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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
22
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men l -enunciren / md sich mit sOOOOO Lro- enthalten/ authentisiret/ und dey den hohen undnen zum hexraths-gut vergnügen solte. Niedern gerichten eingeführet/und in diesem jähr .Der Cardina/kvolte zu beyden zwar anfangs fielen die Frantzosen eben zu der zeit in des un-niä)t stimmen/weil er die ambition hatte / der mündigen Königs in Spanien Niederlan-schenNädwKönig würde eine seiner basen heyrathen / und de ein / da sie durch dero gesandten zu Madrid/ ^de.hiemechst durch beförderung seiner creaturen zu den Lrybischosszu Ambrun/ die Königlichektjcgs-diensten suchte er seinen Estat.zu beftsti- frau mutter und Regentin versichern lassen/ ihrHen; denn wenn Franckreich keinen auserlichen zug wäre so wenig auff Flandern gerichtet/alsfeind mehr gehabt/ wurde es ohne innerliche um sie vielmehr obbgiret waren / einem Pupillenruhe nicht gewesen seyn. Er starb aber A.1661/ das seinigc erhalten zu helffen. Der vorwandnachdem erden König vorher wohl mformiret/ zu ergreiffung der waffen war folgender: Eswie er das Reich hinstlro regieren/ dessen gräm habe Philippuse König in Spanien seinerhen erweitern/ uno sich in der welt glojre erwer- tochter Zsabellen Clären Eugenien/ Crtzhertzogden solte. ^ Albrechts in Oesterreich gemahlin/die NiederDer König Mass" auch ihro Königs. Maj. bald nach sei- lande im testamente vermacht / von welcher die-RÄrmm !iem Verwaltung des Reichs über selben nach ihrem A. 1639 erfolgeten absterbenftlbß «in. sich genommen/ und der lehre/ daß keinem Xli- auff ihres bruders söhn/ König Philippum IV,nistrci solche gewalt/ als Richelieu und Mazarin versället worden. Weil aber Ludwig desxiv,gehabt/ jemahls ohne Verletzung des Königlichen Königs in Franckreich/gemahlin/ Maria The-höchsten respects zu geben wäre/ fleißig gefolget / resia/ aus K. Philipp 1 v erster ehe erzeuget wor--indem er sich 1) die sinancen/2)die äilciplini- den/ so habe sie das Hertzogthum Brabant/rung der miliy/ 3) die refornmtion des ju- nebst dessen zugehör/ nemlich die herrschafftstiy-wesens / 4) die erweiterung der grän- Mecheln/ Antwerpen/Ober-Geldern/Namur/tzen durch neue con ^ueeen /und 5) die ausrot- Limburg/ Dalcn/ und die andern örter jenseittu»,g der Hugonotten eyferig angelegen seyn der Maas/ wie auch Hennegau/Artois/ Cam-lassen. Das erste wcrck war nun/ die financen bray/ Burgund/ und Luxenburg/ und zwar ver-besser einzurichten / welches dem Surintendam möge des in Flandern gebräuchlichen clevolu-ten Fouquet die il^uilmon, der Königl. kammer uo^rechts geerbet; gestalt denn die conl'ustu-aber alleinc damahls 6 Millionen pfund jahrs- feudales LrabanuX unter andern besage-renten mehr zuwege brachte. Um diese zeit ten: Wenn ein mann oder eine frau/ wel-wurde auch die autorität der Parlamenter / im che kinder hinterlassen / mit tode abge-fonderheit aber des Parlaments zu Paris / het/ so wird nach solcher trennung der ehegäntzlich abgeschaffet / welches Vormahls solche das eigenthum der lehn-güter/ so von demgewalt gehabt / daß keine Königliche handlum überlebenden ehegatten herkommen/ auffgen vor gültig erkannt worden / es habe siedenn ihre kinder/es sepcn nun derselben gleich ei-zuvor itztgedachtes Parlament veriliciret. A. nes oder mehr/ verfället/ und hat der über-1662 verglichen sich Ihre Majestät mit dein lebende ehegatte an solchen gütern mchts^eryog von Lotharingen / wovon an sei- wciters/als den erblichen u5um5ru6Wm odernem Ort ein mehrers. In diesem jähr gerie- Nießbrauch. Weil nunK. Philippi iv erstemit P^Ale- ^ mit pabsi Alexander?? vn deßhalber gemahlin Jsabella längst vor ihm verstorben /soxatiber'n vi/, in irrung / weil die Päbstl. leib-wacht/ die Cor- seye das eigenthum des Hertzogthums Brä-stn/dero extraoräinar-gesandten/Duc de Crequi/ bant also fort nach ihrem tode auff die aus sol-bcschimpffet hatten. Dahero Ihro Maj. auch eher ersten eh erzeugete ver-Avignon wegnähme. Doch wurde die sache fället worden ' da hingegen die eydliche ver-A. 1664 zu Pisa verglichen/und Ihro durch eine zicht/ so sie bey chrer Vermählung geleistet/ auffsolenne Ambassade gegeben. In-, ihre künfftige erbschafft/ nicht aber auch zugleichgleichen wurde Oünktrchen von den Engellän- auffdas jenige zu verstehen/ was ihr/ nach demdem gegen erlegung vier Millionen geldes an Brabantischen rechte/ zur zeit solcher renuncia-Franckreich übergeben/und A. 1664 fieng man tion allbereits eigenthümlich zugehöret/ undan / die Mittelländische und Aquitanische See worzu Carolus il^ als aus Philippi!V zweyterdurch einen canal in der Provintz Langvedoc zu ehe entsprossen/ keines weges gelangen können,vereinigen / welche mühsame und mehr kostbar Also gieng in obgedachtem jähre ein neuer kriegals nützliche arbeit allererst A. 1671 geendiget an / darinnen K. Ludwig xiv Charle Roy/wurde. Wie denn auch in obgedachtem jähre Liste/ Tournay/ Douay/ Courtray/ Oudenar-1664 unter dem commando des Grafen von Co- de und andere Plätze eroberte. Es nah-ljgny ein starcker fuccurs nach Ungarn abge- men auch die Frantzosen A. 1668 unerachtet desschicket wurde/welcher den sieg bey St.Gothard unbeqvemen wetters die Franche Comte ein /erhalten halff / im rückmarsch aber dem Chur- rasirten viel ftstungen/ und hauseten sehr übet. Den Mt,. fürst zu Mayntz zu liebe die stadt Erfurt demü- Hierauffhatten sie in dem Anno i668zu Acken sehen friede»^bigte. Der zug nach Gigerx/ und das vor- geschlossenen frieden den vortheil/ daß sie über NA.Äi-habenaufder barbarischen kuste in Africa obgedachte ftstungen/ städte/ ämter/ und zu-M-daselbst neun Colonien auszurichten/geschahe im gehörige casteltaneien/ lande und bezircke/ auchjähre 1662, aber unglücklich. Das sterben riß ferner die stadte Binch/ Aeth/ Bergh/ Fort debey der armee ein/und die Generals waren we- Scarpe/Armentiers und Furne mit allen zu-gendcs rangs uneinig/daher von den einfallen- gehörungen bekommen. Zu diesem obwohlden Mohren der Überrest desto eher geschlagen/ vor Franckreich avantageüsen frieden wäre esund aus dem lande verjaget werden konte. noch nicht kommen/ wann nicht die so genann-A. 1667 wurde der bekandte Codex Ludo- te Tripel-alliany zwischen Engelland/vicianus / darinnen die Frantzöischen gesetze Schweden nndHollnnd/derSpanischenNie-