der» sich dort zu Laude erfreuen will, muß zuvor gründlichenStudien in der Klopffechtern sich unterzogen haben. SolcheLiebhaberei müssen wir uns nun freilich diesseits gefallenlassen; ohne jedoch nöthig zu haben, für unsere Personenauf dieselbe einzugehen. Das aber wird von vorn hereinklar, daß, wenn wir die Einen uns betrachten, die denStreit um Principicn immer nur als einen persönlichen ver-stehen; und die Andern, die die ernste Resolution gefaßt, beijeder wichtigen Streitfrage, wie es auch komme, Front ge-gen die katholische Kirche zu machen, wir die Aufkündigungder geistigen Ehe mit solchen Streitbarkeiten nicht groß be-dauern dürfen. Es war jedenfalls keine von denen, die imHimmel geschlossen worden, nur so eine Art von Lomulxzi'-„tum, der Art, wie die Menschen zu knüpfen und zu lösenpflegen, nach Neigung und Bedarf.
Inzwischen fehlbare Creatnrcn sind wir allzumal, undes ist gut, daß wir unsere Schwachheit uns allzeit vorAugen halten. Beim Empfang des Hallischcn Schcidebriefeshat also der, an welchen er gerichtet war, zu sich gesagt:hast du doch deinerseits nicht etwa durch dein Buch gegrün-dete Ursache zu so maaßlvscn Angriffen deiner Persönlich-keit gegeben; und hat diese dort oder auch früher sich soherausgestellt, daß man mit vollem Rechte ihr nur Ange-messen, wie sie ausgemessen, und also nun, da eins aufgehtgegen das Andere, Alles sich wieder in's Gleichgewicht ge-setzt. Er hat also die Anklage vor sich hingelegt, und ihrerals eines Beichtspiegels sich bedienend, an ihr sein Gewissenzu erforschen angefangen. Hast du, so hat er sich gefragt,dein Buch wirklich mit einer Bosheit im Herzen angefangen,