Einleitung.
XXXI
Von den für die Bearbeitung herangezogenen Werken sindzunächst zu nennen die Matrikeln und Dekanatsbücher vonBologna, Prag, Heidelberg, Erfurt, Rostock und Tübingen; fürLeipzig und Krakau standen Auszüge zur Verfügung 1 ). Be-rücksichtigt wurde ferner eine reiche Literatur zur Universitäts-und Gelehrtengeschichte, sowie zur Geschichte der Wissen-schaften 2 ). Auch wurden soweit nötig und möglich, die Werkezur deutschen und zur Kirchen-Geschichte des 15. Jhdts. benutzt.Nur in beschränktem Masse fand eine Verwertung der lokal-geschichtlichen Werke statt. Die Beschränkung in der letz-teren Hinsicht war dringend geboten, einmal wegen der grossenMasse der Literatur und dann auch wegen der unkritischenGestalt vieler ihrer Hervorbringungen. Trotzdem schien esnicht geraten, die mannigfachen Erläuterungen, welche einerReihe von diesen Schriften mehr gelegentlich entnommen wur-den, bei Seite zu lassen, um das Ebenmass des gebotenenStoffes zu erhalten; von grösserem Werte als ein rein syste-matisches Verfahren erschien die Überlieferung des gewonnenenMaterials.
Nicht aller gesammelte Erläuterungsstoff konnte in denAnmerkungen gebracht werden. Bei den mit j ausgezeich-neten Personen und dort, wo durch die Bemerkung „u. ö.‘ £darauf hingewiesen ist, besitzt der Bearbeiter jetzt schon inseinem Zettelkatalog eingehendere Nachrichten; für die Wie-dergabe in der Matrikel wurden' nur die charakteristischenBelegstellen ausgewählt, diese aber auch alle gebracht.
Die Erläuterungen geben Aufschluss über Universitätsbe-such und Studiengang der Immatrikulierten und klären die Be-ziehungen der Universität Köln zu ihren Schwesteranstalten 3 ).Wir lernen aus ihnen die spätere Wirksamkeit der neuen Ge-nossen an der Hochschule kennen; das gesamte Professoren-kollegium der Universität und die Dauer der Lehrthätigkeitder einzelnen Dozenten wird sich auf dieser Grundlage wieder
!) Dank dem liebenswürdigen Entgegenkommen der Herren Gymnasialober-lehrer Dr. Knod in Strassburg i. E. und Bibliothekar Dr. Perlbach in Halle a. S.
2 ) Das Bücherverzeichnis im Anhang berücksichtigt aber nur die Werke,welche eine Ausbeute ergaben.
3 ) Ein auffallendes Beispiel möge erwähnt werden: die starke Verbindungzwischen Köln und Heidelberg um das Jahr 1455, veranlasst durch die Einführungder via antiqua in Heidelberg durch den Kölner Magister Hertwicus de Amsterdam ;man vgl. dazu Toepke, Heidelberger Matrikel II 392 ff.