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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
232
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Des Europäischen Herolds zwkytc Haupt-Handlung

er zweytenWaupt-Mandlung

ierdterWaupt-Mheil.

rittes Aaupt - Stücke:

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em WönigreGe Inland.

Ittland be-stund vorzei-

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Obernien oder Irrland ist

die zweyte der grossen Bri-tannischen Jnsulen und liegtgerade gegen Engelland ander West-seite. Die altennennten sie juvernam. Und schreibt ?aciws invim IZl-icolzc c. 14. Er habe offt von ihme ge-höret/daß mit einer l.e^ion undwenig suxiliar-völckern Hibernia könte empornret werden.Was vor völcker eigentlich darinnen gehauset/ist unbekandt. So viel geben aber die altenjahr-bücher und? olomXu§,daß die izri^nres cir-

ca Promontorium lscrum oder UN! die küste gegen

Schottland über gewohnet haben. In fol-genden zelten ist sie in so viel Königreiche/ alsProvintzien/nemlich fünffe / dermaßen einge-theilet/ und dem Staat nach also versastet ge-wesen/daß zwarfünffRegeneen und kleineRönige darauf regieret/ einer aber aus diesen/so der machtigste gewesen/ insgemein Rönig inIrrland/ und wol garkexkegum genennetworden / auch die ober-gewalt geführet hat.Wie denn Lm fünffren leculo nach Christi ge-burt/ die Königl. regierungs-art schon in Übunggewesen / Ll. 644 ist Egfried / der NorthumbrerKönig/in die Insul gefallen / und hat zu erstfremde Waffen dahin gebracht. Und dieses istdie erste zeitgeschicht der unbekandten Jrrländi-schen fachen.

Der andere perioclus ist denITlorwegernzu-Uchmm7s zuschreiben /welche unterm commando des 5ur.«l«t. die Insul eingenommen / und auf zc> jähr

lang nicht ohne grausamkeit regieret/und damitalles verderbet. Denn dieNation hat aus un-leidlichkeit des allzu schweren jochs es mit diesengasten endlich gemacht / wie Hernachmals dieSieilianer mit denen Frantzosen. Daraufsind die Oustmannen aus Teutschland dahinkommen/und haben milden inwohnern blutigekriege gesühret. Die Könige von Engellandhatten als nechste Nachbarn sich entweder derInsul anzunehmen und sie zu bedecken/ daß nichtfremde Nationen darauf einniftelten/oder sichselbst bey dieser occslmn denen fremden vorzu-ziehen und zu ihrem eigenen vortheil die beherr-schung des landes zu suchen. Welche poiiri^ueauchKön.NcjAgru.m den Xli ausdemSächsischenstanrme in EngLlland bewogen hat/sich der In-sul zu versichern / denen einwohnern rath undtbat zu geben/und sich dieses weges zur crobe-rung von Jrrland zu gebrauchen. Welcher

Norweger

bomiaßigkeit kommen. Die übrigen Regen-ten derProvintzien sind unter sich selbst verfallen/und indem sie als swZuli gegen einander gefoch-

ten haben / endlich allesamt überwunden undunter fremde gewalt bracht worden. Es ge-schähe zu allererst dergleichen veranlassung beyKönig Henrichs 11 von Engelland zeiten/ in-dem der kil)i ^lorro^ genannt/ ein kleinerRönig derproviny feinster/wegen seinertyranney aus dem lande verjaget / um iecourzund Wiedereinsetzung ansuchte/ und die r.'Nmi-tion auch vermittels der waffen erhielte: denndcr Eirafvon ?embro!< KicUarcl, beygenihintLrl-onßkiovv^demder ivlorrog seine tochter Evenzur gemahlin gab/und die Cron-folge versicher-te/ brachte in Wallien ein kriegs - corpo zusam-men/verstarckte es durch den mitziehenden En-glischen Adel / und setzte ihn nicht nur wieder aufden thron/sondern straffte auch seine unruhigenachbarn und unterthanen / und machte sichziemlich machtig/ daß auch der König in Engel-land argwöhn wider ihn fastete/es beriesderKö-nig in Engelland feinen vollen wieder zurückin sein Vaterland/und verlangte die lubm,llionvon ihme/ und als er nicht nach des Königs wil-len die con^ueren abtreten wollen / bedrohete erihn mit der coniilcarion i lieste es jedoch zur ver-mittelung dahin ankommen/ daß er ein großtheil abtreten/ etliche stadte und schlösse aber Mdem

zu lehn trageu so!te:hiermit bekam Engelland ei-ler^^

nen fuß auf Irrland/ vertrieb hernach den söge-nannten Monarchen von Jrrland/ nahmene lBodcnchcn/und zwang die/so sich nicht unterden Englischen zepter begeben wolten/mit demschwerdte darzu. Diese vorhabende eroberungdesto mehr zu exculu-en/od er mehr glück und sterndabey zu haben/bäte der König Henrich Pabstm IV um erlaubnißsich der Insul zu be-mächtigen und das unbändige volckzu zähmen/erlangte auch ein absonderliches clip.iomu hier-über/darinnen unter andern diese worte:?c

illiu; rerrX populuz re recipinc, öc

Lccleliarum ülibato öc inte^ro per-manenre^ sc tslvä D. ?erro cle Im^uliz clomilzuz sn-nua Nenarjj penlione: Und dieses latt-des volck soll dich ausnehinen/und als einenHerrn ehren / jedoch daß der kirche ihrrecht gany und ungeschmälert/ und dervon jedem Hause dein heil, petro jahrlicheZinß-groschen beständig verbleibe; und ge-schähe daraufdie belehnung von dem Pabst miteinemschmaragd-ringe/als mit einer herrschafft.Dahero die Englischen Rönige den Rönigl.titu! solcher Insul durch viel 5eco!a nicht ge-führet/sondernsich bloß Herxs-z in Irrland ge-schnoben/ wie es die PsiWjche bullaan handgiebt. Jedoch haben d-e Könige nicht verboten/wann nach att oes alten oero Stadchat»ttkn d^ckw! König bißweilen von denen unter-thanen

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