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dict opcrirten und die Bischöfe und Geistlichen zu Auflehnungenund Machinationen gegen ihre Könige anffordcrtcn. In solchenSituationen der Päpste, von denen die ganze Geschichte voll ist,steht die Kirche nicht „hoch über dem Staate", sondern sieist aus ihrer Höhe auf gleiches Terrain gestiegen, und der Staathat Recht und Pflicht, sie als Feindin zu behandeln und ihrjeglichen Angel anzulegen; sie ist dann „ein ihm durch Ausartungentfremdetes, feindseliges und seinem Bestände gefährliches Aftcr-gcbildc", wie Sie es ganz richtig ausdrücken. Mögen Sic diesemeine Ansicht, die ich offen vor Deutschland und Europa aus-spreche, eine gottlose, ketzerische nennen; ich halte Ihnen nur denSpiegel der Geschichte vor, in welchem Sie erschauen können,was jene Männer, die sich Christi Statthalter nennen, aus derBraut Christi gemacht und in welche betrübende Situationen siedieselbe gebracht haben.
In Ihrem Athanasius haben Sie behauptet, Consiantin undseine Nachfolger hätten sich in ehrerbietiger Ferne von allen kirch-lichen Angelegenheiten gehalten und durchaus keinen Einfluß aufdieselbe geübt. Was ich Ihnen im „Thomas Wecket" dage-gen gesagt habe, hat Sic, ohne daß Sie es gerade gestehen, zueiner andern Ansicht gebracht, und nun sagen Sie in den Tria-ricrn S. 123: „Die Constantinische Ansicht, nach welcher derImperator Lpiscopus all extra sei, der sich das Aeußerlichevorbehalte — eine Ansicht, wodurch der Staat sich eigenmächtig,auch außer seinem Gebiete, eine Autonomie und Weihe anmaße,die ihm gar nicht zukomme —, könne nur der Uebcrgangszcitvom Hcidenthume zum Christenthumc angehören. Die spatereChristcnzcit habe die Sache ganz anders verstanden und die Le-bensaufgabe in der lebendigsten Weise im Kaiscrthum, durch dieVerbindung der kirchlichen Weise mit der Machtvollkommenheitder Majestät zu lösen gewußt." Was nun an dieser Lösung sei,nämlich daß sie nichts als eine tobte Fiction Ihrer Phantasie sei,habe ich Ihnen oben dargethan und Ihren vergcistlichtcn Kaiserwieder zu den Ehren weltlicher Majestät gebracht. Die später»christlich-germanischen Kaiser aber haben es gerade so gehalten,
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