Druckschrift 
2 (1826) C und D
Entstehung
Seite
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Camera luci tl a.

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scheinbaren Unn-issc nachzeichnen kann. Allein die umgekehrteLago des Bildes ist der deutlichen Auflassung hinderlich , muljede Verrückung des Auges niuLs die Umrisse auf eine andereStelle des Papiers bringen. Beiden Mängeln hat VVojj.astonauf eine äufserst glückliche Weise abgcliolfen. Indem er dasBild zweimal rcflectiren licfs , erschien cs wieder in aufrechterStellung, und der Winkel von 45°, unter welchen die spiegeln-de Ebene a b geneigt war, wurde nun auf die zwei kleinernSpiegelflächen a c und b c vertheift, und in einer Deckplatted d über der Kante a ein kleines Loch zum Durchsehen an-gebracht, wodurch auch die unverrückte SLeitung des Auges.gesichert wurde. Die ganze Landschaft ist nun auf die Flä-chc a c zusammengedrängt, und ihre Projeci ion nimmt nur dieBreite eines schmalen Streifens = f c ein. Bei durchsichtigenGlasflächen ist die Spiegelung schwach, und wegen der ge-doppelten Bilder leicht undeutlich: man miifsLc also metalleneSpiegel gebrauchen; da' aber diese undurchsichtig sind, soinufs man die Ocilhung im Deckel so verschieben, dals, wenndas Auge in der Richtung Oe stellt, die Ocilhung der Pupilledurch die KanLe a halbirt wird. Dadurch empfängt das Augezugleich sowohl die Strahlen , die vom Bilde auf a e als auchdie, welche von der unterliegenden Papierfläche direct ihmzugesendeL werden. Die Bilder beider Gegenstände vermischensich im Densorium, und so kann der Beobachter die Umrissedes Gegenstandes niiL der Bleifeder deutlich und genau verfol-gen. SlaLL der Melailspiegel gebrauchte Woixaston ein gläser-nes Prisma a b c e, dessen Flächen die .Strahlen m n, n o, Fig.o p , welche unter einem Winkel von 22 bis 23 Graden aullällen,nicht mehr durchlasscn, sondern ohne Lichtverlust rellectircu.

Das Ganze kann wegen der Nähe des Auges äufserst eng zusam-mengefafst werden, so dafs ein Prisma, dessen Flächen nur 3Linien Breite haben, seinem Zwecke vollkommen genügt. DieEntfernung des Prisma von der Papierfläche hängt von der Grös-se ab, in welcher man das Bild entwerfen will; sie sollte je-doch nicliL über 1-t Fufs, und nicht unter \ Fufs betragen:die erslerc Distanz wird durch die Länge des Armes bedingt,welcher der freien Bewegung wegen, nicht ganz ausgcslrecktseyM darl, wobei wegen der vorgeneigLen Lage des Kopfes dasAuge, in die Hohe der Schulter zu stehen kommt, der letztere