Druckschrift 
1,1 (1892) 1389 - 1466
Entstehung
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die Veröffentlichung der Matrikel unter die Werke der Gesell-schaft aufzunehmen.

Man erwog dort, wie die alte Universität in einer, wenn ichso sagen darf, überragenden Stellung gestanden, gleichsam alsein Wahrzeichen des Rheinlands, welches auch über das Rhein-land und die Grenzen des Reichs hinaus Ansehen genossen hat.Von vornherein war man indess nicht gesonnen die ganze Fülleder Urkunden und Akten von der Stiftung der Universität biszu ihrem Erlöschen zu Tage zu fördern. Es konnte die Meinungnur aufkommen, dass an dem Punkt Halt gemacht werden müsse,da die Entwicklung der gelehrten Anstalt zum Stillstand, dieBedeutung der Universität für die allgemeine Kultur im nord-westlichen und westlichen Deutschland zu ihrem Ende gelangtwar. Dies hat sich, wie man weiss, bis zur Mitte des 16. Jahr-hunderts vollzogen. Allein auch innerhalb dieser Grenzen liesssich nicht sogleich die ganze Fülle der Überlieferung zur An-schauung bringen. Vor allem andern verdient die Matrikel Be-achtung von Seiten der Forschung. Denn hier zunächst, auchhier allein bleibt die Kontinuität des Betriebs der gelehrtenStudien an der alten Hochschule des Rheinlands zu erkennen.Hier zunächst lässt sich allein eine volle Ansicht von der Be-deutung dieser Hochschule gewinnen, welche sie für das Lebendes deutschen und des europäischen Westens in Wahrheit er-langt hat.

So ward die Herausgabe der ältesten Matrikeln für diePeriode von 13891559 vom Vorstand beschlossen. Der ge-wählte Abschnitt, der mit obigem Gesichtspunkt übereinstimmt,lehnt sich auch an die äussere Überlieferung der Matrikeln an.Es gewährt doch jetzt eine gewisse Genugthuung, dass derPlan, den man dafür entwarf, überall wirklich durchgeführtwerden konnte. Er weicht von dem andrer Matrikel-Editionennicht unwesentlich ab; er hat auch das Ziel sogleich ins Augegefasst die Anschauung eines ganzen zu vermitteln. Wie manihn sich zu Anfang gedacht, zeigt der dritte Jahresbericht derGesellschaft vom November 1883; wie er sich jetzt im einzelnengestaltet, giebt weiter unten die Einleitung des Bearbeiters an.

Für die Bearbeitung ist es später gelungen eine besondersgeeignete Kraft zu gewinnen. Herr Dr. Hermann Keussenaus Crefeld, in früheren Jahren freiwilliger Mitarbeiter im Kölner