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Dynamik.
Dynamik.
Dynamica; Dynamicpie; Dynamics', (von SvvaiugKraft) bezeichnet die Lehre von den Kräften und den durch sieerzeugten Wirkungen, namentlich den Bewegungen. Hiernachfallt sie im Wesentlichen mit der Mechanik zusammen, und derAusdruck ist auch zuerst von Letuxitz gebraucht, um den ab-slractcsten Tlieil der höheren Mechanik, nämlich die Untersu-chungen über die bewegenden Kräfte im Allgemeinen und dieGesetze der dadurch erzeugten Bewegungen zu bezeichnen. Der-jenige Tlieil der Dynamik, welcher sich hiernach mit den Un-tersuchungen der Bewegungen im Allgemeinen und des Wesens, /Ursprunges und Zusammenhanges der bewegenden Kräfte imllesondern beschäftigt, ist zwar im hohen Grade speculativ, undkann in gewisser Beziehung füglich metaphysisch genannt wer-den, allein die eigentliche metaphysische Dynamik ist erst inden neuesten Zeiten seit Immanuel Kant und seinen Anhängernallgemeiner bekannt geworden. Man hat seitdem das Wort Dy-namik in einer von dem früheren Spracligebrauche ganz abwei-chenden Bedeutung genommen, einige haben es sogar hierfürallein und ausscliliefslich usurpiren wollen, und obgleich diesesbloi's in Deutschland geschehen ist, im Auslande aber bei denbedeutenden Gelehrten durchaus keine Nachahmung gefundenhat, so dürfen wir doch hier füglich beide Bedeutungen desWortes trennen, und somit einen Unterschied zwischen der me-taphysischen Dynamik und der mathematischen festsclzeii.
1. Metaphysische Dynamik.
Man versteht in Deutschland unter Dynamik, oder dem indieser Beziehung gleichbedeutenden dynamischen Systeme, die-jenige Theorie mancher Physiker, wonach sie annehmen, dafsdie Materie nicht au und für sich und durch sich selbst existirt,den llaum erfüllt, sich bewegt und Veränderungen zeigt, son-dern dafs ihr gewisse Kräfte , und zwar Grimdhräfle oder Ur-h'äfte , zum Grunde liegen, durch welche sic selbst erst Exi-stenz erhält, wirkt und sich verändert. Unter diesen Kräftenverstehen dann die meisten die Ziehkraft und Dehnkraft(Anziehung und Abslofsung), weil Kant zu beweisen suchte,dals ohne diese die Materie nicht scyu, nicht existiren könne,