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Des Europäischen Herolds zwcyte Haupt-Handlung
znM, Die Jnsulen der Schot«» sind die
briäes, bäcbuäse, oder tbe ^etternez lles, aN der
zahl 44. Die erste ist Kleina oder ka,!inö;darnach ist ila.die groß/getraide-und viehreichist. Zu Tocjor war weyland der Bischöfflichesitz/daher alle diese Jnsulen Loäorenltt benah-met worden. Die übrigen nahmhafften sind
8leia, l.evviz, Kult, blyla, stna.^irrb,
Karra, Xolomk.I, Mirtta, u. a. M. DLcft Jnsil-len haben die Schotten den Norwegen abge-kauft. Ferner gehören auch zu Schottlanddie Orcacle» oder Orkney, deren 26 bewohnte /ohne sehr viel kleinere unbewohnte/welche nurzur Viehweide dienen/gezehlet werden/darun-ter die fürnehmste Pomona oder vlamianä, all-da im stadtlein kirttcvvall ein Bischöflichersitz / woselbst der trinck-becher däaW sehrfleißig aufgehoben / und wann ein neuer Bi-
schofs bey ihnen daraus getruncken hat / vielÜberfluß und gutes verhosfet wird. Nechst
dieser sind bekandt Lourb» kvnslska , Lvvinns ,läc^ und >)i/-lL8,Zurra, Lancia, ^ettra. (lava,(8ramsc7,u. a. m. Sonsten ist die kalte aufden Orcacilbuz überall so groß / und vornehm-lich auf den jenigen/ welche am nechsten gegenNorden liegen / daß jezuweilen im sommer stu-cken eiß von einem fuß dick aus den wolckenfallen/ daher» denn in den fruchtbarsten/aufferetwas weniges von körn/nichts als Hafer undgerste wachset: Auch stehet man auf allen Jn-sulen keinen eintzigen bäum / welches aber ei-nige mehr der einwshner faulheit/als den:mari beymessen wollen. Dargegen wird aufder Insul Pomona ein reichhaltiges zinn - undbley-ertzt gefunden/wsrnach man aber entwe-der aus armuth oder aus Unachtsamkeit zugraben nicht bemühet ist; und auf den bestenunter diesen Jnsulen ist eine gute viehweyde.Vormahls stunden sie unter Norwegischer bot-maßigkeit / wurden aber nachgehends anSchottland verpfändet / und ungeachtet dieDanen zu deren einlösung auch noch auf denBredaischen friedens - trattaten sich ystttiret/haben doch die Schotten oder vielmehr die En-gelländer solche zu rettim-ren schlechte tust be-zeuger/ danncnhero jene mit der erklarung/daßihre pi-Trenlmn zu anderer zeit besser untersu-chet werden solle/sich begnügen müssen; wie-wohl man diese Jnsuln A. 1669 noch genauermit der Schottischen Crsne verknüpfter unddurch eine Parlaments - Acte zu einer Landro-stey gemacht/ welche 1800 pf.sterlings jährlichabwirfst: überdiß hat der bruder des Her-tzogs von Hamilton das pi-TMcar eines Gra-fen von Orckncy erhalten/woraus denn allent-halben so viel abzunehmen stehet / daß mandissits zü derselben abtretung gar späte rttol.vii-en möchte. Fast gleiche bewandniß hat esmit den Schottländischen oder Hitlattdi-fichen Jsnsnln/ darunter K4amlsnä die gröste/ssnsten aber , ^t/ulk, Koslar, kula . 1/rouära,und die Lkel-l-ie, annoch bekandt sind/daß nehm-lich dieselben zu Schottland sind gezogen wor-den ; gegenwartig aber gehören sie den? Kö-nige von Danemarck zu.
