Druckschrift 
2 (1826) C und D
Entstehung
Seite
225
Einzelbild herunterladen
 

225

Allgemeine.

bung der Röhre, worin die Compression vorgenommen wurde,gleichfalls Wasser, um dem Einwurfe zu entgehen, dafs bei je-nen Versuchen durch die Compression der Luft Wärme entwik-kelt scy. Indefs wird bei langsamer Compression nur wenigWärme ausgeschieden, und diese bald weder abgeleitet, wennder Apparat eine Zeitlang ruhig steht; weswegen Cantons Vor-richtung in so fern vorzüglicher ist, als sie dagegen sichert,dafs sich nicht durch die Gesetze der Anziehung etwas Wasserneben dem sperrenden Quecksilber vorbeidrängt. Oehstedt’sApparat bestand aus einer starken Glasröhre AB CD auf einem Fig.hölzernen Fufse. Oben auf dieselbe war eine messingne FassungE gekittet, und eine in diese gehende Schraube F comprimirtedas Wasser in der Röhre. In dieser lezteren stand ein bleier-ner Cylinder d mit Drähten, welche die Scalen tragen. Dasgläserne Gefäfs a, zur Messung der Compression bestimmt, warmit Wasser gefüllt, und endigte in ein feines Haarröhrchen,wovon 1 Lin. nur 0,000005501 vom Inhalte der Flasche aus-machte. Das Wasser in derselben war oben durch ein wenigQuecksilber gesperrt, um die Grenze desselben bei der Zusam-mendrückung genau zu bezeichnen. Neben dieser Röhre wart’ne andere efinit Luft gefüllt und mit Quecksilber gesperrt,um nach dem mariottesclien Gesetze den Grad der Zusammen-drückung zu messen. In wiederholten Versuchen, wobei disCompression bis zum fünffachen Drucke der Atmosphäre bei15°,5 Temp. getrieben wurde, fand Oehstedt 1 . dafs der Gradder Zusammendrückung der zusammendrückenden Kraft directproportional ist, und 2. dafs das Gewicht einer Atmosphäredas Volumen des Wassers um 0,000047 vermindert. Aus demersten Satze wäre also die vollständige Elasticität des Wassersals erwiesen anzusehen '.

3. Allgemeine Compressionsmaschinen.

Die meisten der bisher angegebenen Compressionsmascliinenlassen sich zwar sowohl zur Zusammendrückung der expansibe-len als auch der tropfbaren Flüssigkeiten anwenden, indefsgiebt es auch andere, welche ursprünglich für einen solchen

1 Vergl. Elasticität.

Bd. II.