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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung

fenäiren / und setzte die Dänische Waffen in einesolche enge und coatukon, daß der König obli-xirt wurde / zu vettung des periclmrendmReichs/ friede zu machen/ konte aber diesen/ beyRoMldi- so grosser avAataZe des feindes/ anders nicht/schtt folgende gestalt schliessen / daß neben

andern vortheilen der Cron Schwedendie provinyien/ Schonen /Halland/ Ble-ckingen zusamt der vestungVahus inNorwegen / und dem Hause und amteDrontheim / ingleichen die Insiilen Huenoder U)een und Bornholm/ auf ewig abge-treten wurden. Dieser theure frieden - schlußgeschähe zu RoßkildA. i6>8 den 26 Febr. Manfiattirte sich zwar mit Hoffnung/ das verlohrnebald wieder zu bekommen / worzu der Rapser/Chur-Vrandenburgund Holland/ auSja-lousie wider Schweden/Dänemarck allen Vor-schub thaten: Druni verzögerte man nicht nurdie execurion des friedens / sondern ließ es auch^. noch in diesem jähre wieder zur rupmr kommen.

Carl Gustav aber rückte bald zurück indm« Seeland mitseincr sieghafftenarmee/ empor-tirte Rronenburg/ und setzte Coppenhagenzu wasser und lande feindiichzu. ° Jedennochmachte die Hollandische flotte unter demAd-miral Opdam den Schweden im Sunde et-was zu thun/und schlug sich durch/ entsetzte auchdieKönigl. residentz/und kam hiernechstden be-drängten Dänen die hülffe ihrer Alliirten/desKayserS und des Chur- Fürsten zu Branden-burg/ so wohl zu statten / daß der König inSchweden die belagerung vor Coppenhagenaufheben muste. Gestalt dann auch die inwoh-uer auf Vornholm und zu Nidrosien revol-nrten/und musten die Schweden diese quartieresnit schaden verlassen. Im folgenden 1659jähre rsickte der König wieder vor die Dänischeresidentz/bestürmte dieselbe an sechs orten/ woh-nete der ersten srr^ue bey Langängen selbst bey/und lagen die Schweden in commuirlichemfeuer. Allein der tapffere König in Dane-marck wolte nicht weichen / und schlug diesengrausamen stürm ab. Daher muste der Kö-nig in Schweden nach diesem Unglück/ mit ver-lustvielen volckS/zurück/ eroberte jedennoch dieInsulen Langeland/ Falster undLaland/suchte auch unter der Hand mit Oesterreich undHolland friede zu machen. Engelland/ dessenfiotte unter dem AdmirallNonragu in Sundrame/und die Holländische pr^veoirte/vermein-rezwar/derCronSchweden zum vortheil/sichin selbiger gegend zu befestigen und zur see sicherzu seyn; aber der Englische Admiral war im.xortun.wolte die ftegckvor Kronenburg nicht'streichen/und weil der Staat in Engelland neueVeränderung empfände/war der vcrhoffre tue-cur^ vor Schweden ohne nutzen/und verfiel nochin diesem jähre die Insul Fuhnen/ von welcherdie Alliirtcn mit Verlust ein und andermal abge-trieben waren/numehr in dero Hände/ auch wardie bey Nieborg gehaltene schlacht/ darinnenbey 4OOQ Schweden erschlagen / und etliche ho-he Personen gefangen wurden / sehr fatal.

Dieser doppelte unstern beförderte den Nor-dischen frieden / zu dessen Vermittlung der Kö-nig die Engelländer und Holländer ungerne zu-ließ/und sich wenig guts zu ihnen versähe. AufKanckreich war sich auch nicht mehr zu verlas-

sen / als daß der Cardinal Mazarin zu demSchwedischen Gesandten Herrn Biorenklausagte: Oer Röntg in Dänemarck spanntedie sacken nun auch was höher. Zudem hatteder bißlMge große Lov^oeraore/ K» Carl Gu-stav/viel unmuth über dem rückwendigen glück/da es inCurland uttdPreuffen auch in das ge-dränge kam / und der Kayser nach pubücirten^vvcÄcorien denGeneral Loucbes und Staren-berg in Pommern einrücken / und allda einenplatz nach dem andern wegnehmen ließe. Seinletztes tem-rte der König auf Norwegen/ wurdeaber kranck / und starb an einem hitzigen fieberam 2z Febr. i66co. Dieser frühzeitige tod kamzwar den Dänen gewünscht / und meynten siesich nun rechtschaffen zu revengiren. Allein dasconcert» der Cronen Franckreich und Engel.land/w!e auch der General. Staaten/ ver-rückte den compaß/ und wurde durch vermitte-lung dieser Cronen und Pstentz der friedeA.Duch^i66c>am 27Mail vor Coppenhagen im lager/AAoder vielmehr in denen friedens-hausern und gc-bmzelten/fast aufden fuß gesetzt/ woraufderkildische gestanden / nur daß Vornholm und 'OronrheunOänemarck wieder zukommen/und denen Schweden die Insul N)een/ge-gen ^.andeö-Rron über gelegen / wie auchvor das übrige/gewisse guter in Schonenangewiesen werden socken. Das glückewolte aber dem tapffern beschützet der Crone/den es bißher fast verlassen / wieder günstigerwerden/und fügte sichs so fürtrefflich/ daß ih-ne.ff.^und dem Königlichen Hause die sblolme gewaltw-rvi«und souverainität über Dänemarck erblich auf-^'"'getragen wurde; daher man wohl Ursache ge-habt zu sagen / daßGOTTeswege unbe-greiflich bey ihme gewesen / indem er aus ei-nem Ery-VtschofszuVremm/ bey der Aii644durch dieSchweden geschehenen depollicit-rung/fast ein privscus und Nichts z aus diesemunregierenden zustande ein fast gebundener/undbey der Schwedischen oocupätion der lande einittulzr. Rönig in Dänemarck/und aus einemlitulsr-ein real-und souverainer Rönig wor-den ist. Endlich genoß er/nach dieser wunder-samen und in Dänemarck vormals unerhörtenVeränderung/eines ruhigen alters und verstarbdaraufden 9 Febr.A.i67O.

Also hatte er numehro zum erb-nachsolger sei-K, DDnen ältesten Herrn söhn / Herrn Christian vHwelcher »nie dem Raxfer /Holland /Spanienund dero Ailiirten partey gemacht/ und beyersehenem cempo,nachdem nentlich die Schwe-den in der Marck Brandenburg eine gefährli-che schlappe bekommen/wider diese Cron Ä. 1675den krieg äeckr ret. Zu erst versicherte er sich desrückens/ und der vestungen in Holstein undSchleßwig /nemlich Tönningen / und derStapelholmer schange / conjungirte hernach MinW

die waffen mit Chur - Vraudenburg / unt

nahm N)ißmar A. 167s weg; that im folgenden jähre einen einfal! in Schonen / und be-mächtigte sich derpäffeund vestungen Heising,burg/^ands. Rron/Christianstadt / derInsul Gothland / Rarlshafen/ Nlinnees-burg/u.a.m. ohne grossen widerstand. Meindas absehn aufHelmstadt in Hciliand mißlun-ge/indemdie A. 1676 dahin zur belagerung cle-ltmwte trouppen/so wohl auch die haupt-armee

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