Druckschrift 
4,2 (1828) G
Entstehung
Seite
556
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sten Theorien dieser Erscheinungen darstelle und kritisch prüfe.Um jedoch diesen Artikel nicht zu selir zu überladen, werdeich der umständlichen Beschreibung der Apparate , durch wel-che der verstärkte Galvanismus erhalten wird, so wie der vonihnen abhängigen Erscheinungen einen eigenen Artikel: Säule,Volta'sehe, widmen.

Geschichte des G&lv auismus,

So mannigfaltig auch die galvanischen Erscheinungen sind,und so vielfach sie immerfort im stillen Haushalte der Naturvor sich gehen, so blieben sie doch den Naturforschern bis aufdie neuesten Zeiten verborgen, vorzüglich darum, weil sie un-ter den gewöhnlich im Naturlaufe vorkommenden Bedingungennur durch ihr Product in längerer Zeit auffallend werden , unddieses Product an und für sich von denjenigen nicht verschiedenist, welche man von bereits bekannten, vorzüglich chemischen,Kräften abzuleiten gewohnt war. Die erste im engern Sinnegalvanische Erscheinung die aus den bekannten Eigenschaftender Körper nicht zu erklären , und eben darum geeignet war,die Naturforscher auf die Spur dieser grofsen Naturthätigkeit zuleiten, findet sich von J. G. Sulzek. angeführt. Zur Unter-stützung einer von ihm in seiner Theorie der angenehmen undunangenehmen Empfindungen 1 aulgestellten Hypothese, dalsauch die Geruchs - und Geschmacks-Nerven, um ihre Empfin-dungen zu erhalten, durch eine Folge von Schlägen (pillsa-tions) afficirt werden, findet sich in einer Anmerkung zuS. 82. folgende merkwürdige Stelle :diese Hypothese scheintdurch eine ganz merkwürdige Erfahrung bestätigt zu werden.Wenn man zwei Stück Metall, ein bleiernes und ein silbernes,so mit einander vereinigt, dafs ihre Ränder eine Fläche aus-machen und man bringt sie an die Zunge, so wird man einengewissen Geschmack daran merken, der dem Geschmacke desEisenvitriols ziemlich nahe kommt, da doch jedes Stück be-

1 Diese Abh. ist iu den Mtm. de Berlin 1760 in franz. Spracheabgedruckt, aber auch unter obigem Titel in einer deutschen lieberSetzung erschienen. Berlin 176d. Vergl. Dessen vermischte Schriftenzur Beförderung der schönen Wissenschaften und freien Künste 5terBand und Göttinger Täschenkalender für 1794. S. 186, wo dieseStelle zuerst der Vergessenheit entrissen worden ist.