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21 (1866) Briefe : T. 3
Entstehung
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dürftig ersetzt. Seitdem beschäftigte ich mich mit demAbschreiben dieser Arbeitz und das schöne, reinlicheManuskript liegt jetzt vor mir. Ich will es nurnoch mal durchgehn, mit der Lupe, und dann schickeich es Ihnen direkt zu über Havre. Es ist ein ge-reimtes Gedicht, welches, vier Strophen die Seiteberechnet, über 10 Druckbogen betragen mag unddie ganze Gährnng unserer deutschen Gegenwart inder kecksten, persönlichsten Weise ausspricht. Es istpolitisch-romantisch und wird der Prosaisch-bombasti-schen Tcndcnzpocsie hoffentlich den Todcsstoss geben.Sic wissen, ich prahle nicht, aber ich bin diesmalsicher, dass ich ein Wcrkchcn gegeben habe, das mehrFurore machen wird, als die populärste Broschüre,und das dennoch den bleibenden Werth einer klas-sischen Dichtung haben wird.

Ich hatte Anfangs die Absicht, noch 10 bis12 Bogen Prosa hinzuzuschrciben und hier die merk-würdigen Veränderungen zu besprechen, die ich inDeutschland vorgefunden. Aber während meinerBlindheit verarbeitete sich dieser Stoff in meinemKopfe wcitläuftiger aus, und jetzt sehe ich ein, dassdieser Stoff, wenn ich noch durch eine zweite Reisenach Deutschland das mangelnde Material sammle,eines meiner bedeutendsten Werke hervorbringen kann.Schon allein die Personcnschilderungcn der seit 13