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Dcö Europäischen Herolds zweyte Haupt. Handlung
ne ziehen lassn/angestellet / auch das äevilc -510d^ 80ir c^l-ll V?KI8s8L,zudem ende angenommen/ damit jederman wis-sen mochte/ daß die incünarion vor diese dameunsträflich und tugendhaft wäre. Allein dieEngelländer halten dieses vor eine fabul / undmelden dargegen/esseyK.Eduard/nach glück-lich gehaltener schlacht in Frankreich/degieriggewesen/ derselben ein unvergeßlich denck.nahlzu stifften/welcher sieg der damahls herrschendenlupertt.cion zu folge/ dem Engelländischen schlch-heiligen und Patron / nemlich dem Ritter S.Georgen von , zugeschrieben wor-
den. Und weil das kriegs-zeichen der Engli-schen militz ein 8-!l-rer oder knieband gewesen /habe der König einen Orden auf dem schlösse zuNXndsor deßhalber angefangen / allwo auchnoch anitzo die Ordens-Ritter ihre Zusammen-künfte halten. Einige machen den beginn die-ses Ordens noch älter/und schreiben R.Richar-den i die canMcucivn.K. Eduarden aber die er-neuerung und bessere Verfassung zu.
Seit der stiffung desselben sind mehr als 8Rapser/ 28 auswärtige Aönige / und viel<Lhur-Fürsten und »nächtige pursten in Eu-ropa darzu aufgenommen worden. DcrRo-nig in Engelland ist dessen Oberhaupt/ louve-rain und tbpremusgenannt/ und pflegt jedesmalden 2g Aprilis am S. George»»-tage ein großfest zu celebriren / indem er die Ritter nacherWindsor beschreibet/in der vortrefflichen schloß-capelle daselbst die lul-nn-en begehet/ und sie miteinem stattlichen kellm rex-a-ret. Und obwolkeine dame/sie sey gleich eine Königin / in denOrden kommen kan/ so hat doch sowol die Köni-gin Maria/als Elisabeth / die louversimtät alsOberhaupt des Ordens gesühret/ alle ppocellw-nez gehalten/undsich durch die Marschälle dasschwerdt vortragen lassen; dahero kem zweifle!ist/es werde bey jetziger regierung ein gleichlnäs-siges geschehen.
Der Ordens - genossen sind fünss undzwanyig/samt dem Souverän, und haben sieihren praßten/ welche ckarxe der BischofzuVl/incbeNer stkeckret / wie auch viele Lasinnico«und zugehörigeGeistliche und schüler/deßgleicheneinen Canylar/(ZreKer, N)apen-Rönig/wel-cher bey allen grossen lolenmen das pr« hat/ undnachgeordnete Herolde: Stirbt einer ab / soerwehlen die mit-glieder einen andern an dessenstelle. Unter denen Ordens, siaruten ist eingesetz/ krafft dessen jeder Ritter dem andern innöthen beystehen/ und keiner im kriege fliehensolle.
Das Ordens-zeichen ist ein blau mit golde/perlen und edelen steine» versetztes knieband/welches dem Ritter mit einer güldnen schnulleans lincke knie gefüget wird/ und welches er beystraffe zweyer thaler allezeit im ausgehen tra-gen muß. Aufder linckm achsel über dem fu-il-incorps tragen sie das schild S. Georgens/welches ein ro hes creutz mit dem blauen Or-dens-oder Hosen bände und einem vielstrahligenstern bczieret.
Die ceremonien / so bey der ertheilung desOrdens A. 1669 zu Dresden vorgangen / alsRönig Carl i 1 Cdurfürst Johann Georgendem il zu Sachsen durch den Ritter Ikoms,tt.ZZvm den Orden coll5crjren lassen / waren
folgende: Aufm grossen saal waren zween hohethrone aufgerichtet/einer dem Könige/ Verän-dere dein Chmfürsten zu ehren: Dem Chursür-sten wurde erstlich der rothe rock/ hernach dasschwerdt angelegt/ woraufein Englischer Herrneben schriftlicher Überlieferung der Ordens-statuten eine lateinische rede hielt; nach diesem
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band der Englische Herold dem Churfürsten dasKönigliche Hosenband ums lincke bein/hieng ihmauch neben einer schweren güldnen kette den vio-letten rock um / und setzte ihm einen breiten mithohen federbüschen gezierten Hut auf. Daraufgiengeman zur tafel / der Chursitrst aber ließdeßKönigs geburcs-tag aufzeichnen/ u.nselbi-gen jährlich zu feyern/ und dem Ritter iboma,tt-xgons wurde eine kette verehret von 6Oo fl.auch eine sonderbare müntze zum gedächtniß ge-
Der Ritter Lannere» ist oben erwehnet wor-den; anitzo weiß man aber fast nichts mehr vonihnen.
Der Ritter-Orden des bades/ ehe orcit-e O' den duof lhe Larb, sind König Hcnrichsiv creaturen/welcher A.1Z99 die ersten gemacht/ und werdensie also genennet / weil sie sich vor empfangungdes Ordens zu baden pflegten/deren lolenne m-außuraüon bey dem 8pclmsnno sä dNcojzurnU^>lc>num s>. m. 6vi'gg zulesen/ aberkürtze hal-ber nicht allhier eingebracht werden kan. Siewerden mehrentheils bey Königlichen beyla-gern/ krönungen / und dergleichen lblsnnitatencreiret/und fuhren ein roth band zur echzfpe.
DieLcjuire8 /^urati oderRitterL^ckellepZwer-MttttVSiden vermittelst des schwerdts geschlagen/ indemder König den vor sich knienden Ritter mit demblossen degen auf die schulter oder rückenschlägt; weitere ceremonien gehen dißfalls nichtvor.
DieLzguire, oder schildknaben waren vor-e-qum»zeiten darzu verordnet/ daß sie vor denen grossmHerren die schilde trugen / daher ihnen auch dasprseNicar ^rmißer beygeleget worden. Jetzo istdiese guslität allen gemein / so keine gemeine sol-daten oder bürger sind. Vornehmlich aberwerden e»quires genennet alle jüngere sthne derGrafen/Vice-Grafen/ und Baronen/ welchedahero dentitul Konoursble führen/ und allenRittern vorgehen/ alsdann die ältesten söhne derRitter/(denn die würde der Ritter istpersön-undnicht crblich)welche dann diesen nahmen aufihrenachkommen fortpflantzen. Gemachte waf-fen-trager sind 1) die so genannte oftbe kyöy. oder leib-waffenträger / welche stetsum den König seyn/wann er auf dem thron sitzt/zu seinen süssen sitzen/und in seinem vorgemachschlaffen sollen: und diese haben auch das prs-a,car Nonnurable und gehen den Rittern vor.2)Die 8cpge-,m8 ch/zrme.8, welche demKönigebey tolennitäten dienen/und die gekrönten zepteetragen/z) die Herolde/ und deren an hang/ wel-che natürliche söhne des obern Adels sind / wer-den aber nicht wohl schildknaben genennet / son-dern lvomiceilj.
Der Adeliche stand / ingemein ge-M^^nannt/hat sinen Ursprung vornemlich von adli-chen eltern/deren ahnen tugendhafte und begü-terte leute gewesen / und werden die kinder undnachkommen vor wahre rechtschaffene (Z-mel-ms«, oder Edelleutegehalten/ wann sie der ah-nen
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