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Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung
F. Erich
Vlli.
Ihme folgte im zwölfften jähr des alters seinHerr söhn König Erich vui, Memwidt ge-nannt/welcher die mörder seines Herrn vatcrs/die allesamt fürnehme Herren waren/verfolgte/und mit bchöriger straffe belegte/auch den Kö-nig Haquin in Norwegen/daß er sie in schütz ge-nommen/ mit dem schwerdt heimsuchte. Erstarb A. 1319/ und hatte zum Nachfolger seinenehtistchh 11.Herrn bruder K. Christophen 11. einen unbe-lobten und unglückseligen Herrn/ den auch dieStande und unterthanen unter anleitung derGeistlichkeit/ welche/daß sie selbst/so wol als dieweltlichen/mit unerträglichen schatzungen bele-get wurden / voller unmuths waren/ A. 13-6 derKönigl. würde entsttzten/ und Graf Walde-mar» von Schlcßwig auf den thron Huben.Es gienge ihnen aber wie den fröschen mit ver-werff-und annehmung ihrer Könige. Dahe-ro/als die Danen verspürten/daß sie unter derHolsteiner botmaßigkeit gezogen werden wöl-ken/griffen sie zur reu und anderung/ berieffenihren vorigen Herrn wieder zum regimem/ undhalffen nun gegen jene fechten / in welcherschlacht der Königl. Printz und mit-RegenteErich' den er A. 132skrönen laffen/A. 1332 tödt-lich verwundet wurde. Andereschreiben/ derPrintz habe auf der flucht mit dem pferde denhalsgestürtzet.
D^nemarck Zu dieser zeit verkaufften die Holsteiner diegrosse schwä' von der Cron wiederkäufflich habende ProvintzSchonen um 7OOOO marck löthigen silbers/ anRö»ig^l^num8meg mSchweden/ weil diemeisten Land-Herren sich schon dahin ergeben.Also ward Dänemarck sehr geschwächet/ dieGrafen/ sonderlich Graf Gerhard in Hol-stein/zogen viel an sich/ machten sich frey/undda es sich begäbe/ daß bey R. Christophs A.izzzerfolgtemtödtlichen hintritt derCron-PrintzWaldemar Ii! nicht einheimisch / sondern anKayser Ludwigs des Vaxern Hofe war/wur-de von den Holsteinern das Reich fast voll-kömmlich eingenommen / und bey nahe siebenjähr besessen/ biß dieser die ungebetenen gasteallmählich wieder ausschaffete. Er muste dieProvintzEsthen in LiefflanddenCreutz-Nitternvor 8O00 marck silbers verkauffen/ weil es ihmzu weit entlegen / die Ritter böse nachbarn wa-ren/und die beschützung mehr kostete/ als dasland ertrug. Hergegen brachte er Schone»wieder zur Cron/Oeland undGorhland musteseinen waffen sich auch unterwerffen. Nie-mand plagte ihn mehr/als die hansee-stadte/ de-ren Haupt / nemlich Lübeck/ damals in grossermacht stunde/ und dann der Pabst. Doch alsere^orinz XI denKönig in bann thun wolte/gaberihmediesekurtze amwort: R.WaldemarK.Walde- in Oaneinarck verineldet denk Römischen""Inrwvl t pu bste feinen grüß. Das leben haben wirau dcnMst/von GOtt/ das Reich von den Standen/denesse/ld schätze von unfern eltern / den glaubenvon euren vorfahren/welchen/ wann wirselbigen mit eurem guten willen nicht be-halten mögen / vermittelst dieses wiederzurück geben. Lebet wohl. So viel die Han-see-stadte anlanget/ fertigteer dieselben auch soziemlich ab.
Es wird eine artige gefchichte von ihme erzeh-let/daß/ da er seine gemchlin Hedwig /gebohr-ne aus Schleswig / wegm nicht gehaltener far-
Wawemartu.
be aufdem schloß Seeburg verwahret gehalten/er einsten von der jagt dahin gekommen/ undvon einer alten kuplerin beschwatzet worden / siewolteihm eine schöne weibs^person verschaffen/mit welcher er sich auch die nacht durch vergmi-gct/ und sie schwanger von sich gelassen/aus wel-cher liebe die berühmte Königin Margarethaentsprossen. Diese Princeßin wurde vor derzeit vollkommen/ und dem jungen K 'önigHaguinin Norwegen 1363 vermählet/ brachte auch imdreyzehendcn jähr ihres alters A- 136s einenPrintzen ans tages-licht/Olau; genannt. Daßaber seinHerr groß-vater/der weltgesinnte Kö-nigWaldemar/um diesen enckel mächtig zu ma-chen/ Haguins vater/König xiagnum, und sei-nen eigenen Printzen Christoph an giffte ster-bend gemacht / melden die Schwedischen ge-schieht-schreibet' / die Danischen aber nicht.Dieses glückte doch / daß die Königin Marga-retha/K .Waldemars lil tochter/inVormund-schafft ihres minderjährigen Printzens 0^lVi, welchem von seinen beyden Groß-herren-vä-tern die Reiche Däneinnrck und Schwede»/vom Herrn vater aber das Königreich Norwe-gen zugehöreten/ zur regierung kam/und als derPrintz in der Minorennität verstarbe/ zur völli-gen eigenen beherrschung vorgemeldter dreyerReiche empor stieg. Diese großmächtigste Da-Sjeme hat wider Rönig Albrechten in Schwe-smden/ der gegen den wahren Erb - König olaumbisher geführten usurpscion dieses Reichs hal-ber/ A. 1588 glücklich gekrieget / und den stoltzenfeind in siebenjähriger cuttociw enthalten / ihnaber endlich gegen eine rantzion von 60000marck löthigen silbers/ oder gegen Verzeihungder Crone/losgelassen/ welches letztere er auchvor jenem gewehlet. Darauf conjunMe siedrey Reiche / und ließ ihrer Schwester / derPrinceßin Jngeburg / welcher vor ihr die erb-folge gebühret hatte/ tochter Marien, mitHeryog Vb^rrislao VII erzeugeten sohnHeryogErichen aus Pommern A .1396 zum König inSchweden krönen/ ungeachtet seines zarten nurauf 14 jähr sich erstreckenden alters. Wiedenn nicht nur diesem das Königreich / sondernauch der drei? Cronen conjunÄion auf demReichs-tage zu Calmar A. 1397 bestätigetwur- MdWde. Solchem nach hatte Königin Margare- Cr»mkcha/so von einigen die Dänische Lemirsmiz ge-nennet wird/ eine gesamte regierung mit ihm bißan ihr ende / welches in das I. C. 1412 einge-fallen.
R.Erich X war von höchst-itztbesagter sei-KkMner frau basen in Wollüsten erzogen / und wolteeine eigenwillige regierung haben / an keineReichs-fun6amema!-satzungen verbunden seyn/sondern plackte die unterthanen mit unerträgli-chen schatzungen/verübteauch unerhörte grau-samkeiten/wovon die Insul Femern das trauri-ge beyspiel geben kan/ darüber er alle liebe beyden gesamten Reichs-Ständen verlohren/ undder Reiche gar entsetzet worden. Sein auf-enthalt war einige zeit auf Gochland/ welcheInsul er/aus haß gegen Schweden/denen Da-nen zugespielet/und sich hernach A .1438 inPom-mern lalviret. Er legte sich Hernachmals aufscapern/sammlete geld und starb A .1448 nach er-littenem schiffbruch / da er allen Königlichenschätz verlohren/ kümmerlich. An die Däni-sche
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