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D a m p f.
tur proportional ist. Der erste Tlieil dieses Salzes ist wolüoline Zweifel richtig; der zweite aber konnte zu der Folgerungfuhren, dafs man blofs nötliig habe, das Wasser erst bis zueiner sehr hohen Temperatur zu erhitzen, und dafs es dann |gleich viel sey, ob man ein gleiches Volumen Dampf von hoher !oder niederer Temperatur erzeuge, eine Folgerung, welchemit dem aus den angegebenen Erfahrungen entnommenenGrundsätze im Widerspruche steht, wonach die latente Wärmedes Dampfes von jeder Elasticität eine constante oder minde-stens nahe consLante Gröfse ist, und wonach also namentlichein gleiches Volumen Dampf von zehnfacher Dichtigkeit auchzehnmal mehr absolute Wärme enthalten mufs, als von ein-facher. Indefs hat Marestier diesen Satz nicht so genommen,sondern er sagt: zugegeben dafs der Verbrauch von Brennma-terial zehnfach wäre, so würde doch der Damjf dann nocheine zehnfache Spannung haben, und kann sich also (in Be-ziehung auf die Expansionsmaschinen) in einen zehnfachenllaum ausdehnen, bis er die Elaslicität einer Atmosphäreanninnnt, welche Kraft eben bei den Expansionsmaschinen mitEorlheil benutzt werden kann. Indefs kommt insbesonderenoch Folgendes in Betrachtung, was Marestier’s Scharfsinn 1nicht übersehen hat. Die den Dampfkessel berührende lieifseLuft streicht auf allen Fall schnell unter demselben hin, undkommt gleich heifs aus dem Schornsteine, es -werde Dampfvon niederer oder hoher Temperatur gebildet. Gesetzt sie llieil-te dem kälteren Wasser in gleichen Zeiten auch mehr Wärmemit, als dem lieifseren, welches indefs noch keineswegs erwie-sen ist, so findet doch immer eine grofse Differenz zwischender weifsglühenden Luft (Flamme) und dem Wasser im Kes-sel auch dann statt, wenn aus letzterem Dämpfe von sehr ho-hem Drucke erzeugt werden, wobei wegen der Schnelligkeitdes Hinströmens dieser heilsen Luft um so viel mehr Wärmeverloren wird, je gröfser die Differenz ihrer Hitze beim Eui- Iweichen in den Schornstein und des Wassers im Kessel ist
1 Wenn Marestier a. a. O. sagt, eine gewisse Quantität Dampfbedürfe stets eine gleiche Menge Wasser zur Condensation, er mögevor größerer oder geringerer Eiasticität seyn; desgleichen: es sey zuseiner Bildung nur so viel Wärme erforderlich, als er selbst dem Con-