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Farben bereitet die Phantasie am leich-testen, da sie ja durch das ganze Leben am un-endlichen Räume färben muß uud sogar denSchatten in ihren Färbckessel tauchen. Daherwachsen Blumen, da sie nur aus wenigenFarben und Bogenlinien bestehen und immerdieselben bleiben, so schnell in der Phantasie auf.Umrisse als die Einschränkung der Farbe wer-den ihr schon schwerer, außer solche, welcheBewegung — diesen Wiedersehe«! des Gei-stes— fodcrn und zeigen, z. B- eine laugeGestalt, weite Ferne, Landstraßen, hohe Gipfel.
Wie wird nun die fremde Phantasie zurplastischen Schöpfung gezwungen? Nie durchden bloßen Anstoß und Zuwink: „ein reihendesGesicht, eine Venus," oder durch folgende, inanderer Hinsicht vortreffliche Verse in WielandsObcron:
Es war in jedem Theil, was je die PhantasieDer Mammen und Lysippen