24 Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung
wurde Tunis und Tripolis bombardiret/ also Wirten auch den Hertzog von Savoyen zumdaß sie sich zum frieden beqvemen musten/ wor- feinde gehabt/ welchen er aber durch glück.icheauffA.i687zu Rom die streitigkeit wegen der > eroberungen vieler festungen und stadtein solcheqvartiers-freyheit angienge/ worvon in der be- furcht setzete/ zumahlen es nunmehro auch dieschrcibung des Päbstl. Staats etwas ausführ-- residentz - stadt Turin gelten solle / daß er sich/licher gehandelt wird. zum höchsten nachtheil seiner bundsgcnossen / inZlbertnahli- Jmmittelst verursachten die Kayserl. proZres. einen pLrticulLi.frieden einließ/krafft besten derTttttschia-'d/ sen wider den erb-feind in Ungarn/ welchem zu Hertzog wiederum in den besitz seiner verlohr-Ettgcll.uid folge der habenden bündniß aus Franckreich nen örter kam/ Pignerol aber geschleiffet wur-der Hand nachdrückliche hülste geleistet de/ und zur bestatigung sothanes friedens ver-worden war/ bey dem Könige eine solche eisser- mählete sich des Königs ältester enckel Ludwig/> suchtwider das wachsthumdes Hauses Oester- Hertzogvon Burgund/ mit desHertzogs alte-reich/ zumahl als derKäyserl. älteste Printz/Ertz- ster Princeßin Maria Adelheid/ welches beyla-Hertzog Josephus / zum König in Ungarn war gcr folgendes jähr in Franckreich vollzogen wur-gekronet worden / daß er sich nicht länger ent- de. Endlich erfolgete A. 1697 der allgemeine Friedehalten konte/ eine unverhoffte Diversionvermit- friede/ welcher mehr durch den Grafen von'" RyWHtels des allergrausamsten friedenbruchs unterm Portland/ und den Marechal de Boufflers imcommanäo des Dauphins in Teutschland' zu felde/als durch die k^empotentizrios undgesand-machen/worzu er/wie bereits oben in der er- ten zu Ryswick geschlossen wurde/vermöge desssten Haupt-Handlung erstem haupt-theile erin-- sen die Crone Franckreich nicht allein alles inuert worden/ die Cölnische Ertz-Bischoffs- diesem kriege eroberte wiedergeben/ sondernwähl und die angemassete Soutenirung des auch über dieses Casal/Luxenburg/Omanr/Bischoffs von Straßburg/ Fürst Wilhelm Charlemont/Lotharingen/Zreyburg undEgons von Fürstenberg/ zum vorwande nahm/ Vrisach an ihre alte eigenthums- Herren ab-und nicht lange hernach gieng der krieg mit treten muste. Deßen allen ungeachtet sahenHolland und Engelland gleichfals an / worzu doä) die scharffsichtigen Staats-leute wol/daßdie retirade K. Jacobs aus Engelland anlaß der König bey solchem dem äußerlichen ansehengeben muste/ als welcher sich nebst seiner ge- nach äesavant^euien frieden den grösten vor-mahlin und dem vermeinten PrintzenvonWal- theil hatte/indem hierdurch die grosse Alliance/!is A. 1689 nach Paris verfugte/ allwo ihm K. welche ihm bißhero ziemlich hart auff dem hal-Ludwig Xl v zu St. Germain en Laye seine re- se gelegen/ wiederum zerrissen wurde. Es kon-sidentz anweisen ließ/ und nach der Hand einige te nemlich dieser Staats - kluge Monarchetrouppen zu dienste dieses Konigl. gastes in Irr- leichtlich urtheilen/daß diestetswahrende unpäß-land sthickete. Dazumahl wurden wegen des ligkeit des Königs in Spanien einen baldigeneinreißenden geldmangels A- 169 c» zwey Edicte tod nach sich ziehen würde. Er wüste auch wol/publiciret/ deren das erste in sich hielte/ daß alle daß Franckreich durch den langwierigen kriegämter derer Notarien / Procureurs und Ser- und durch die menge seiner feinde so wol angeams gegen erlegung einer gewissen summa volck als geld ziemlich abnahm/ und daß es zu-geldes/ erblich gemachet werden sollen. Ver- letzt unter der schweren last erliegen muste. Dar-möge des andern aber solte in allen städten und - gegen besorgte er/daß bey ereigneten? todes-falistecken/ wo eine Chambre de ville/ oder Cham- des Königs'in Spanien/ offtgedachte in vollerbrede Communs wäre/ein Königl.Procureur bereitschafft stehende Alliirten nimmer gestattenbestellet/ und die charge verkaufst werden. Un- würden/daß ein Frantzöischer Printz den Spa-erachtet auch die handwercker bißhero freyheit nischen thron besteigen solle. Daher war esgehabt hatten/ ihre L^nckcos und geschwornen vor den König in Franckreich viel vortheilhaff-zu erwehlen; so zog der König doch nunmehro ter / sich einiger länder und städte zu begeben/solches recht an sich / und musten sothane ämter um hierdurch seine feinde zu entwaffnen/ als sei-mit geld bezahlet werden: Derer neu-auffge- nen äescenäenten die Spanische Monarchierichteten hohen chargen anilzo zu geschweige«/ aus den Händen spielen zu lassen. Wiewol eswelche zu Vermehrung der Königl. einkünfste dennoch vor Teutschland verlusts genug war/auffgerichtet wurden. A. 1691 starb der Mini- daß man die fürtresiiche Vormauer und edlester d' Etat/ Mr. de Louvois / ein söhn des vor- stadt Straßburg/ samt dem Elsaß und was jen-wahligen Cantzlars von Franckreich / Michael seit Rheins gelegen/dahinten lassen müssen. Diele Tellier z dahero der bisher in Ungnaden nachfolgende begebenheiten/ als den welt-bc-gewesene Mr. de Pompone nach Hofe beruffen/ ruffenen theilungs - tractat und des verstorbe-und zum Ministre de Etat bestellet wurde. In nen Königs Carl il vermeintes tcstament be-eben demselben jahrewurde auch in der Franche treffende/weil in des zweiten haupt-vor-Comte die Universität von Dole nach Nelson trags zweptem haupt-theile von dem Rö-transkenret/dergleichen Vormahls schon A. 1676 nigreich Spanien die nothdurfft vorzutra-mit dem Parlament geschehen war. Im sol- gen vor gut befunden worden/ als wollen wirgenden jähre 1692 erlidte die Frantzöische siotte uns geliebter kürtze wegen dahin beziehen,unterm commando des Grafen von Tourville In obgedachtem jähr 1697 empfand derin der Manche/ oder in dem Britannischen König einen ungemeinen Widerwillen / als femMeer zwischen dem Cap de la Houge und de Herr vetter/kranciscusi^uclovicusPrintz vonCon-Barfieur/eine der remarquablestcn Niederlagen ti/an statt der gesuchten Polnischen Crone einenvon denen Holländern und Engellandern / mit schimpflichen rückweg in Franckreich nehmen/
Verlust einer grossen anzablkrieges-schiffe/undA. und die vergebens auffgewandte große sum-
169z stifftete der König den orden St.Ludovici. men geldes beklagen muste/ und well die Dan-
Vißhero hatte er unter andern wider ihn . tziger diesimt Printzen den eiugang in ihre stadt
ver-