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sche Kühnheiten, die wir jetzt — lind Lessingfrüher — zu schätzen wissen; und wie mansonst in der Musik Fortschrcitungen kaum durchTerzen erlaubte, aber jetzt oft durch Quintenund Oktaven: so werden in der Poesie größereFortschrcitungen durch entferntere Verhältnisse»erstattet. Denn es kommt bloß auf zwei Be-dingungen an. Erstlich daß das sinnliche Bildsinnliche Anschaulichkeit, nicht aber eben Wirk-lichkeit habe; z. V. Zch kann einen Regen vonFunken sinnlich denken; folglich kann Schillersagen: ein Regen von Wollust - Funken. —Adelung tadelt „das Licht verwelkt" (von Böd-met); warum soll das Entfärben des Verwel-kens nicht dem Erblassen des Strahlens glei-chen? Tieck sagt: das Licht blüht. Da umso viele Dlüthen noch weiße sind: so ist dieseKühnheit nur stärkere Richtigkeit. Man müß-te folglich auch sagen können — so gut als derGeschmack blüht — das Licht einer reinem