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2 (1826) C und D
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D a ra p f.

während erhöhele Wärme stets wachsen kann, jedoch nacheinem andern Gesetze, das Wasser aber, worein der Dampfdann übergegangen wäre, von der einen Seite zwar durch dievermehrte Wärme stets mehr ausgedehnt, durch den gleichfallswachsenden Druck aber bei etwa aufs Neue hinzukommendenMengen stets mehr verdichtet werden mufs. Inzwischen ist esim Allgemeinen gewagt, aus Versuchen, welche verhältnifs-mäfsig nur in enge Grenzen eingeschlosscn sind, allgemeineGesetze zu entwickeln, ohne dal's jedoch diese Biicksicht dieGültigkeit des Argumentes im Allgemeinen auflieben kann.

2. Die Kälte, welche das .Verdampfen des fVasscrs imluftleeren Hemme herrorbringt, ist aufserordentlich grofs, undzum Theil wenigstens eine Volge des gebildeten sehr dünnenDampfes. Die Dichtigkeit des letzteren steigt nach den Tem-peraturen unter andern von -göTs'o ^ s ez ü 'er Dichtigkeit desWassers und noch weiter zu beiden Seiten. Sollte der Dampfin diesen beiden Zuständen gleiche Wärmecapacitüt haben?Dieses Argument, obgleich sehr scheinbar, hifst sich genügendwiderlegen. Indem nämlich der siedendlieifse Dampf 5,4 malso viel Wasser, als er selbst beträgt, um 100° C. zu erwärmenvermag, so mufs auch bei gleichen Wärmecapacitäten derlei

t Graden über 0° gebildete 5,4 -f-, also bei 0° selbst 6,4

100

mal so viel Wasser, als seine Masse beträgt, um 100° C. zu er-wärmen, mithin auch durch seine Bildung eine gleiche Mengeum 100° C. oder 100 mal so viel um 1 ° C. zu erkälten vermö-gen. Hieraus hifst sich der bekannte Lesliesclie Versuch al-lerdings erklären, indefs will ich nicht in Abrede stellen, dalsmir bei der Anstellung desselben die Quantität des verdampftenWassers allezeit geringer geschienen hat, als hieraus folgenwürde, und verdient das aufgcstellte Gesetz auf diesem Wegeweiter geprüft zu werden.

3- Die beobachtete schnelle Erkaltung des Wasserdampfes,welcher in höherer Temperatur gebildet frei wird, führt hier-auf. Dafs Wasserdampf, bei welcher Temperatur er gebildet

wurde, beim Entweichen sogleich auf den Sicdcpunct herab-sinkt, entscheidet sehr für den Satz, dafs die latente Wärme desDampfes von jeder ElasLicität eine constante Gröfsc sey, ausGründen, welche weiter unten ausführlich erörtert werden.