->'7».
'«!
von dem Königreiche Schweden.
2Hl
tin/pommeru/ der Caffuben und Wenden/Fürst zu Rügen/ Herr über Ingecmann-Wttd und Wissnar / wie auch pfalygrafHey Rhein/ Heryog in Bayern/ zu Jülich/Cleve und Bergen Heryog zc. Die Kö-nigl.Groß-frau-mutteristfrau Hedwig Eleo-nore;/ Hertzog Friedrichs zu Holstein tochter/welche den 2z Ocwbr.A.i6z6 gebohren wordeit.
Die Königl. geschwister aber sind : FrauHedwig Sophm/ gebohren den 26 Junii A.1681/ und an Hertzog Friedlichen zu Holstein-Gottorff vermählet den 2 Junii A. 1698/nun-mehro wittbe.
Princeßin Ulrica Eleonora / gebohren den2zJanuariiA.i688.
Seiner Königl. Maj. übrige naheste unver-wandte sind dero Herrn Groß-vatcrs bruders
- -
»'»ZK"»»cht
.-LH MzMI «7/
7.-oz»W^
<7. ^
7 ,.^DM
NIM'
" 7^-
'' '.
^ M
. '-
- -
F
-
Kaystrl. Oberster/gebohren den iz August. A.
1666.
Herr Gustav Samuel / gebohren den 2April A.167O/welcher anfanglich als Obersterin Hollandischen diensten stunde / nachlnahlsaber A. 1696 sich in Rom zur Pabstl. religi-on wendete.
Frau Catharina / vermählte Gräfin vonGüldenstern/geb.den zo Nov.A.1661.
princeßin Marm Elisabeth / Stiffts-Frauleinzu Hervorden /geb.den iz Septembr.A. 166z.
Es werden aber diestTeutsche hohe verwand-ten JhrerKön.Maj.in demKönigreicheSchwe-den pro exrranejz gehalten/ und haben sich wederder erbfolge noch anderer dlsuonsl»vortheile zuerfreuen.
Hiernechst hat auch K.CarlGustav mitBri-Zitta Alleres einen natürlichen söhn/ nahmensGustavCarlssohli/gezeuget/welcher/ ausge-wesener Obrister unter den Engellandischentrouppen/anitzo aufseiner Gemahlin/SophienAmalien von Schwakenberg/ gütern in Hol-land lebet.
Ä?!°2 3" ber Rönigl. eitulatur wird das ReichMtiche°" der Gothen de,n Wendischen deßhalber^dertitu, vorgeseye/weil die Cron Schweden der altenGothen Wohnungen und lande würcklich bcsi-het; und weil die VanUalier und Wenden un-terschiedliche völcker gewesen / ob gleich der näh-me Wenden beyden ingemein beygelegctwird/so schreibet sich der König nicht nur einen ^ömgder Wenden/ zu Latein VanUslorum, sondernauch Oucem VenälT oder Veneciorum i Heryogder Wenden. Die übrigen Provintz - titulsind aus der besthrekbung derer landschafftenleicht zu verstehen, pfalggrafen bey Rheinschreiben sie sich deßhalber / weil sie nicht nur de-ro Hoch-Fürstliche ankunffl daher haben / son-dern auch das alte Pfalbgräflich - RheinischeFürstenthum Aweybrücken Ihrem Königli-chen Hause zugehöret. Jülich/Cleve und Bergwird zu bemerckung dero p^renlion auf die-se Fürstenthümer mit angehänget/davon manvor einigen jähren vorgeben wollen/ I. K.M.hatten sich mit Chur-Brandenburg und Pfaltz-^ Neuburg verglichen / und vor ihren anspruchachtzig tausend rcichsthaler empfangen/ die titulund wapen aber wären reciproce bedungen lindvorbehalten worden.
Fwoyte Haupt - H^indlung»
Was die würde dieser Crone .anlanget/so Würde devpflegen die Könige in Schweden denen inFranckreich den rang nicht einzuräumen: Denn 'als König Gustav Adolphen im nahmen desCardinals kicbsi-.eu durch den ^lar^uis 6e Lrezisangesonnen wurde/ den Kenig in Franckreich/der eben zu Metz war/zu sprechen / hat er sichzwar hierzu willig zu seyn heraus gelassen/ dabeyaber bedungen/daß ihm der Vorgang allenthal-ben gelassen werden möchte/welches den Cardi-nal confus gemacht/ daß er an keinen weiterncongreü dencken wollen. Angleichen entstün-de auf dem friedens-execmions-tage zuNürn-berg des rangs wegen zwischen dem Frantzöi-fchen und Schwedischen Gesandten ein streit/und muste derFrantzöische von dem convivlo desO^ca ä' ^mslk bleiben.
Die Königl. residentz ist zu Stockholm/allwodas schloß A./697 durch einen hochschadlichen Häuser,brand eingeäschert und ein grosser schätz vondem wütenden element gefressen wurde. DieKönigl. lust-häuscr / sonderlich Jacobsthae/Ul-riä)sthal:c. seynd eine halbe ineile von Stock-holm entlegen/welches erstere wegen der daselbstbefindlichen Alleen / Fontainen und Cascadenim so nun er vor allen andern angenehm ist; fer-ner Droinholm/ eine meile von itzt-gedachterKönigl. resident;-stadt entfernet/ welches aufJtalianische art erbauet/und der Königl-Äroß-frau-mmter zugchöret; sodann Carlsberg/^önigsör/u.a.m.
Das wapen/ welches die itzige Königl.Maj.D^Kwgk.führen/und in dero Königl. insiegel bemerctet^^'wird/ist ein quartiertes schild/ in dessen ersterundvicrdter blauen feldung drey.güldene Cro-nen/2 und 1 wegen Schweden erscheinen / unddie alte Vereinigung der drey NordischenReiche bedeuten/ in dem zweyten und drittenquartiere führen sie wegen Finnland ein Wech-sels-weise mit blauen schreg-rechts lauffendenund wellen - weise erhabenen straffen beziertesgüldenes ftld/ in welchem ein rother mit goldgekrönter löwe zum raube geschickt sich aufrich-tet/wodurch das alte wapen der Gothen/ so zu-gleich die drey gross stehendesten diests König-reichs bemercket / angedeutet wird. Indermitte disses haupt-schildes ist das Hoch-Fürst!,pfalyische und Vayerilche stammschildanzutreffen/nemlich ein gevierdtes schild / in des-sen 1) feldung die Bayerische muten/ in der2)der"Michische!öwe/im z)dasClevistHe ro-theWfld mit densilber-farbigen lilien- stabenund karsunckel / in der 4) der Nergische lö-we zu finden. Oben auf liegt noch ein hery.schildlein darinnen der pfalyische löwe. Aufdiesem Haupt-schilde ruhet die König!, mit bc-perlten bogen geschlossene Crone:Die schildhal-ter aber sind zween gekrönte löwen.
Nach vollbrachter krönung pflegt ein König Reise durchin Schweden/ vermöge der Reichs-gesttze/St.AA^Erichs straffen Zu durchreffen / das ist/die fürnehmste Reichs-Provintzien und sonder-lich die bergwercke zu besthen / des landes zu-stand/nutz und schaden desto besser dadurch ken-nen/die Wohlfahrt und aufnehmen der Unterthan-nen fördern / undwasruin und nachlheil brin-gen könne/ abwenden zu lernen; welches aberKönig Carl Gustav / weiter bald in die kriegeverfiele / nicht verrichten können. NachdemOo 2 die