528
§. 79-
Wohlklang der Pros«.
Sogar der Prosaist verlangt und ringt inBegcistcrungs - Stellen nach dem höchstenWohlklang, nach Sylbcnmaß, und er willwie in dem Frühling, in der Jugend, inder Liebe, in dem warmen Lande, gleich allen die,scn ordentlich singen; nicht reden. In der Kältehustet der Stil sehr und knarrt.
Wie oft war dem Verfasser in der heben-den Stunde, als müßt' er sich durchaus insMetrum stürzen, um nur fliegend fortzuschwim-men. Allein das Sylbcnmaß ist die Me-lodie des Wohlklangs; und diese entziehtsich der Prose; aber einige Harmoniedesselben gehört ihr z».
Freilich gicbt es einen prosaischen Rhyth-mus; aber für jedes Buch und jeden Autoreinen andern und ungesuchten; denn wie die