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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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211
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von dem Königreiche Engtlland.

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stücke/wie auch an munirivn hat Engelland ei-nen sonderbaren Überfluß / und daferne nach der^evile/ welche Rönig Henrich - v jn ^mnck-reich auf seine canonß graben und giessen las-sen/die artillerie und die gute Verfassung r-riovlnma Keßum sind ; so ist zu schließen / was auchdißfalls des Königreichs Engellandes machtvermag. Worzu am ende noch dieses anzufü-gen / daß des Königs absolute gewalt tttkriegs - fachen zu ciscAuixung sothanermacht und prXporeny vielconmbu-ret / in-dem ver Röntg alle Vasallen und uneertha-nen in obberührter so hoher anzahl wehrhassterleute dergestalt zu stmer <l-spolir,on undfol-gehat/d»Hauf einbrechenden nothfallal-le/fo erfordert werden/das gewchr schul-tern/und auch wider willen kriegs -diensteantreten müssen. Obwol sonst des Königsgewalt durch'Ntercelkon des Parlaments vor-stehender Massen limieiret ist. Am übrigenmuß man bekennen/ daß die Engellander bessresoldaten zu suß als zu pftrde / noch besser aber zuwasser jeynd.

jvu Kinig, Die einkünffte des Königreichs Angcl-«-cbsem- land belauften sich jährlich auf eine hohe sum-Mhum. ma. Zu König Henrichs Ii! zeiten hac sich derCron einkommen jährlich nicht höher/ als etwaauf 6OOOO marck silber erstrecket. Wannman die seiden-und wollenweberey/und den rei-chen tuchhandel/ die erträglichen m-moszÄuren/dann die fürtreffliche see-commerc-en/ den He-ringsfang und daher emlauftendc schätze an gol-de und siiber / und den reichthum der inwohner«ml^eriret / so kan es nicht anders seyn / manmuß über den preiß und Wohlstand dieser landesicherfreuen/ und daher die rechmmg machen/was grosse summen davon in die schätz -kammerdes Königreichs geliefert werden können. A.i6i! haben die rechnungen gewiesen/daß die zolleder auswerts verführten waaren auf 93794 pf.sterlings; die emwerts angeführte etse^en aber80657 pfund betragen. Deßgleichen hat man A.1621 solchen zoll aufi7Z22l ltz sterlingsgenutzet.«M. So bald Rönig Larl ll wiederun^ auf denw«M' thron gelangete/ machete das Parlament einenschluß/daß der König ins künfftige 1200002 pf.sterlings als ein 6xum zu seinem unterhalt habensolte. Ferner bestehen feine imracien aus deinertrage der?arrimoma! - guter oder Oomamen/dann aus denen fruchten und nutzungen /wel-che der unmündigen kinder guter tragen/ solange/biß sie zu ihrer vogtbarkeit nach er/ang-tem21 jähre schreiten/ ferner aus dcn reievus,lehns-pnd derselben recoZNltior ?s- gefallen/dein ponöaxe, welches eine gewisse sccts auf allewaaren ist/deßgleichen aus den andern impottender waaren und brauchbaren dinge/als holtz/ to-back und so mehr; wie denn Mein der tobacks-zsll 1600 marck silber werth vor diesem ertra-getnc .heutiges tags aber wohl vielmahl so vielabwirst/gleichwie die übrigen imposten allesamthöher gestiegenzitem aus denen canün-u .schor-stein gefällen /ivie auch denen zehende und er-sten stüchten derGeistl ichkeit strassen /con-i^cationen u. d. g. Die nebcn -'nt,a6en bestehenaus denen exrraorämsr -steuren/ schagungen /Ztrtbut/lubllcka! - geldern/benevolenrü,,üscali-

schen rechten /u.d .g. wohin auch gehöret / daßdie ausländer der erbschafft von der feiten - lini-Kwe^e Haupt-Handlung.

en unfähig sind / aus welchen sehr grosse summengeschöpffet/und in den Königlichen schätz beyge-leget werden können. Aus denen königli-chen Cron-vomsinen/ welche Ronig Wil-helm Lonquellor durch kriegs-zwang erobert/sind einige so gar inaUenabcl/ daß sie auch zumilden sachen nichtdörffen verändert werden/andere/die der Königlichen person gewiedmet/können eher in ftembde Hände kommen ; wiedenn König Jacob; viel verschencker/und keinestunde/ ja fast keinen augenblick vorbey gehenlassen/da er nicht fteygebigkeit geübet.

Diese cloma^nen wurften nebenst andern re»venüen hiebevor einen solchen schätz aus/deßglei-chen kein König in Europa hatte. Jmnassnallerhöchst-gedachter Rönrg Jacob A. 1607bey versammletem P arlament"olches selbst zumhöchsten anrühmete. Ehe Römg HenrichVli;diekirchcn-güteransich gezogen/ hat mandie Königlichen einkommen der ä^mainen auß500600 gcld-gülden scK'miret. Unteru^ hat zuseinerzeit c-bicrva'et/ daß allein aus derer Her-tzogthÜMer I.ancaUef und <ü<zsnvvsil clomsineNjährlich 80000 gold - gülden cincaßiret worden.

Daher wüste man auch von keinen so hohen im-xttften und beschwerungen der unterthanen.Wiewol auch dargegen der ausivandt bey Hofenicht so starck war.

Die münye der sterlings ist auf dem Par-Sterlingslament zu Loudon A.1249 von KVnig Henrichen wüntze.Iiieingesshret/llndsoll von denstären oder sich-ren/hier zu lande sterling genannt/ deßwegenden nahmen haben/ weil man dergleichen vögeldarauf gepräget. Andere aber stehen in dengedancken/weil zu K.Richards 1 zeit die inwoh-ner in den handels-städten an der Ost-see/wel-che dieEngelländer damahls Lllerijngz zu nennenpflegten/ das feinste gcld geschlagen^ / daß manvon dar müntzmeister und werckieutt nach En-gelland habe überkommen lassen/um dergleichengeld zu prägen/ welches dahero bstertm^ oder8ler!mß benähmet worden. Und giltein pfund sothaner müntze 4 reichsthaler/io gro-fchen/8pftn.wann man auf das pfund 2o ster-linge/und jeden Zu 5 groschen 4 Pfennige rechnet.

Allein diese dem Könige gewidmete cjep.n^tsund --evLnüe, langen kauin an den zwolfften theilder einkünffte des Königreichs. Wenn mannun die grossen ausgaben und aufwendungendes Königs dargegen setzt / nemlich die Hofhal-tung/und den kstarder Königlichen tam,lle/ge-sandschaffts-sscten/die vielen bedienten/und de-ren besoldung und unterhalt / so wird sich viel-leicht nicht viel Überschuß finden. Bey regle-rung der Rönigin Elisabeth hat sich befun-den/daß aufden Hof-Staat nur / wasdietafelanlangt/bey die 60000 pf.sterlinge/oder 242666reichsthaler aufgegangen seyn. Die kmar.tz-Officirer kosten hiernechst wol das meiste. DerKöniglichen finantz-kammer gereichet zum son-derbaren Nachruhm / daß die einkommen niedurch geringe und schimpffliche mittel/ als ver-kauffungder <bsigen,bier-saltz-und wem-hand-lung oder thorgelder/welche in den thoren derstädte vor die j>sss^e bezahlet werden müssen/und andere unzuläßliche mvemiones vermehretworden/sondern es beruhen/wie gedacht/selbigeaufgewöhnlichen und rcpunrlichen inrraöen.

Es ist kurtz vorher der einkunfft aus denenDd 2 ^pupil-