dem Geiste, der von Irland ihm zugekommenen, Dämme ent-gegenzusetzen, hat es sich bequemen müssen, sich mit ihmabzufinden, und Recht zu geben, wem Recht gebührt. Aufdem Contincntc haben gleiche Ursachen gleiche Wirkungenhervorgerufen. Dasselbe Belgien, das schon dem katholischen,nur gcwaltthätig rcformircnden Oesterreich verloren gegan-gen, hat sich im folgenden Menschenaltcr von dem rcformir,tcn Holland losgerissen, und dies hat seine Gcwaltthätig-kcit mit Zerrüttung und Verlust hart büßen müssen. In derSchweiz, wo dieser tyrannische Geist am Nadikalism einenseiner würdigen Bundesgenossen vorgefunden, und nun mitihm das Maaß des Hohnes und der Unterdrückung bis zumUebcrlanfcn angefüllt, mögt ihr wie am Nilmesscr von Jahrzu Jahr die steigende Erbitterung der Gcmüthcr messen; undsorgt ihr nicht aus dem Ganzen heraus für Sichcrstellnngund Besänftigung, eine gewaltsame Erplosion wird dortnicht abzuwenden scyn. Hat die Bewegung in solcher Weisedurch alle gemischten Länder sich verbreitet, wie und auswelchem Grunde sollte sie Deutschland fremd geblieben seyn?Hat man es etwa dort seit dem Reformationsfcstc an irgendeiner Herausforderung fehlen lassen? Hat man nicht diekatholische Bevölkerung überall ignorirend als ein bloßesComplement der protestantischen behandelt und aufgeführt;und das nicht blos in solchen Ländern, wo die letzte die stär-kere gewesen, sondern selbst, wo sie die schwächere derzahlreicheren gegenübersteht. Welche scnrrile Ausfälle sindnicht einer, sonst von der ängstlichsten Ccnsur gehütetenPresse, auf ihren Glauben, auf Alles, was ihr ehrwürdig undheilig ist, gestattet worden. Als nun gar im Eintritte desjüngsten Ereignisses Ucberraschnng, Zorn und gereizte Lei-denschaftlichkeit aller Art jede Rücksicht der Klugheit hattevergessen machen, und darüber das Innerste des Gcmüthcssich aufgedeckt; welche Masse von Ingrimm, Tücke, Bos-heit hat sich da nicht im Grunde dieses TolcranzpfuhlcS ge-
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