,64 Des Europäis.Hcroldszweytt Haupt-Handlung von dem Kdnigr.Portugall,
den Spamern vor 40000 rthlr. überlassen/welche ihn aus das schloß zu Meyland brach-ten/ biß er Hieselbst nach achtjähriger gefan-Kenschafft sein leben endigte. Dieses kontenun zwischen beydcn Höfen nichts anders alseine kaltsinnigkeit der gemüther verursachen/welche biß A. 168z währete / in welchem jähreKönig peciro auf inständiges anhalten desPabsts Innocentii XI Sr. Kayserl. Maj. einigeZeld - summen zu fortsttzung des krieges widerdie Ottomannische Pforte vorstreckete/ welcheneue und erwünschte imelllAence nachmahls umein großes vermehret wurde / als sich Se. Kö-nigs Vtaj. mit der Käyserin schwester vermäh-lte/ und hätte man sich nach des letzt -verstorbe-nen Königes in Spanien tödtlichem hintritt kei-ne andere Hoffnung machen können / als daßdieser König dem Hause Oesterreich bey seinemunstreitigen erb-recht zu der Spanischen Mo-narchie wider deff'Nusurp3torL5bevstehen/auchfolglich seinen in höchster gefahr schwebendenthron hierdurch befestigen würde; indessen ver-bleibung aber man alles der künfftigen zeit über-läßt/und den ausgang dein allgewaltigen Kö-nige aller Könige heimstellet.
(s) Mit Holland hat die Cron Portugal!jederzeit ein gutes Verständnis'gepflogen/nach-
dem A. 1669 alle cklkerentienabgethan worden/welche seit A. 1661 zwischen beyden Nationengeschlossenem frieden entstanden waren. Diefriedens-puncte bestunden darinnen/ daß dieCrone Portugal! Brasilien in West - Indienbehielte; dargegen aber denen Holländern al-les in Ost-Indien biß aufLo» überließ/ und ih-nen über dieses in etlichen terminen 40 tonnengoldes auszahlete. Es scheinet auch/ ob suchtenSe. König.Maj. die proärable freundschafft derGeneral-Staaten beständig zu erhalten: Je-dennoch ist nicht wohl abzusehen/wie solches beyder mit Frankreich und Spanien geschlossenenallianee bestehen könne.
(6) Der Engellander freundschafft suchet dieCronPortugall ebenfals nach mögliä)keit zu me-nsgiren/ und die warheit zu bekennen/so hat dieseNation so wohl in vorigen zeiten/ als auch nach-gehends durch ihre tapffere st)ülff- Leistung vieldarzitconrribuiret/daß die Portugiesen nicht vonder Spanischen macht verschlungen worden; zugeschweige« der Handlung/welche beyde Natio-nen mit einander zu haben pflegen. Iedennochscheinet diese Crone anitzo wegen der mächtigennachbarschafft andere melurs? zu nehmen / wie-wol ihr/allem ansehen nach/nichts liebers als dieerhaltung der Neutralität seyn würde.
Wie Bri-tannien un-ter der Rö-mer gewaltk.ounnen.
Wr zwcytcn Uaupt-Kandlung
WerdttrUaupt-Ahnl:
Von dem
önigreiche Droß-Mrikannien undWrrland.
Erstes Mauptstück:
om Uönigm
^Ritannien oder die Insul äl-bion ist vor sulij tÜXÜlris zeitenden Römern nicht sonderlichbekandt gewesen; doch hat esseine eigene Könige gehabt/undist also eine der ältesten Monarchien/ älter alsTeutschland / Frankreich und Spanien. Alsaber dieser Held und con^uersnr den gröstentheil von Gallien bemächtiget / hat er etwa 50jähr vor Christi geburt eme excur6on dahin ge-than/worzu ihm der reichthum des Landes Hoff-nung und anlaßt gegeben. Als er sich aber mitden kleinen Königen und innwohnern etwasherum geschlagen/begab er sich wieder von dan-nen/ uiw überließ der zuküufftigen zeit dessen
conqueNü'UNg. ^
Japser eiauMus machte sich aufs neue dar-an/ ließ eine Provintz nach der andern angreif-sen/ und pl-Xvai-rte sich der lAÄiollum Lc Nu-Iic).rumavie es lucims nennet/oder der innerlichenzwistigkeiten / welche die kleinen Könige oderHerren der kepubbyuen unter sich hatten / der-maßen/daß er bald einen starcken fuß darinnen^langete.
^a^ser war darinn noch glück-
sicher/ indem sein^General ssjius /^Ancola dioInsul biß tieffin Schottland hinein/ und biß andie meerbustn (Zlosi,, allwo itzund Q^sco undgegen morgen über biß an Loöomen seiner bot-mäßigkeit unterwürffig / und selbige zu einerProvintz gemachet/mit guten ordnun.gen verse-hen/ darein geleget / auch ihro zum un-terscheide Lntunm'X barbur-L des kleinen Bri-tanniens oder Schottlands den nahmenönranniL m^jorizbeygeleget.
Allem die groben Britten sind ans ihrem Der SchchNordischen winckel in die Römischen gebiete nu >md wofftinals wieder eingefallen /des Vorhabens ei- "mmMnen ort und Provintz nach der andern wiederzu erobern/ und die Römer gar aus der Insulmit der zeit zu vertreiben ; inmaffen auch dieMonarchie den gantzen strich landes biß gegen/Uexoäunum herein eine Zeitlang verlohren ge-habt. Dergleichen weiteren einfallen abzuweh-ren/ hat Aapser ^clrisnus nach vollendetemkriege und völliger zurücktreibung der Barba-ren/zur befestigung der gräntzen/ eine schiede-mauer oder wall aufFOOvO schritte lang durchdie Insul von dem munde des flußes ima anhiß an das so genannte Xsiusrium Icunsezden lan-
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