C ulrniii a tioii.
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Um.die Zeit der Cubnination zu beobachten, dienenoffenbar alle die Mille], wodurch man die Zeil des Durchgan-ges durcli den Meridian bestimmt. Das gul aufges teilte Millags-fernrohr oder der' zugleich zu Ilöhcnmessungen dienende Mil-tagskreis ist am besten dazu. Er muis so befesligt seyn, dalsdas Gestirn genau im Meridian ist, wenn es durcli den Mittel-linien cles Eernrolirs geht. Boi der Sonne oder allen Himmels-körpern, die einen scheinbaren Durchmesser haben, beobachtetman den Antri Lt beider Künder an dem laden, und das Milleldazwischen ist die Culminalionszeil des Millelpunctes.
Ein sehr einfaches, aber nichl sehr genaues Mittel, um dieCulmination zu beobachten, giebt das Gcide lld l'eieck . Mauzieht von einem PuncLe einer richtig gezogenen Millagslinieeinen vertiealen Baden, und indem man diesen eLwa über eineKölle laufen läl'st, von dessen Endpur cLe einen andern Badennach einem zweiten Puncte der MilLagslinic. Bringt man nundas Auge in die Ebene dieses Dreiecks oder stellt cs so, dalsein Faden den andern verdeckt, so sind die SLerne, die nunvon beiden Fäden zugleich bedeckt werden, im Meridian. Willman die Sonne beobachten, so reicht cs hin, zu beobachten,wenn der Schallen des Badens auf die Miltagslinie fällt. Aufdiese Weise zeigt auch der Zeiger der Sonnen-Uhr die Cuhnina-lion der Sonne an. Eine genauere Bestimmung giebt derGnomon , wo nämlich eine sehr kleine, in der Höhe liegendeOeffnung, die sich in der durch eine gezogne Millagslinie ge-llende Verlical-Ebene befindet, das Licht der Sonne in ein liii—steres Zimmer fallen läl’st; das kleine Sounenbikl, welches sichvermöge des durch diese kleine Oeffnung eindringeiulen LicliLcsauf der Ebene, wo die Millagslinie gezogen ist, zeigt, ifficktmit dem Fortgange der Sonne allmälig fort, und der Antrittseiner beiden lländer an die Mitlagslinie giebt eben so die Cul-ininationszeit, wie der Antritt der Soimciirändcr an den Fadendes Mitlagsfernrolirs.
Bei Gestirnen, die ihre Deelinalion sehr schnell ändern,könnte es sich ereignen, dals sie nichl genau im Meridian ihregröbste Höhe erreichten, aber der Fall, dafs man aus diesem
Stern stunden 4Min. so muis man 11 Sternstunden = 10 St. 5S’ 10" wah-re Soimeuzeit rechnen.