Natürl. be- Schottland ist von ungleicher tage / unddc^Schow ^lss auch von unterschiedlicher beschastenheit.lmides. ' Der hohe theil gegen Norden ist unfruchtba-rer als der südliche/ weil darinnen viele felsen
und berge zu sehen/ dahero auch die einwohnerdieses theils insgemein die berg - Schottenoder Hochländer genennet werden. Ist nie-mals von den Römern bezwungen worden;
Venn die inwohner find rauh und wilde/ undnehmen nicht so leicht die schlüsse des Parla-ments an/ lassen sich auch durch deften Waffennicht allemal beherrschen. Allhie wohneten diealten Score»? eigentlich/ undrestdirtcnihreKönige auf vuntttt'ax. Das Südliche theilist dargegen fruchtbar/wiewol auch hin undwieder grosse flecke zu finden/allwo nichts alswasser und marrast ist. Die inwohnerseynd n^hrcivilitiret/und kan von diesen vor-nehmlich gesagt Werden/was unten folget. Dieberühmtesten seen seynd der Kots, kourk,!>?elz,und koumonä, auf welchem letztern eine schwim-mende Insul zu befinden. Der Vitts aber/wieauch ein fiuß dieses nahmens söl niemals zufrie-ren. Die vornehmsten flüsse sind der cka?, die Nüsse.
1>veäe,V?lM,ttiäz 8ptt,l)ee> UNd l)'ne.
Die gaben / we!Ä)e die natur diesen? König- Wen b«reiche gegeben/find allerlei) edel steine / per-len/blaue farbcn/gagat/ stetnkohlcit/mar-tt?or/elsen/b!e>vund zuweilen auch ambra/ in-massm es denn auch gold - und Wer - gangegibt. In den siiber - gruben bey UWuo,unfern Edinburg/ haben sich A. 1609 Vteißni-sche bergktiappen finden lassen / welche abernicht lange gedauret/und daher ist deren berg-bau schon vorlangst verfallen. Es gibt so vielsalinen oder lachst/ daß man deren össters beyZoo aufcii?em zug heraus ziehen kan/ sonderlichbey Aberdon. Man pflegt derselben jährlichüber 6OOOQ / und manchen zu 40 und mehrpfunden / allein in Franckreich zu schicken. Derheringsfang ist dermaßen reich und ergiebig/daß er einen unsäglichen gewinn ertragt / undman sagen kan / die Schottische ustr fixenderselben eigener austnthalt. Zu Dum-barron gibt es fische ohne floßfedern. Auchfindet man in einigen flüficn/ absonderlich inder p>es und Oone, eine art grosser muschelu/in welchen perlen wachsen/ so der runde/ grosseund glcmtz der Orientalischen osstermalö nichtweichen. Die wilden gänje/Loolanä Qccst ge-nannt/nisten in solcher menge an theils orten/sonderlich auf der Insu! kass, daß die besatzunghieseldst unter andern ihr brennholtz von de-nen nestern/ und ihre speist von denen sifchlem/so sie eintragen / nehmen kan ; die k^attesoder rot - gänse aber sollen aus den bäumenund aus Muscheln wuchsen. Im übrigen hates einen Überfluß an leder/schmaly/ fischen/wltdpret / und eine grosse menge wölfst.Auf den gebürgen gibt es wilde pferde/wel-che klein/aber sehr scheu undstarck seynd/ undlocket man sie durch andere pferde herbey/ wennsie sollen gefangen werden. Sonsten rühmetman auch die Schottlandischen Hunde ihrerMunterkeit und geruches wegen/und einige sol-len m dem Norder-quartier eine natürlichefeindfchafft wider die diebe und rauber haben/dergestalt / daß sie selbige leichtlich auswittern;dahero folgendes altes gefctze noch daselbst be-
kandy ist : vlullus pertukbec auclmpeäiar cauemtrallamern^ e.vefllAÜs mlitkentem ) aur bomi-ves cr sllantes cum ipio ,aä stguenäum latrone5 ,sucsä capisnäum malekackores.
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