i66 Des Europäischen Herol ds Myte Haup t-Han dlung
er die Norder - quartiere von Engelland gegen art verändert/ die alten Englischen gesttze abge-
dersee-räuber plackereyen beschirmen mochte/ than/und statt deren die Normannischen satzun-
dessen beede Printzen Edmund und Eduard gen/kriegs-äiscipiin.mamer mit langen bögen zu
wurden in Pannonien vertrieben/allwo sie auch' fechten Und andere gebrauche/samt derFrantzöi-
verfallen. Beysolcher unglücklichen bewand- schen spräche (dahero die annoch fortwährende
niß war Engelland sehr mitgenommen worden / Vermischung der Englischen spräche herrühret >
indem es den Danen nicht allein jährlich einen in Übung bracht / die land-güter den Engellan-
gewissen tribut erlegen müssen/sondern die En- dem genommen/ einige zur bequemlichkeit seiner
gelländer brachten auch selbstcn einen impost jagten zu Lomsmen gemacht/ und viele seinen
auf/welchen sie dansgeldnenneten/ undwel- soldaten als lehn ausgetheilet.^ Dessen polle-
chn zum küege wider sothane fremde gaste dienen rität hat nicht lange aus dem König!, throne ge-solte. fessen/ indem der zepter und derHertzogs -HutDas DSttl, Als aber dieses Kanuts söhne / Harald der von Normandie bey der Person seiner enckelin /
De ,och b^st^rd/ und Aanut der Harte oder ^üh. Princeßin Mechthild^en/aufdie spindel gefal-ne/ ohne leibes-erben innerhalb jähr und tag A. len. Wormit aber Steffan von öloi8, Graf1040 und 1041 todes verfahren/ haben die An- zu Lolwmen/ der mit ihr geschwister kind/nichtgelländer sich diesesOänischen jochs wieder- zufrieden war / und sich der Cron Engellanduin entbrochen / und Eduard beygenahmet mit macht annahme/und nach glückund unglückOnfellor, des unglücklichen König Edmunds endlich dabey dergestalt mamreairte / daß er zeitli bruder/ die Königliche Hoheit wieder an seine lebens regieren/ und nach seinem tode / welcherNation gebracht; Dieser hatte sich in wahren- A. C. 1154 ersolgte/die Cron aufihren mit Grafder Dänischen ulurpmion des Reichs/gleichsam Gotfrieden von knjou aus dem geschlechte derim cxNio. jenseit meers in Franckreich aufgehal- so genannten plsntaZeMen gezeugten söhn /ten/ und kam A. C.1O42 / da König Kanut der PrintzHenrichen/vessrammen solte/mit welchemHarte plötzlich gestorben / und der Königliche der vierdte perwäu« sich ansänget,thron erlediget war/ Meder in dieJnsul/sein va- Dieser Ronig Henrich beftsie zugleich die Neues se-terlich Reich einzunehmen. Welches ihm vier grosse Staaten in Franckreich/ /wjauauch dahin geglückt/ daß er die Danen / nach- dwrWanajL.Lulemie und nebst demKö- dem hachdem sie über2OO jähr Engellands plage-teuffel nigreich Engelland/ und regierte Zs jähr bißgewesen waren/es aber kaum 26jähr beherrschet 118 9; lnuste aber srml seinen Herren luccellsrenhatten / ausgetrieben/ die allmiiMracion des an der Cron/vielbeschwerliche immgue; und blu-Reichs aufdiealten grund-gesetze wieder einge- tige mißgunst^von denen Frantzosen der jetzt-ge-richtet/und bey 24jahr löblichst regieret. Wor- dachten vier Staaten halben ausstehen. Fubey dann zu mercken / daß er der erste unter den Römg Richards und Johannis Zeiten rissenEngellandischen Königen gewesen / welcher die die Frantzosen viel städte in diormsncke und än.kröpffe oder kbs Kmxs LvNl geheilet. Unter jou an sich/ denen wegen einer K. Iohannftn b>ni»d a»--andern machte er auch ein gesttze/ daß der jeni- impunrter 5?lome (denn obgemeloteProvintzienge/ welcher in einem wirths - Hause herbergte/ waren der Cron Franckreich tehnbar) die gan- FwOOdie erste nacht als ein frembder/ die andere als tze ^o?msn6ie nachfolgete/so nun über zo« jähreein freund/die dritte aber als ein haußgenosse an- in Englischen Händen gewesen war. Die nach-gesehen würde / dergestalt/ daß nach der dritten regierenden Könige haben den rest der Irantzöi-nacht der wirth vor den gast rede und antwort schen lehnbaren lande nach und nach auch verloh-gebenmüste. rem
Alseraber hernach A. 1066 ohne leibes-er- Doch bekam K.Eduard v,und aus der Plan»
den verstorben / hat er das Königreich durch tsgemüen stamme!l,mit seiner gemahlin Isa?
testament an Hergog Mjlhelmen aus der beileu/R. Philipps des Schönen in Franck-
Norlnandie/ den er auch an kindes statt ange- reich rochter / Aquitanien und Ponthieu zum
nommen / übergeben. Dahero man jagen Heyrath-gute wieder. Sein Herr söhn/ R. E- K. Com»
kan/daß das geblüte der heutigen Engelländer duard m,der ;??ächtigste und grösie unter
mit Römischen/ Sächsischen/ Danischen und alle n Englischen Ronigen/ hat mit dem Kö- denKö-i-M
Normandischen vermischt sey. Diesem Her- nigein Franckrcich/Philippen von v.ckozs,we-'
tzog Wilhelm hat sich ein vermeinter erbe/ Ha- gen der erb-nachfolge/ welche König Eduard DessenM
rald/ König Kanuts u schwester söhn/ entgegen wegen seiner stau mutter/ der drey letzten Koni- AArÄ
gesetzt / und im vorgemcldten io66sten jähr eine ge in Franckreich von der ersten Capetischen li- erre^ w
schlacht geliefert/darinnen er aber/ samtvielen nie schwester/an der Cron Franckreich p^- ttsettw'
Engelländern / ins araß beisten inüssen; endi- renclixte/den langwierigen fast neunzigjährigen
get sich also der Sächsische und Dänische ps- blutigen krieg angefangen/und viel imporrauw
riostuz fast zugleich/ und fanget nun der Nor- siege bey 8luys, Lrecx und poirierz erhalten,
männische an. Sem ältester Printz/der tapffere Eduard/rbs
K. Wilhelm Sintemal)! der neue König Milhelm c^on- Mak prince oder der schwarye primz ge-
^usllok-, oder der Obsieger genannt / das sehr nannt/ der erste Hertzog von Lornvvaüien und
Staat, zerfallene Reich wieder aufgerichtet/ und feinen endlich Printz von Wallis/ war sein Feldherr/
Staat in der Jnsitt befestiget; welches seiner und fast jederzeit glücklich. Wie er denn in der
convenientz nach anders nichtgeschehen können/ berühmten schlacht bey letztgemeldtem orte A. C.
als daß er die neuen unterthanen wehrloß ge- izs6 einen Mst?eraten sieg gewann / da ein Em
macht/neue vestungenangeleget / das volckin gelsmann gegen sieben Frantzosen gefochten/
alle wege eitM)chräncket/die heimlichen zusun- Röntg Iohannsenl in Franckreich in person
mcnkünffle / darinnen man sich wider den gefangen nähme/ und einen grossen theil von
Staat berathschlagte/verstöret/ die regimmgs- Franckreich cvnqusMrete. Der krieg mit