Vorwort.
Indem ich eine Arbeit einführe, der ich seit ihrem Anfangnahe gestanden, habe ich über ihre Geschichte und über dasVerhältniss der beiden Gelehrten, welche das Titelblatt nennt,zu dieser Arbeit in Kürze zu berichten.
Schon bei der Begründung der Gesellschaft für RheinischeGeschichtskunde, i. J. 1881, ist die Veröffentlichung der Uni-versitäts-Matrikel von Köln ins Auge gefasst worden. Bereitsin der Denkschrift über die Aufgaben der Gesellschaft habeich auf sie als ein Unternehmen, welches Beachtung verdiene,die Aufmerksamkeit zu leiten versucht (S. 39).
Die Anregung ist von aussen gekommen, aber nichtweniger und zugleich aus der Sache selbst.
Vor einigen Jahren hatte Herr Dr. Wilhelm Schmitz,Direktor des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums in Köln a. Rh., werth-volle Proben aus der ältesten Matrikel in den Programmen diesesGymnasiums mitzutheilen begonnen (1878, 1879; fortgesetzt1882, 1883). Es lag nun nahe von einer andern Seite her, ebendurch die Gesellschaft, eine vollständige Wiedergabe zu vei'-suchen, die durch ihre Vollständigkeit der Forschung über dasganze geistige Leben, welches in den späteren Zeiten des Mittel-alters von der alten rheinischen Universität seinen Ausganggenommen, sich um sie gesammelt, die zuverlässigste Unterlagewürde darbieten können. Dieser Eindruck wurde verstärkt, daich den Reichthum der Überlieferung in dem Historischen Archivder Stadt Köln, dessen Ordnung und Pflege ich mich grade da-mals ergab, zu bemerken und zu verstehen begann. Man durfteeigentlich nicht zögern ihn zugänglich zu machen.
Verwandte Erwägungen in dem Vorstand der Gesellschafthaben sodann im Sommer d. J. 1883 zu dem Beschluss geführt