Druckschrift 
4,2 (1828) G
Entstehung
Seite
588
Einzelbild herunterladen
 

588 Galvanismus.

ben ohne allen Zweifel wechselseitig condensatorisch aufeinan-der, und da jene Physiker die Verbindung der beiden Metall-platten unter einander nicht durch einen Metalldralit, sonderndurch den Finger machten , so fehlte hier offenbar die wesent-liche Bedingung ,zur galvanischen Wechselwirkung der Metallemit einander, nämlich unmittelbare oder durch andere Metallevermittelte Gemeinschaft derselben mit einander. Woher indefsdie so auffallenden und ihrer Beschaffenheit nach constantenZeichen von E. in den Versuchen jener Physiker abgehangenhaben mögen, ist noch etwas problematisch. Wurden näm-lich die beiden auf einander gesetzten Platten nach ihrer gleich-zeitigen Berührung mit den Fingern von einander getrennt, soverhielt sich das Kupfer gewöhnlich stark -j-, das Zink gewöhn-lich stark — eh, und zwar bis zum starken Anschlägen derGoldblättchen. Diese starke Wirkung trat aber nur daun ein,wenn die Platten mit ihren Firnifsschichten an einander geriebenwurden. War aber durch ein einmaliges Treiben die E. in denMetallen erregt worden, so ‘'dauerte sie Stunden und Tage langfort. Stellt man nun mit einem solchen Condensator den Vol-ta’schen Fundamentalversuch (4) an, indem man die beiden Me-talle durch einen Draht mit einander verbindet, so kann esleicht geschehen, dafs das Zink nun statt -j-E, — E zeigt, undso umgekehrt das Kupfer -f- E. Der Grund hiervon liegt aber,wie aus der Vergleichung aller Erscheinungen hervorgeht, inder Concurrenz zweier Wirkungen, die einander entgegenge-setzt sich wechselseitig beschränken , und wovon die eine dieandere im Verhältnisse ihres Uebergewichts ganz verschwindenmacht, und mit dem Unterschiede beider gleichsam als ein liestzum Vorschein kommt. Man wird nämlich immer finden , dafswenn das Kupfer in einem solchen Falle mit-}-, das Zink mit— E auftritt, ihre respectiven E. schwächer sind, als wenn•ihre Verbindung durch den blolsen Finger gemacht wordenwäre, offenbar weil nun die durch die galvanische Wirkungder Metalle aufeinander erregte — E im Kupfer und -f- E imZinke, die nachdem andern Gesetze in ihren erregten entgegen-gesetzten Elektricitäten beschränkt haben , und war die durchdie Verbindung der beiden Metall platten mit dem Finger er-regte E. an und für sich schwach, so wird sich das Zinkauch wohl -(- , das Kupfer — zeigen, jedoch immer schwä-cher, als wenn jene andere entgegengesetzte E. gar nicht vor-