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Gleichwohl machte Göthe seinen Götz vonVerlichnigen als ein Jüngling; und der Mannkönnte jetzt die Wahrheit der Karaktcre ansdem anatomischen Theater beweisen, welcheder anschauende Jüngling auf das dramati-sche lebendig treten hieß. Wollte man poe-tische Karakrerc durch Erinnerungen der wirk-lichen erklären und erschaff n: so setzt ja derbloße Gebrauch und Verstand der letzten»schon ein regelndes Urbild voraus, dasvom Bilde die Zufälligkeiten scheiden und dieEinheit deS Lebens finden lehrt.
Freilich ist Erfahrung und Menschenkennt-nis dem Dichter unschätzbar; aber nur zurFarbengebung des schon erschaffenen und ge-zeichneten Karakrers, der diese Erfahrungensich zueignet und einverleibt, durch sie aberso wenig einspringt als ein Mensch durchsein Effe». Der Karaktcr muß lebendig voreuch in der begeisterten Stunde stehen, und