ssmt den gasten aus Polenein 5er ^ror: Dep der^armee mehr als ein zugerichtet worden/zur räche mit annähme/ undFeldherr : Im creuy und Unglück mehr den/wie man glaubte/aus dieser blutstürtzungals em mann: Zum schuy gemeiner frey- listig entwischten vemerrmm wieder ein-und ob-heit mehr als ein stand: In privse -freund-- bemeldten Tuski absetzen wolte. In der thatschafft mehr als ein freund: Vep seinein aber gieng das absehen aufdie Fürstenthümer

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tafel-tcactament mehr als ein gemeinerEdelmann : Auf jagden mehr als ein-xve/ und im gemeinen leben mehr als einzveltkluger gewesen wäre. Im strafen

Ä. Sig-MUiid m.

Smolenskound Severien /die man im trübenzu erangeln trachtete. Die Russen warenziemlich in gefahr / entgiengen aber derselbendurch list/indem sie proforma den absetz-Die Russ«war er sehr scharff/verfolgte niemand wegen der ten/ und den Polnischen Printzen Vladislaum "ehnien ei-religion/ und pflegte zu sagen/ daß sich GOTT zum Czaar anzunehmen bedacht waren. Das scheu Prsdrep dinge vorbehalten habe/ nemlich ec- geheime absehen war/die Polen zu gewinnen/W mwas aus nichts zu machen / zukünftige und ihnen eine nase/den Demenium aber kraffl- ' "'dmge vorher zu verkündigen/ und über die loß zu machen. König Sigmund hielte vor re-gewissen zu herrschen. Er brachte auch die putirlicher/Moseau zu co^ueriren / als con6t-Cosacken/ welche in der Ukraine wohneten / in riones vor seinen Herrn söhn anzunehmen/bejssre zucht/ und verordnete ihnen einen Gene- und sich vorschreiben zu lasten; es war auch beyral nebst andern Officierern. Endlich starb heimlicher untreu der Russen weit sicherer / ererA. M6 ohne kinder. Hierauf wurde ein versäumte aber den vortheil und das eempo -abermaliger wahl-tag angestellet/ worbey der Daher traten die Russen von ihrem vorhaben/Lutheraner partey so starck war / daß sie nicht als sie vermerckten wie die kreyde schriebe/ me-allein eine wierantz/ sondern auch eine ewige ge- derum ab/ zumal Demetrius als ein todter Hundwissens-freyheit erhielten. nicht mehr bisse / erregten wider die PolnischeBey sothaniger zwiespaltigen wähl aber sie- garnison/so in 7000 mann bestunde/in der stadtlen einige vors ausKaysers kuäolpki j i bruder/ Mossau einen aufruhr / und belagerten sie imErtz-Hertzog Maximilian zu Oesterreich; der schlösse das lbst mit grosser bme; wäre K.aber/als er sich mit gewalt seiner nur von eini- Sigmund diesen eilig zu hülste kommen/ und siegen Magnaten habenden pracrenlion versichern nicht zur msmemrung durch vorenthalt des sol-wolte/ geschlagen und gefangen/ auch der cuNo- des veranlasset worden / hatte Polen meifter«lis eher nicht/als nach solenner renuncianon auf von b!7ossau werden können. Weil er aberdas Königreich / erlösten wurde / und hernach aufdem marsch so lange zauderte/ muste sich dieals Hoch-und Temsshmeister blieben. Herge- besatzung/ nachdem sie zuvor die stadt in brandgen prXvalirte sich Printz Sigmund lli, König gestecket/den Groß-Fürstl.schatz geplündert undJohannis aus Schweden Herr söhn/ seiner vs- liederlich durchgebracht / endlich aus hungers-rorum besser / und wurde dadurch desto kräffti- noch übergeben/ und den fteyen abzug nach hau-ger porriret/ dieweil seine frau mutter Catha« se bedingen / womit denn des Königs Hoffnungrinn/ König Sigmunds Augusti älteste stau auf Mossau gantz zu wasser wurde. Jedochschwester/under also aus Iagellonischem ge- blieb ihrne indem vierzehnjährigen A. 1617 zwi-landeblüre entsprossen war / darauf die Polacken / sehen Polen und Groß -Fürst/ Michael Fede-seither ihnen der schimpffmit dem Frantzosen be- rowiyen / getroffenen frieden das Hergog-gegnet / ziemlich reNeÄ.ret; zumal sie nicht thum Severien / Tzermchow und .Novo-zweiffelten / es würden aufstlche art die beyden gwd/ zussmt einem striche landes von mehrCronen Polen und Schweden mit einan- als hundert meilen in der länge und breite,der vereiniget /und der gantzen weltformiclab- Als aufverhetzulchBeehlem Gabors/ des

je werden ; wiewol er die befestigung seines tVopwoden in Siebenbürgen/ die Türeken

throns noch erstlich gegen den Ertz-Hertzog er- A.162O einen einfall in Moldau thäten / weil

fechten muste/ welchen er in einem treffen über- der König dem Kayser lbccurs geschicket / und

wand/letzlich aber gar gefangen bekam/ derge- der Polnische Feld - Herr Folkiewskg samt

stalt/ daß sich der überwundene aller ansprüche 20000 Polen biß aufs Haupt erleget worden/

auf ewig begeben muste. Als er aber/wie oben der erb - feind darauf unter eigener anführung

bey Schweden vermeldet worden/der Schwedischen Cron verlustig wurde/ entstündedar-Dke um 'on aus ein blutiger krieg'/ welcher den Herrenschwere? Polen fast über 70 jähre beschwerliche würkriege.

des Groß Sultans Osmann mit einer ar-

mee von 400000 Türcken und Tartarn gegen

Polen anmarchirte/ und das Polnische lagerbey Chozim/so unterm commando Printz Ula--

ckung mLrgebracht. Anfangs nahm zwar- dislai etwa 65000 mann starck war/ mit stürm

nig Tarl iX jn Schweden /viel playe m F.ief- angriffe / wurden sie zwar dermaßen zurück

land weg/welche aber der Polnische Feld-Hen pouMxet / daß ihrer über 60000 blieben/ und

und Groß-Cantzlar A. 1605 meistens darauffrieden machen musten ; Man schätzte

wieder eroberte. « Dargegen erlitte Schwe- aber auch die anzahl der gefangenen/so von den

den bey Rirchholm/ unfern Rtga / eine grosse Tartarn aus Polen nach und nach weggeführet

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