Capillarität.
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Stärke ihrer Anziehung gegen das Wasser vermehre, weicheBehauptung Haiasthöm 1 2 genügend wider J egt, nicht gerechnet,dafs sie gegen die ltcsuitate aller früheren Physiker sLreitet.
lieber die eigentliche Ursache der Erscheinungen, welchezur Capillarität gerechnet werden, kann gegenwärtig keinStreiL mehr seyn. Es geht nämlich aus allen Versuchen unver-kennbar hervor , dafs dieselbe in der Adhäsion der Flüssigkei-ten an festen Körpern und ihrer einzelnen Theilchcn unter ein-ander zu suchen sey, so dafs also diese Erscheinungen zurAnziehung der wägbaren Materie im Allgemeinen und zudci-jenigen besondern Modificalion derselben gehören, welchemit dem Namen Adhäsion a bezeichnet wird. Es werden so-nach die Ehelichen der Flüssigkeit die Erscheinungen der Ca-pilJai'ität zeigen, je nachdem die Adhäsion derselben zu einan-der oder zu der Oberfläche des berührenden Körpers überwiegendist. Eine. Flächenanziehung oder eine Anziehung in der Berüh-rung haL man aber deswegen liicxbei axxzunchnien , weil die Ca-pillai-allractioxi sogleich in Gapillardeprcssion übergeht, wenndie Wände des eingetauchten Köi-pcrs mit der dünnsten Lageeiner Substanz überzogen werden, welcher die Flüssigkeit nurwenig adliärirt, oder welche durch dieselbe nicht benetzt wird.Die Ccipillar depressio n des Quecksilbers in Glasröhren istfolglich blos das Gegentlieil der Capillarattraction, und esist unnöthig, ihre Erklärung mit Gixen 3 in einer gi öfseren Schwie-rigkeit der Trennung der Theilclxen des Metalles zu suchen,wenn anders unter dieser nicht die verliältnifsmäfsig gröfsereAdhäsion dieser Ehelichen gegen einander als gegen die Wundedes Glases vei-standcn wird.
Eine vorlreffliclio analytische Darstellung der Gesetze derCapillarität hat früher Claiixaut 4 gegeben, vollständig aber undals Muster der gröbsten Gewandtheit im scharfen analytischen
1 G. XtV. 425. Vergi . XXVI. 479.
2 S. Adhäsion.
3 Grumliit's d. Naturl. ]>. 109.
4 Du la figure de la Terre. Par. 1/43- 2 me ed. vonPoissow. Par.
1808. 8.