Druckschrift 
2 (1826) C und D
Entstehung
Seite
245
Einzelbild herunterladen
 

..H

Gebrauch desselben.

245

zurück, wo unfehlbar in obigem Falle Spuren von Eleklricitätsich zeigen werden. Man kann übrigens einen solchen doppcllen Condensator aus Scheiben, die mit einer dünnen Firuifs-schiclit überzogen sind, und in horizontaler Lage auf einandergeseLzt werden, anwenden, und er hat vor dem Cuthberson-scheu den Voizug, dafs die freigewordene EleklriciLat der klei-nen, auf das Elektrometer geschraubten Platte, gleichförmigerauf die Divergenz der Goldblättchen wirkt, während bei jenersenkrechten Lage die Seitenwirkung der untern Hälfte derScheibe, die dem Goldblättchen seitwär ts gegenüber steht, we-nigstens in etwas in einem entgegengesetzten Sinne thätig ist.Ein solcher Condensator mit einer Luftschicht ist aufserdemein Werkzeug, das schon einen sehr geübteiiKünstler zu seinerVerfertigung erfordert.

Die Zunahme der Condensation durch einen solchen dop-pelten Condensator ergiebt sich übrigens leicht durch folgendeBetrachtung. Das Verhälluifs der Flächen der beiden Conden-satoren des kleinern und gröfsern sey 1 :m. Es sey a die Span-nung der Eleklricität, welche erhöht werden soll, und die con-densirende Kraft beider Condeusatoren eines jeden für sich seyn a. Trägt man n a auf die Collector- Platte des kleinern Con-

densators über, so hat man vor abgehobenem Deckel

n-}- 1

und nach abgehobenem Deckel

n-fl

ni n cc.

j (,

! I:

6. Gebrauch des Condeusators und mitdemselben im allgemeinen angestellte

V ersuche.

Der Condensator ist vorzüglich in denjenigen Fällen zurAusmitteluug der Eleklricität höchst brauchbar, wo zwar einegrolse Quantität von Eleklricität vorhanden, aber die Spannungoder InLensilät derselben zu schwach ist, um auch das em-pfindlichste Elektrometer afficiren zu können. Dies gilt ganzbesonders dann, wenn der Elektricitätsqucll, aus welchem eineElektricilät von so schwacher Spannung ausgeht, ein uner-schöpflicher ist, und wenn der Condensator nur vollkommen

tx.