31G Dampf.
Washington zu Marietta am Ohio, wobei 19 Menschen venui- iglückten. Man halte das Gewicht des Hebelarms am Ventileganz ans Ende geschoben, und wegen verzögerter Abfahrt dasSieden stets fortgesetzt, ohne dem Dampfe einen Ausweg zu ge- Istatten h !
A. W asserda m p £ 1
Man hat sich vorzugsweise von jeher damil ■beschäftigt, dieElasticitcit des TV asser dampf es aufzufinden, thcils ausRücksichten auf die Meteorologie, thcils aber und hauptsächlichwegen der frühen Anwendung desselben zur Bewegung der Ma-schinen 2 .
Die Elasticitcit des Dampfes im Allgemeinen kannten schonIIehon von Alexandrien, Samuel Müreeand, Papixus, Ahox-tons und andere 3 , dafs aber dieselbe mit der Temperatur wach-se, und nach welchem Gesetze dieses geschehe, untersuchten ,zuerst Watt und Ziegler in gröfscrem Umfange, nachdem ,schon Lord Cavexdisii 1760 durch Versuche mit der Luftpumpe jgefunden haLte, dafs Wasser im leeren Baume Dampf bilde, des-sen Elasticität er bei 72° F. = 0,75 Z. Quecksilberhöhe inafs 4 .Ziegler' senkte Glasröhren von 12 Z., 42 Z. und 132 Z. inein Gcfäfs mit Quecksilber, welches in einem PapinischcnDi-gestor so eingeschlossen war, dafs die Wässerdämpfc daraufwirken konnten, wobei die Wärme des "Wassers im Digestorthermometrisch bestimmt und die Höhe der getragenen Queck-silbersäule nach Zollen gemessen wurde. Letztere wurde erst hei
sen, 9 Tonnen (180 Quintaux) schwer, wurden 7 Tonnen losgerissen,bis 60 F. hoch durch das Dach getrieben, und fielen 150 F. weit auf einHaus, welches zertrümmert wurde. Das Getöse hörte man eine engt-Meile weit, doch kamen nur zwei Menschen dahei um.
1 G. UV. 92.
2 Fine sehr vollständige und gehaltreiche Zusammenstellung der |bis jetzt bekannten Untersuchungen von Kaevitz findet man in Schwcigg.
J. XXXII. 385. Sie ist hauptsächlich die Berechnungen betrellend liierbenutzt.
3 S. Dampfmaschine.
4 Kobison Mecli. Phil. IU. 593. If.
5 Specimen physico - chemicum de digestore Papini cct. Bari!1759. 4. p.' 31. 11'.