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D a m p f.
Endlich haben einige die zur Dampfbildung erforderlicheWärme nicht latente, sondern spcciüsche nennen Wollen, worü-ber indefs hier nichts weiter bemerkt werden kann, als dalsdiese Ansicht hier aus Gründen nicht angenommen ist *.
2. Elasticität der Dämpfe.
Unter der Elasticität, auch wohl Spannung oderPressung der Dämpfe, versteht man diejenige Kraft, mitwelcher sie nach Art der atmosphärischen Luft gegen alle Kör-per einen Druck ausüben. Indem man aber allgemein denDruck der Luft vermittelst des Barometers mifst, oder nach derHöhe derjenigen Quecksilbersäule bestimmt, welche dieselbevermöge ihrer Pressung emporzuhalten vermag, so bedient maasich dieses nämlichen Mafses auch bei den Dämpfen, uud sagtalso z. B. ihre Elasticität betrage 3 oder 8 oder überhaupt uZolle oder Linien Quecksilber höhe, welche Gröfsenbeslim-rnung sich leicht auf den Druck einer oder mehrerer Atmo-sparen reduciren läfst, wenn man berücksichtigt, dafs deratmosphärische LufLdruck im Mittel 28 Z. Quecksilberhöhe be-trägt. Indem man aber das Gewicht des atmosphärischen Luft-druckes gegen eine gegebene Eläche mit hinlänglicher Genauig-keit in Gewichten, z. B. Pfunden, kennt 1 2 ; so läfst sich jeneGröfse auch auf diese letztere ohne Schwierigkeit reduciren.
Von der ungemein grofsen Kraft stark erhitzter Dämpfesich zu überzeugen, giebt es viele Gelegenheiten, und es ist im All-gemeinen Hegel, jederzeit mit grofser Vorsicht zu Werke zu ge-hen, wo Dampf Bildung statt findet, und der Grad der Erhiz-zuug nicht genau bestimmt werden kann. Obgleich dieses ohneUnterschied von allen Dämpfen tropfbarer Flüssigkeiten gilt,so werden die Fälle wirklicher Explosionen doch meistentheilsbei JEasserdämpfen beobachtet. Dahin gehört die Vorsichls-mafsregel, nie das Wasser zur Schwefelsäure zu giefsen, son-dern umgekehrt, weil sonst in jenem Falle das durch die Kraftdes Fallens in der Schwefelsäure niedersinkende Wasser ver-möge der entbundenen Wärme leicht in Dampf verwandelt, uud
1 Vergl. TEärme , latente.
2 S. Aerostatik, Th. 1. p, 262.