Druckschrift 
2 (1804)
Entstehung
Seite
367
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Z6?

sein bestimmtes Ich. Daher die meistensittlichen Ideale der Dichter Weiber sind,weil sie, weniger individuell als die Man-ner, den Gang der Sonne mehr wie eineSonnenuhr und Sonnenblume still bezeichnen,als wie eine Thurmuhr und deren Thürmerlaut anschlagen. Daher find' ich die trag»fchen Rollen, welche jedes individuelle lieberewiegen verdammen und ausschließen, ebendarum besser meistens von den Weibern ge-spielt, deren Eigcnthümlichkeit ins Geschlechtzerschmilzt. Daher geben die griechischenKünstler (nach Winkelmann) den weiblichenFormen nur wenig Verschiedenheit; und diesebestand nur in den Abzeichen des Alters.Daher bietet ein Pandamonium dem Dich-ter mehr Fülle und Wechsel an als einPantheon; und ein Kunstwerk, worin nurhöhere oder gute Menschen regieren, (z. V.>n Jacobis Woldemar,) kann nur durch jene